Timo geht Spazieren

Hallo ihr Lieben,

ich führe diesen Reiseblog seit 2008 und hab Spaß daran, auf diesem Wege über meine Reisen zu berichten. Über Kommentare und Nachrichten freue ich mich immer sehr.

Euer Timo

HeyHo Ihr Menschen...

Willkommen auf meinem "I'm still alive" - Blog..

Ich bin vom 14. August ab für 1 Jahr, 12 Monate, 356 Tage und 8544 Stunden in Uganda und das nicht unter Menschen sondern unter Ziegen und Schweinen. Ok, ganz stimmt dies nicht...ich darf auch Zweibeiner unterrichten, bsp.weise was der Bock und die Ziege falsch machen...

So jetzt habt ihr eine ungefähre Vorahnung, was ich solange machen werde und kann nur noch sagen, dass ich mich über ein paar Zeilen von euch wahnsinnig freuen würde.
Ich selbst schau auch so oft wie möglich rein und schreibe euch dann das wichtigste.

Carpe Diem, Timo

Montag, 12. Dezember 2016

Timo in England



Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

meine Zeit in England neigt sich dem Ende zu, weswegen ich mir heute die Zeit gönne, meine Erfahrungen und Erlebnisse vor meinem inneren Auge vorbeischweifen und euch daran teilhaben zu lassen. Ich versuche mich dabei möglich kurz zu fassen, damit ihr den abendlichen grauen Novembermock noch ein bisschen genießen könnt. Illustrationen meiner Erzählungen findet ihr hier.

Vor knapp 4 Wochen am 12.November bin ich in 10 Minuten in Freiburg in den Hauptbahnhof hinein, also praktisch durch den Bahnhof in den Zug hineingestiegen und hab mich auf die Reise - weit hinaus über die Grenzen Europas – nach England begeben. In Köln hatte ich kurz Zeit, den Dom zu bewundern, was in Brüssel leider nicht möglich war, da man dort für den Flughafen ähnlichen Check-In gut ne Stunde einplanen muss. Nach gut 10h bin ich aber, dank deutscher und nicht polnischer Staatsbürgerschaft, heil wenn auch erschöpft in London angekommen, wo mich meine Freundin Morwena mit einem Marokkanischen Tajine Gericht bei Freunden aufpäppelte. Am nächsten Morgen erschlich ich mir ein Frühstück im Hotel, wo sie mit ihren Bruder eingecheckt hatte. Sogar schon das Frühstück gestaltete sich zu einem Event, da ihr großer Bruder, der von Geburt an geistig und körperlich eingeschränkt lebt, den Speisesaal unterhielt, indem er das Frühstück weitläufig im Raum verteilte und mords den Spaß dabei hatte. Nach diesen heiteren Eindrücken und etlichen Entschuldigungen machten wir eine Radrundtour durch London und sahen uns die Tate Gallery of Modern Art an, bzw. was man eben in 27 Minuten so sehen kann. Abends ging es dann mit dem Zug nach Bristol, was 200km genau westlich von London nahe der Küste liegt. 

Bristol (430 T Einwohner) ist vergleichbar mit Freiburg: viele junge Leute, schwarz-grün, hügelig. Morwena lebt hier ziemlich günstig bei Freunden, die für ein gutes Jahr in Afrika rumdoktern und ihr für die Zeit das Haus überlassen haben. Dementsprechend ist hier viel Platz, besonders der große Wohn/Ess/Kochbereich mit offenem Dachgeschoss (Büro) lädt zum Flanieren ein. Das ist wichtig, denn wie ihr euch vielleicht denken könnt, verbringe ich hier mehr Zeit in der Küche als im Büro. Die Küche ist ziemlich geil ausgestattet, weswegen ich hier täglich rumexperimentiere und schaue, dass die Frau abends was Ordentliches auf den Tisch bekommt. Ja, ist schon ein wenig ein Hausmann-Dasein, das ich hier friste. Neben der Zulassungsarbeit läuft mir das aber gerade recht gut rein. Wenn ich nicht am Kochen oder Lesen bin, gehe ich joggen oder mit Freunden bouldern, singe in einem Chor mit Alt-Kommunisten und genieße die Feierabende mit Morwena. Die muss leider täglich um 6 Uhr aus dem Bett und kommt erst gegen 7 Uhr abends wieder heim. Dementsprechend sind die Abendstunden recht kostbar, auch wenn sie gottseidank mit wenig Schlaf auskommt. Ich wäre nach täglich 4 Stunden Schlaf und 11 Stunden Schichten nicht mehr gesellschaftsfähig. Aber zumindest die Wochenenden können wir mit kleinen Events verplanen. 

So waren wir in der Therme von Bath, wo auch Morwenas Krankenhaus liegt, in dem sie arbeitet. In dem Spa badeten schon vor über 2000 Jahren die Kelten und Römer, dementsprechend war es aber auch arsch-teuer (55 € pro Person für 3 h. Die spinnen, die Angelsachsen!). Allgemein ist das Leben hier um einiges teurer als in Deutschland (Essen locker doppelt so teuer). Zumindest kommt mir beim Wechselkurs der Brexit entgegen. Am vorvorletzten Wochenende waren wir direkt an der Südküste Cornwalls in einem Sommerhaus, das Freunden von Morwena gehört. Die Wellen waren leider nicht zum Surfen geeignet, aber zumindest konnten wir auf dem Meer ein wenig rumpaddeln, was im November auch schon ein Erlebnis ist. Das letzte Wochenende ging es ein zweites Mal nach London. Endlich ging ein lang ersehnter Traum von mir in Erfüllung: Lion King…einfach BOOM AWESOME! Zum Runterkommen haben wirs uns noch im „Cellar“ gemütlich gemacht. Ist eine ehemalige Toilette in einem Kellerschacht, die nahe des Lyceum Theatres liegt und zur Bar umgebaut wurde. Da passen maximal 30 Leute rein, täglich gibt es eine Live-Performance und die Musical-Darsteller treffen sich dort nach dem Auftritt. Wirklich sehr empfehlenswert. Wir konnten uns über einen Drag Queen Auftritt freuen mit gelegentlichen Burlesque-Einlagen, was ein bisschen verstörend für mich war. Dieses Wochenende fuhren wir zu Freunden nach Wales (nahe Wrexham), wo ich die volle walisische Dröhnung bekam: Dudelsack, Schafherden und rothaarige Babydrachen, die ab 6 Uhr morgens jegliches Ausnüchtern unmöglich machen. War wirklich sehr schön, da es in meiner Zeit hier nicht so oft vorgekommen ist, dass ich wie selbstverständlich Teil einer Gruppe war und ich als ganze Person und nicht nur als „Mowena’s boyfriend“ wahrgenommen wurde. Dies liegt aber auch daran, dass ich immer besser die Leute, nun selbst auch die Waliser, verstehe und mich freier auszudrücken weiß. Neben „boy-time“ Holzfällerarbeiten kochten wir viel und musizierten abends zusammen. Der Vater der Familie, die uns eingeladen hat, ist neben allem möglichen auch Musiker und beherrscht mehr oder weniger alle Instrumente, die man schlägt, streicht oder beatmet. So kam ich in den Genuss von walisischer Folklore, während Morwena darauf einen Ceili (irischer Tanz) performte. 

Gestern sind wir wieder in Bristol angekommen, damit Morwena zur Arbeit gehen und ich meinen letzten Tag in England sinnvoll gestalten kann und ich überlege mir, was mir hier besonders aufgefallen ist und was euch noch interessieren könnte. Woran erkennt man, dass man in England ist? Schon gleich zu Beginn fiel mir auf, dass du in Badezimmer hier vergeblich nach Steckdosen suchst. Die Engländer scheinen eine große Angst vor Stromunfällen zu haben. Selbst ein Lichtschalter gibt es nicht, sondern nur eine Kordel, an der man ziehen muss. Neben diesem Unsinn haben sie aber oft in den Häusern Warmwasserboiler, die nur speziell in Stoßzeiten laufen, um Strom zu sparen. Prädikat sinnvoll! Da es in England viele Missionsversuche gab, stehen hier viele Kirchen rum, die heute ihre Funktion aber meist verloren haben. Umso spannender ist es zu sehen, was die Städte daraus machen. Hier in Bristol gibt es z.B. eine Kirche, die zur Kletterhalle umgebaut wurde. Nicht die schlechteste aller Lösungen! Das Vorurteil, England sei grau, nass und neblig, kann ich so leider nicht dementieren, was aber auch an der Jahreszeit liegt. Dass die angehängten Bilder so diesig aussehen, liegt aber meist an der Kamera und nicht am Wetter. Trotz des Wetters sind die Bewohner dieser Insel aber ganz hervorragend höflich und sehr zuvorkommend. Jedem und jeder wird die Tür aufgehalten, das Anstehverhalten ist deutscher als deutsch und du wirst von der Kassiererin mit „my love“ angesprochen. Insgesamt habe ich eine große Willkommenskultur erfahren und mich selten fremd gefühlt, was auch daran liegt, dass es kaum einen einheitlichen Akzent oder Dialekt gibt. So viele Menschen hier sind Migranten (1.,2.,3. Generation), „Nothenes“ oder „Sothenes“, dass man als „Ausländer“ kaum auffällt. Die weltoffene Stadt Bristol und Morwenas Kontakte haben mir aber natürlich sehr geholfen. Ich denke noch gerne an den ersten Freitagabend, an dem Morwena Nachtschicht hatte und sie mich in ihren Kleidern als Repräsentant zu einer Geburtstagsparty geschickt hat. Ich kannte niemanden, aber wurde gleich vor versammelter Mannschaft von der Hausherrin vorgestellt: „So das ist Timo. Er ist der Freund von Morwena und kennt hier niemanden. Also, alle jetzt herkommen und ihm kräftig die Hand schütteln.“ Wirklich saunett! 

So, damit bin ich am Ende meines kleinen Blogs angelangt. Ich hoffe sehr, dass ich viele von euch wieder in Freiburg bzw. daheim an Weihnachten sehen werde und wir bei Bredle und Glühwein aufs Leben anstoßen können!
Bis bald, Timo

Donnerstag, 4. April 2013


HIER hab ich ein paar Bilder hochgeladen. Einfach drauf klicken! Viel Spaß dabei!

Leben in Istanbul

Hallo Freunde der Reiselust,

ich bin nun gut einen Monat hier in Istanbul und dachte mir, dass es mal an der Zeit wäre, meine bisher erlebte Zeit festzuhalten, bevor der Semesterbeginn wieder alles wegspült. Nachdem ich am 01.März meine Arbeit als Elektriker nach zwei Monaten quittierte, ging es am nächsten Tag mittags nach Ulm. Dort wartete ich eine volle Stunde vergebens auf meinen Bus, der mich nach Istanbul bringen sollte. Schon fast den Tränen nahe, rief ich meinen Bruder Simon an, der mir einen Flug buchen sollte. Just vor der Buchung kam der Bus aber an. Die Busfahrt war jetzt nicht wirklich der Bringer. Ich hatte mir allerdings ausgerechnet, dass ich durch die gesparten CO2 Emissionen die volle Zeit in Istanbul Fleisch essen darf und trotzdem nicht unter der Last meiner Schuld zusammenbrechen würde. Wenn an dieser Überlegung was stinkt, dann sind es auf jeden Fall die alten, türkischen Mitreisenden im Bus, die mir die Fahrt nicht wirklich angenehm machten. Waren zwar alle super nett, aber da die Klimaanlage ausgefallen war, waren die Tage stinkend, stickig, schwül und die Nächte stinkend, schlaflos und saukalt. Immerhin hatte jeder Passagier einen eigenen Bildschirm mit Filmen und Musik – natürlich alles in Türkisch. So konnte ich mich zumindest schon einmal schlafend an die „üüüü“s und „öööö“s gewöhnen, wie ein Ungeborenes an klassische Musik. An der Grenze zur Türkei habe ich dann zu meiner Flasche Rum noch im Duty Free Shop einen Scotch gekauft, da ich wusste, dass in der Türkei auf Alkohol eine sozial unverträgliche Steuer lastet. Das Problem war nur, dass die lieben Grenzbeamten den Kofferraum aufmachten und einen Großteil der Koffer öffneten. Mein Rucksack war aber glücklicherweise nicht darunter.

Ankuft in Istanbul
Nach ansonsten unproblematischen 36 Stunden kam ich Montag früh um 4 Uhr morgens in der Stadt an. Ein frisch gewonnener deutsch-türkischer Freund gab uns beim ersten türkischen Cay letzte Sicherheitseinweisungen, dann ging die Suche nach einem Hostel los. Ich durfte nämlich erst um 17 Uhr in meine Wohnung und wollte bis dahin noch mit einer Freundin die Stadt erkunden. Ich begleitete sie zu einem Hostel mit Rooftop Dorm, absolut unglaublich schön. Das war hier der bisher bezauberndste Moment. Oben im Dormitory war ein großes Fenster mit einem Fenstersims, auf den man stehen konnte. Unter dir die großen Moscheen von Sultanahmet, alles schimmert im Schein der aufgehenden Sonne und dann beginnen auch noch die Muezzine von den Minaretten aus zu singen…betörend fantastisch. Nach diesem Höhenausflug fühlte ich mich ziemlich schlapp und beschloss mich hinzulegen und ein paar Stunden zu schlafen. Nach drei Stunden ging ich runter zur Rezeption, um mich für den spontanen Schlaf zu entschuldigen und ein wenig Trinkgeld zu geben. Unten wartete schon der Besitzer des Hostels wütend auf mich, der die Polizei anrufen wollte und mich des Hausfriedensbruchs beschuldigte. Ich bin schon in vielen Hostels gewesen und eigentlich ist so etwas nicht das Problem, aber der war ziemlich cholerisch veranlagt. Nachdem ich ihn beschwichtigen konnte, wollte er zumindest, dass ich 10€ „Strafe“ zahle. Das war mir dann auch egal. Hauptsache kein Türkischunterricht im Knast.

Die türkische Sprache
Der richtige Türkischunterricht begann dann dienstags um 9 in der Schule Dilmer, die ca. 25 min von meiner Wohnung entfernt, in die ich montagabends glücklich „eingecheckt“ bin. Die Schule kann ich sehr empfehlen, auch wenn unser Lehrer der englischen Sprache nicht mächtig war und ich sein Türkisch kaum verstand, wenn mal wieder eine Geschichte leidenschaftlich und ungebremst aus ihm heraussprudelte. Türkisch fällt mir recht schwer zu lernen, da man im Spanischen oder Französischen einfach viel besser Wörter ableiten kann. Dafür ist die Grammatik ziemlich logisch und einfach. Das Deutsche besitzt in vielen Dingen auch eine viel differenziertere Ausdrucksweise, außer natürlich was romantische Sprachgefilde anbelangt. Es gibt hier selbst ein Wort für die Wiederspiegelung des Mondscheins im Wasser – „Yakamoz“. Für mich wirken hier die Lieder und Sprüche unglaublich kitschig, Deutsche werde dagegen als kalt und distanziert bezeichnet. Eine kleine Kostprobe der türkisch emotionalen Tiefe bekam ich am letzten Samstag, als ich am Bosporus saß und ein kleines Schiff vorbeiziehen sah. Der Kapitän des Schiffs warf seine Lasermaschine an und am Brückengeländer des Wahrzeichens Istanbul erschien ein Liebesbekenntnis, gefolgt von „Benimle evlenir misin?“ (Willst du mich heiraten?). 3 Sekunden schreiende Stille, dann erschien in großen Lettern „Evet, Evet, Evet!“ und das Feuerwerk begann. Ich möchte es euch Lesern überlassen, was ihr davon haltet. Der Kommentar meiner türkischen Freunde war nur: „Das ist doch alter Kaffee. So etwas macht heutzutage doch jeder.“ Ich glaube da können wir Deutsche echt noch was lernen.

Türkischer, familiärer Abend
Weiß nicht, was euch sonst noch so interessieren könnte. Meine Wohnung ist ziemlich verratzt, aber mein türkischer Mitbewohner ist ziemlich nett, auch wenn er leider der englischen Sprache zu mächtig ist, sodass wir wenig Türkisch sprechen. Eine deutsche Freundin, die in meiner Nachbarschaft wohnt, lebt in einer konservativen, türkischen Familie, was ziemlich spannend ist. Sie ist 26, ihr „Vater“ erlaubt ihr allerdings nicht, länger als 23 Uhr wegzubleiben. Es dürfen auch keine männlichen Besucher nachhause kommen. Bei mir haben sie erst eine Ausnahme gemacht. War ein ziemlich witziger, leckerer und verstörender Abend! Das Essen war bombastisch, richtig unique Türkisch. Nach dem Essen meinten die Gasttöchter, dass ich entweder das Essen bezahlen soll und einen Bauchtanz vorführe. Klare Entscheidung! So ging die komplette Familie, inklusive Vater und Großvater in das Zimmer der Schwestern und wir tanzten alle Tanzstile vom Schwarzen Meer bis ins hinterste Anatolien durch. Es war leicht verstörend, als der sonst sehr strenge und disziplinierte Vater den Hosengürtel seiner Frau hinten packte und ihr half ihren Hintern zu shaken…für die Verarbeitung dieser Eindrücke werde ich Jahre brauchen.

Nachtexkursion
Alles in allem lässt es sich hier richtig gut leben. Istanbul ist zwar teuer (ca. 500€ fürs Leben und 250€ Miete pro Monat), aber die Stadt lebt und platzt und raucht einfach aus allen Nähten…genial! Vor 20 Jahren waren hier noch 5 Millionen Einwohner und jetzt sind es geschätzte 20 Millionen. Völlig unkontrollierbar und gaga! Das führt auch dazu, dass natürlich nicht jeder das Stadtgebiet kennt, in das man gerade gehen will. So bin ich einmal nachts in einen Bus eingestiegen, um heimzufahren. Ich hab sogar noch zwei Jungs gefragt, ob dieser Bus nach „Ortaköy“ fährt. Sie bejahten und meinten, dass dies auch ihr Zielort sei. Die Fahrt ging los. Nach 15 min fuhren wir über eine Brücke, was auf meinem Heimweg eigentlich nicht der Fall ist. Die Zwei verwiesen nur darauf, dass der Bus schon noch nach „Ortaköy“ fahren würde. Nach 50 min Busfahrt kamen wir dann um 4 Uhr an. Ich stieg mit den beiden aus und sie zeigten mir ein großes Schild, auf dem „Ataköy“ stand. Ficken! Gottseidank luden sie mich zu sich nachhause ein, wo ich die restliche Nacht dann schlafen konnte. Das war echt ein Akt!
Ansonsten bin ich recht viel rumgelaufen, hab einige Bazare besucht, das Modern Istanbul Museum, war auf den Prinzeninseln und hatte viele schöne Nächte mit spannenden Leuten, die ich durch Hinz und Kunz kennengelernt hab. Besonders schön waren die Nächte und Besuche bei Deutsch-Türken, da sie dir die Stadt und das türkische Leben am besten näher bringen können. Außerdem haben irgendwie die meisten meiner Freunde hier zu viel Geld, sodass ich auch hin und wieder den Luxus eines Altbau Apartments mit Sicht auf den Bosporus genießen kann.

Hamam Erlebnis
Jetzt hab ich genau noch 7 Tage zur freien Verfügung, die ich mit Partys, Terassenchillen und Hamampeelings füllen werde. Ah…Hamam…da hab ich noch ne kleine Anekdote. Eine Freundin von mir war von ner Woche in nem kleinen, lokalen Hamam und ist ziemlich verstört wieder rausgekommen. Es gab einen achteckigen Raum, indem in der Mitte eine Art Altar angebracht war auf dem die Gäste sich nackt hinlegen mussten. Dann kam die Teigkneterin herein und massierte jede Frau ordentlich durch, wobei durch die zentrale Lage des Tisches alle Blicke im Raum auf die jeweils Glückliche gerichtet war. Zu allem Überdruss konnte das Mieder der Masseurin ihre Brust nicht ganz in Schach halten, wodurch sich die Patienten natürlich noch mehr verkrampften. Informiert euch also bitte genauestens, solltet ihr einmal ein Hamam aufsuchen!

Gut das war’s von mir. Ich freu mich schon darauf, euch alle bald wieder in Deutschland zu sehen. Grillen, chillen, schwimmen…yapyap!

Beste Grüße, Selamlar,
Timo Türk

Montag, 2. August 2010

Guatemala III

So Leute, hier bin ich wieder
Hab frisch ausgecheckt und stehe jetzt zu freien Verfuegung. Wo war ich stehen geblieben...ach ja, wir sind nach einer 50min Wanderung durch den Dschungel auf die grosse Tempelpyramide 4 gestiegen, von wo aus wir das Erwachen der Bewohner des Waldes erleben konnten. Kein Sommeraufgang zu erleben, war aber trotzdem enttaeuschend. Ueber Absperrungen, Baugerueste und Leitern kam ich zwar hoch bis auf die Spitze des Monumentes, was aber nichts aus der Aussicht veraendert hat....es blieb neblig verschwommen. Aber das ist nunmal so im Regenwald, kann man auch nichts machen. Wieder am Fusse der Pyramide angekommen, haben wir uns einer Gruppe aus Amerika angeschlossen, da ein Fuehrer alleine unbezahlbar ist. So konnten wir auch sicher gehen, dass wir alles Sehenswerte abgrassen und uns nicht in dem endlos grossen Areal verlaufen. Wie viele andere Mayaruinen sind auch hier hoechsten 15% ausgegraben, doch Tikal ist bisher die praechtigste und groesste Mayastaedte, die wir bisher besichtigt haben. Es gibt ca. 7 Grosspyramiden und unzaehlige kleinere Monumente, alles ganz schoen.... Aber ich muss auch gestehen, dass ich eher ein Typ bin, der einen Wasserfall runterspringt, als 8h auf Pyramiden rumklettert. Ok, ich mag ein Kulturbanause sein, aber in solchen Pyramiden steckt einfach kein Leben mehr. Jan und ich sind auf jeden Fall zu der Uebereinkunft gekommen, dass es ab so fort nur noch Strand und Sonne gibt, bis wir wieder heimfliegen.
Eigtl wollten wir am 30.7. morgens einen Bus nach Belize nehmen, aber da wir die Nacht davor ziemlich mit unseren amerikanischen Freunde gewuehtet haben (Nacktbaden, Salsatanz im "Kurz vor Knapp Vollrausch",...), haben wir den Bus um 5 verschlafen. Wie wir spaeter rausbekommen haben, hat man uns sowieso ein gefaktes Ticket verkauft, sodass es wieder etwas positives an der Sache gab. Wir haben uns dann am morgen entschieden doch nicht nach Belize zu gehen, da dieses Land sehr teuer ist und als englischsprachiges Land wohl auch nicht so ein lateinamerikanischen Flair haben soll. Deswegen sind wir in einem Gewaltakt am naechsten Morgen los nach Palenque, was eigtl in 8h machbar sein sollte, aber fuer alle centralamerikanischen Sproesslinge unter euch...wenn ihr hier rumreist, die Abfahrtszeiten stimmen im Gg.satz zu Uganda zwar, aber die Fahrzeiten absolut nicht....wir sind dann auf jeden fall nach ca 11 h in Palenque angekommen, waren billig essen und trinken (ok, trinken, war fuer den Jan mal wieder nicht ganz so billig...wir haben erst mal ausgerechnet, dass Jan auf der Reise schon mehr als 200 Euro fuer Bier ausgegeben hat...und das ist fuer die Laender hier nicht wenig Schotter!). Abends sind wir dann um 22 Uhr mit dem Bus nach Merida, was an der Nordkueste von Yucatan liegt, also am Golfstrom. Wie sich herausgestellt hat, war das Essen am Vorabend doch ein bisschen zu arg billig, was ich gestern und heute buessen muss. Hatte naemlich gestern dauersch*** und war auch ganztaegig im Bett. Heute ist es gottseidank ein bisschen besser. Es waere echt so typisch, wenn ich mir am Ende noch was Tolles wie Dengue Fieber oder Typhus hole!
So, jetzt geh ich noch was essen, dann Souvenirs kaufen (hab noch 3 kg Freigepaeck...vll reichsts fuer einen Stein von ner Pyramide) und dann schleunigst weiter Cancun, dass wir noch en bisschen braun werden.
Hasta luego, Timo

Guatemala II

Hallo Freunde,

mal wieder en kleinen Post von mir...hoffe, er wird diesmal bisschen kuerzer ausfallen. Sollten eigtl schon ausm Hotel ausgecheckt haben....aber fuer euch tu ich doch alles!
Also, nachdem wir den Top 3 Trip in Lanquin gemacht haben, sind wir weiter nach Flores gefahren. Das ist ne Insel, die von nem ziemlich schonenen, ziemlich warmen See umgeben ist. Leider ist uns das erst bewusst geworden, als wir in einer feuchtfroehlichen Nacht reinsprangen. Ansonsten ist der Flair von Flores aber der einer zerfallenen Stadt in Italien. Die eigtl Highlights dieses Ortes waren allerdings von anderer Art. Denn schon im Hostel von Lanquin haben wir ein junges Paar aus Amerika getroffen, die uns von Anfang an sympathisch waren. In Flores sind wir dann immer gemeinsam ausgegangen und haben wunderbare tiefsinnige, oberflaechliche, sachliche und pervers-kroteske Gespraeche gefuehrt. In ihnen hab ich echte Seelenfreunde gefunden. Zusammen sind wir dann auch zu den nahe gelegenen Ruinen von Tikal gegangen, die das 2. Highlight des Trips waren.
Tikal war frueher einer der groessten Mayastaedten uerberhaupt mit knapp geschaetzten100.000 Einwohnern. Das beste ist, wenn man den Park nach 16 Uhr betritt, weil man dann fuer den naechsten Tag schon mitbezahlt. Das haben wir auch so gemacht. Wir mieteten ein Zelt, am Rande der Ruinen, das zwar viel zu klein war und Kakerlaken und Spinnen uebersaeht, aber dafuer recht billig. Als wir mit dem Platzwachter ein weilchen geredet haben, meinte er dann, dass wir einen Deal machen koennen. Er und seine Freunde gewaehren uns freien Eintritt in den Park und begleiten uns, wenn wir zum Sonnenaufgang zu den Ruinen laufen wollen und dafuer zahlen wir ihm und seinen Leuten ein bisschen "Trinkegeld". Auf diese Weise kamen ziemlich billig weg und die Waechter hatten noch ne schoene Party die Nacht. Am naechsten Morgen gings dann um 4.15 Uhr los zu Tempel 4, der nach Osten ausgerichtet ist. Da es sehr neblig war, konnten wir zwar keinen Sonnenaufgang sehen, dafuer war es aber sehr beeindruckend das Erwachen des Dschungels mitzuerleben. In dem Park gibt es naemlich sehr viele Bruellaffen und ihr Bruellen aehneld dem von Gozilla. Echt cool! :)
Fuck, ein Hotelangestellter ist grad zu mir ruebergelaufen, um mich daran zu erinnern, auszuchecken. Hoffe, ich kann bald weiterschreiben.
Macht mir schonenes Wetter wenn ich wieder daheim bin,
Timo

Donnerstag, 29. Juli 2010

Guatemala

Hola ihr Lieben,

eigtl sollte ich ziemlich gestresst sein, weil ich diesen Post jetzt schon zum 2.mal schreibe, da das letzte mal der Strom ausfiel....man, kenn ich irgendwie aus Uganda ;)
Doch, wer haette es gedacht, bin ich max. entspannt. DIes liegt daran, dass ich gerade ne h Ganzkoerpermasage hinter mir hab...und das nur fuer 10 euro. WIrklich brilliant!!!
So, nun kann ich endlich mal wieder Lebenszeichen von mir schicken. Ich bin am 12.7. nach Guatemala eingereist und ich muss jetzt schon vorweg nehmen, dass dieses Land alles bisher gesehene topt...natuerlich ausser Uganda! :)
Schon von Anfang an fuehlten Jan und ich mich sehr heimisch, weil alles wie im schoenen Allgaeu sehr bergig ist. Genauergesagt liegt Guate auf einer Durschschnittshoehe von 1200m ue. M. Anfangs waren die Guatemalteker zwar ein bisschen gewohnungsbeduerftig, aber legte sich dann auch bald. Wir hatten naemlich nur das Problem, das wir an der Grenze keinen offiziellen Touribis gefunden haben, der uns zu unserem naechsten Ziele Antigua bringen haette koennen. Deswegen mussten wir die eher gefaehrlichen lokalen Chicken-busse nehmen. Diese heissen so, weil die Insassen nicht menschenwuerdig zus.gepfaercht werden. Es ging fuer ein Mittelamerikaniches Land auch viel zu stressig zu. Kaum hatten wir unseren gewuenschten Reiseort genannt, wurden uns auch schon die Rucksaecke abgenommen und auf das Dach geschmissen. Und gleich darauf fuhr der Bus dann auch schon ab, ohne dass wir selbst drin sassen. Wir mussten also hinterher rennen und durch die Hintertuer des Busses (es handelt sich um ausrangierte Amerikanische SChulbusse)reinspringen. Man, das war echt krass!
Nach einer 7h Busfahrt, die mit dem Privatauto max. 3h gedauert haette, sind wir dann in Antigua angekommen, wo wir auch schon sogleich uns bei einer Spanischschule fuer die naechsten 2Wochen anmeldeten. Antigua und Guatemala an sich ist sehr beruehmt fuer seine Schulen, da sie billig sind und dennoch rel. gut. Fuer 5 Tage Unterricht á 4h zahlten wir 70 Euro und fuer eine Woche Vollpension bei einer Gastfamilie 45 Euro. Diese 2 Wochen waren wirklich sehr lehrreich und befluegelnd. Meine Lehrerin war 23, heiss und besass trotzdem einigermassen die noetige Strenge. Sie ging wunderbar auf mich ein und dachte, dass ich bereits in Deutschland UNterrichte genommen haette. Aber nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich in Spansisch voll ab gehe. Ich kann so gut wie alles erfragen und verlangen, was ich will, aber richtige Konversationen kann ich noch lang nicht fuehren. Das waere fuer letztendlich 8 Tage Unterricht, die ich nahm, auch zu viel verlangt.
Auf jeden Fall haben wir die Naechte durchgetanzt, die Vormittage durchgeschlafen und die Nachmittage gelernt....und das war auch gut so. Das Wochenende haben wir genutzt, um zum Lake Atitlan zu gehen. Das ist ein wunderschoener Vulkansee der ein Magnet fuer viele Althippies darstellt und deswegen gut war, um sich mal wieder von dem vielen Lernen zu erholen...man, wie soll ich das nur wieder im Studium machen? :/
Am Freitag, den 23.7. hatten wir dann die letzte Unterrichtseinheit, was echt traurig war. Ich und meine Lehrerin sind waehrrend den 2 Wochen gute Freunde geworden und so war der Abschied ziemlich scheisse. Aber auch das ging vorbei!
Denn als naechstes ging es nach Lanquin, das ca. im Zentrum des kleinen Landes liegt. Dort haben wir uns mal wieder einen Touritrip geleistet, der unter die Top 3 unserer bisherigen Trips fiel. Es ging morgens um 9 auf der Ladeflaeche eines Pickups los richtung Semuc Champey (das Versteckte Wasser unter den Terassen-Mayasprache). Nach einer wunderbar belebenden, kaotischen Fahrt haben wir uns Badesachen angezogen und sind in die Welt eines 12 km langen Hoehlensystems abgetaucht. Die Hoehlen waren groesstenteils unter Wasser und es machte irre Spass an den Hoehlenwaenden entlangzuklettern. Ich war so in meinem Element, dass die anderen Mittouris mich sogar fragen, ob ich hier geboren wurde. ;)
Aber es war auch einfach geil. Ich bin meistens meine eigenen Wege gegangen, unabhaengig durch meine Kopflampe, unter Wasserfaellen hindurch, durch Hoehlenseen und an Steilwaenden entlang....Man, das ist so geil, wenn alles dunkel ist und vom Wasser her laut rauscht und du weisst einfach nicht, was als naechstes kommt und du bist auch nicht durch Seile geschuetzt wie es ja ansonsten meistens bei solchen Touritrips ist. Ja, auf jeden Fall kam ich wieder heil raus....nur dass ich vom zuvielen Wasserfallbaden meine Brille verloren hatte. Zumindest neben meiner Schwimmbrille das einzige, das mir bisher abhanden gekommen ist. Ziemlich gut fuer mich :)!
Danach sind wir mit einem Schwimmreifen durch einen Fluss ueber Tage geschwommen und als wir wieder aus dem Wasser stiegen, sah ich eine riesige Schaukel haengen, die sicherlich 10m lange Seile hatte. Man, das war richtig geil sich wie Tarzan von der Schaukel ins Wasser zu schmeissen. Gerne wieder! Danach war chillem angesagt. Wir gingen zu den Kalkterassen von Semuc Champey. Man muss sich das so vorstellen: Ein riesiger Bergfluss donert ins Tal und tritt an einer best. Stelle in den felsigen Untergrund ein und kommt erst wieder nach 400m wieder ans Tageslicht. Darueber plaetschert das uebrige Wasser ueber Art natuerliche Schimmingpoole aus Kalk den Berg hinunter. Ein wahres Wunder der Natur!
Oh mein Gott, ich kann nicht mehr weiterschreiben. Ich sitz jetzt schon viel zu lange hier davor und sehe langsam die Buchstaben nicht mehr. Das liegt wohl vor allem daran, dass ich in letzter Zeit aus Geldmangel nur selten esse....was mir aber auch mal wieder gut tut!
Auf jeden bin ich gerade noch in Flores, bei Tikal und gehe morgen weiter nach Belize...und dann gehts auch schon am 5.8. von Cancun aus nach Deutschland. Ich geniess zwar jetzt noch die letzten Tage, ich kann aber nich verleugnen, dass ich mich schon wieder auf meine Family freue, meine Freunde und vor allem auf geiles, deutsches Essen!!!
Machts gut meine Amigos, besos y abrazos,
euer Timo

Freitag, 16. Juli 2010

Palenque, Pacific Ozean

Hi guys,

ich schaffs mal wieder mich zu melden...es ist echt komisch..jedesmal, wenn ich Lust verspuehre auf meinen Blog etwas zu pinseln, bin ich krank oder das Wetter ist schlecht, oder sonst etwas negatives. Heute ist es, weil ich bei meiner Gastfamilie eine Huehnersuppe gegessen hab, die ziemlich heftige Kraeuter enthalten hat, bei denen mir schon etwas Kot** hoch kam. Ich bin ja wirklich kein verwoehnter Gourmet...ich esse selbst lebendige Wuermer...aber das Zeug war wirklich heftig!
Jaaaaa, auf jeden fall sitz ich hier und kann euch noch ueber meine restlichen Tage in Mexico berichten. Nach den Wasserhoehlen sind wir naemlich weiter nach Palenque, da gibt es nach Meinung vieler Guides die schoensten Mayaruinen. Wir hatten von der letzten Hippiecommunity gehoert, dass es neben den Ruinen ein kleines Dorf gibt, namens Paan chan. Diese kleine Ansammlung von Huetten war mitten im Urwald und ein fantastischer Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Mein Lieblingsplatz war ein grosser Wasserturm auf dem man hochklettern konnte und von wo aus man sich wie ein Bewohner des Waldes gefuehlt hat. Ca. 2 h von Paan chan entfernt waren majestaetische Wasserfaelle, in denen man teilweise sogar schwimmen konnte. War zwar mal wieder der einzige, der reingegangen ist, aber die Gefahr war trotzdem kalkulierbar. Sind mit 2 anderen Frauen aus England hoch auf den Berg gewamdert und ich bin dann von da aus ins Wasser und bin den Berg auf dem Wasserweg wieder runtergangen. War super geil, wie Treibholz im Fluss zu schwimmen und dann kleinere Wasserfaelle runterzuklettern und bei groesseren am Waldrand zu klettern. Man, ich mag ein Moechtegern Survivaltyp sein, aber es macht einfach sooo spass!
Am naechsten Tag waren wir dann bei den Ruinen. Sie befinden sich mitten im Urwald und sind noch ziemlich gut erhalten. Es wurden bisher nur ca. 20% der Stadt von Nestle Mitarbeiter ausgegraben, aber das reicht schon ziemlich aus, um ne Vorstellung von der Groesse und dem Reichtum des Mayavolkes zu haben. Unser Fuehrer war sehr belesen auch wenn er saemtliche Meinungen anderer Wissenschaftler fuer falsch erklaerte. Er behauptete naemlich, dass saemtliche Voelker der Antike Kontakt mit dem Volk der Mayas hatten. Es gab naemlich chinesische Drachenskulpturen, Grichische und Aegyptische Symbole, Fresken mit Menschen, die aegptische Schaerpen trugen, orientalische Boegen,.....War echt beieindruckend und man wusste einfach nicht, ob der Alte mit seinen "Verschwoerungstheorien" Recht hatte, oder nicht. Auf jeden Fall waren die Mayas vor 2000 Jahren fast so weit wie die Roemer und die Europaeer im 17. Jh. Sie hatten WCs, Aquaedukte, Stadien fuer Spiele, wobei die Sitze mit Nummern versehen sind, die man heute noch sieht,....Echt der Wahnsinn!
Nachdem wir so viel Kultur in uns aufgesaut hatten, waren wir der Meinung, dass wir jetzt mal wieder ein bisschen niveaulosen Spass brauchen und sind ueber Oaxaca runter an die Pazifickueste gefahren, genauergesagt nach Masunte. Dieser kleine Ort ist ca ne h von der weltberuehmten Surfstadt Perto Escondido entfernt, hat kleinere Wellen und man kann auch noch rel. gefahrlos schwimmen. Diese rel kleinen Wellen waren aber immer noch 2m hoch und haben einen spielend leicht rumgewirbelt. Jan und ich haben einen Surfkurs gemacht, der aus Kostengruenden allerdings nur 1h ging (14euro/person). Das hat aber fuer die Grundkenntnisse voellig ausgereicht. Ich wuerde jetzt niemals behaupten, dass wir nach 2Tagen schon Pros waren...wir habens allerdings geschafft aufzustehen und leichte 5Grad Kurven nach Links und rechts zu machen.....ok, um ehrlich zu sein haben wur gehofft, dass es leichter ist und wir nach 2d die Wellen kreuzen koennen, aber wir haben uns dann damit abgefunden, dass es schwer genug ist, aufzustehen. Aufgeheitert wurden wir allerdings von den Mitarbeitern unseres Hostels, names Colibri Hostal. Wenn irgendjmd von euch mal Lust verspuehrt in einem Hostal am Strand arbeiten zu wollen, dann ist das eine prima Adresse. Der Beitzer ist naemlich ein pensionierter Amerikaner, der absolut kein Plan davon hat, wie man ein Hostal fuehrt, der aber gerne junge Leute einstellt und ihnen alle Freiheiten der Welt laesst. ZZ sind dort 3 Englaender, die auch keine Ahnung haben, wie so etwas laeuft, es aber trotzdem versuchen. Es hat mich ein wenig an meine Erfahrung in Uganda erinnert, weil ich dort auch in der Situation war, dass ich keine Ahnung hatte, was auf einer Farm abgeht, es aber trotzdem allmehlich gelernt hab. Am letzten So sind wir dann weiter nach Guatemala, doch davon erzaehl ich euch ein andermal.. ;)
Ich hoffe euch gehts allen gut und dass ihr nicht alle Engergie schon verpulfert habt, bis ich zurueckkomme:D.

hasta luego, Timo