Abschlussbericht
Hallo Zusammen,
Am 15.7. bin ich nach einem Jahr Uganda wieder heimgekehrt nach Deutschland und dachte mir, dass es jetzt an der Zeit wäre noch einen Bericht über die letzten zwei Monate in Uganda zu schreiben und über das Ankommen in Deutschland. Den letzten großen Bericht, den ich geschrieben habe, ging bis zum Ende des Monats Mai. Bis dahin hatte ich schon viel erlebt, wie das Küssen von Giraffen, war schon viel gereist, wie die Reise nach Sansibar, über Kenia und Tansania und hatte schon viel gegessen, wie die 120 kg Reiseproviant meiner Familie, die zu Besuch war. Im Rückblick war allerdings die Zeit am Ende am schönsten und intensivsten. Am Projekt gab es viel zu tun. So war der Stall für die Schweine endlich fertig und es mussten Tiere mit guten Genen gesucht werden. Ein schweres Unterfangen war es auch, als ich versuchte Perlhühner zu ergattern. Mit einem Hotel in der Nähe hat meine Projektleitung nämlich ausgehandelt, dass sie diese Tiere von uns für einen guten Preis abkaufen würden und deswegen lag mir viel an diesem Unterfangen. Leider ist es niemandem gelungen Eier zu finden, bzw. lebenden Tiere zu fangen, und dies trotz finanziellem Anreiz. Der letzte Workshop wurde über das Filtern von dreckigem Wasser mit einfachen Materialien gehalten, was bei den Farmern ganz gut ankam. Außerdem habe ich mit dem Chef unserer Partnerorganisation des Honigprojektes verhandelt, sodass jetzt für Projektmitglieder die Möglichkeit besteht mit ein wenig Geld eine eigene Imkerei zu gründen. Richtig froh war ich auch, als endlich das Chemielabor des Projektes in Kasese mit Strom versorgt wurde. Dadurch können wir jetzt gewinnbringend Proben von Tieren, wie den Wildtieren des Nationalparks, analysieren und sie müssen nicht bis in die Hauptstadt versendet werden.
Nach dem Erledigen all dieser Arbeiten, hat mir mein Chef erlaubt noch drei Wochen im nahe gelegenen Krankenhaus zu arbeiten, womit für mich ein Traum in Erfüllung ging. Denn diese drei Wochen eröffneten mir eine riesige Bandbreite an Erfahrungen, die meinen Wunsch, Medizin zu studieren, bestärkten. Da ich in jenem Krankenhaus während des Jahr viele Freunde gewonnen hatte und ich dazu noch Weißer bin, durfte ich nämlich Dinge sehen und machen, die in Deutschland undenkbar wären. So arbeitete ich anfangs in der Aufnahmestation, wo ich Basisuntersuchungen wie Bauch abtasten und Blutdruck messen erlernte. Im Laboratorium habe ich das Abnehmen von Blut einigermaßen gelernt, da es bei schwarzhäutigen „Big Mamas“ echt nicht leicht ist. Außerdem wurde mir dort klar, warum man bei meinen Stuhluntersuchungen nie etwas festgestellt hat. Wenn nämlich eine Probe rein kommt, dann werden die Kleintiere und was sonst noch so rumschwimmt mit den Zeichnungen im Lehrbuch verglichen und wenn es keine Übereinstimmungen gibt, dann wird diagnostiziert: „Patient gesund, da keine anormalen Organismen gefunden wurden.“ Echt toll! In der Kinderstation hat es mir dagegen ganz besonders gefallen, da es dort zwar ziemlich chaotisch, aber fröhlich zu ging. Manchmal verbirgt sich leider aber auch hinter dem ständigen, heiteren Lachen eine Kindes eine Krankheit wie Meningitis, die das Kind sozusagen verrückt macht. Auch die Station der Unter-, bzw. Fehlernährten war hart anzusehen, da die Kinder dort wie durchlebte, gefolterte Greise aussehen. Am meisten habe ich mich aber in der Chirurgie aufgehalten, da man dort einfach am meisten sieht und außerdem meine Freundin dort arbeitete. Diese hatte ich Mitte Mai in Kasese Town kennengelernt und war natürlich überglücklich als ich hörte, sie arbeite im Kagando Hospital. Zwei Wochen später waren wir zusammen und unsere Beziehung hält noch bis heute an. Sie war für 3 Monate in Ostafrika und arbeitete gute zwei Monate davon in „meinem“ Krankenhaus. Ansonsten kommt sie aus England, ist 28 Jahre alt und spezialisiert sich gerade auf Magen-Darm-Chirurgie. So hat es sich ergeben, dass ich bei manchen OPs ihr assistieren durfte, was echt gigantisch war. An einem Tag durfte ich sogar eine Bauchwand selbst zunähen, da Morwena, so heißt sie, nicht genügend Kraft hatte, mit einer viel zu dicken Nadel durch die Haut zu kommen. So rieten die umstehenden Kollegen, dass doch „Dr. Timo“, so wurde ich da genannt, es als stärkerer Mann versuchen sollte. War echt eine krasse Geschichte. Ansonsten sah ich noch weitere OPs wie eine Beinamputation, einen Überlebenden eines Nilpferdbisses, eine Todgeburt und viele Kaiserschnitte, Darmperforationen und Scheidenfisteln, wobei manche zwar hässlich waren, aber allesamt faszinierend. Während dieser Zeit musste ich mich sehr in Selbstkontrolle üben, da bei so einem streng protestantisch geführtem Krankenhaus, die Liebe zu Morwena geheim zu halten war. So war es wichtig, dass wir auch einen Ausflug gemacht haben, fern ab von kulturellen Gesetzen, in die nahe gelegenen Rwenzori Gebirge. Ich bin froh und stolz, dass ich Uganda nicht verlassen habe, ohne diese majestätische Gebirgskette nicht teilweise bestiegen zu haben. Es war ein Marsch in eine andere Welt und jeder weitere Schritt wirkte noch surrealer und bezaubernder als der vorige. Als ich zurück kam, machte ich, zusammen mit Johanna, der 2. Freiwilligen am Projekt, die knappe 3 Monate blieb, eine letzte Abschiedswoche bei den 8 Gruppen. Dies fiel mir richtig schwer, da ich mit jedem der knapp 150 Gesichtern bestimmte Gefühle oder Geschichten verband und sie mir vertraut geworden sind. Ganz anders wie am Anfang, als ich gerade mal Frau von Mann unterscheiden konnte und manchmal nicht einmal das. Als Abschiedsgeschenk gab ich jeder der 8 Gruppen ein Ferkel, das Johanna und ich gekauft hatten. Im Gegenzug bekam ich reichlich Stoffe und selbstgeschneiderten Hemden geschenkt, was mich schon ein wenig ärgerte, da manche Hemden, für ugandische Verhältnisse, verdammt teuer waren. Ich sah aber ein, dass dies sein musste, um ihrer eigenen Würde wegen. Denn einem Weißen so ein teures Geschenk machen zu können, erfüllt sie mit Stolz und Freude und das ist wichtiger als ein reichhaltiges Essen. Zu Schluss bin ich noch mit meiner Freundin auf eine paradiesische Insel gefahren, die in einem See nahe der ruandischen Grenze liegt. Diese Insel gehört zusammen mit Sansibar zu den Orten, an denen ich mich dem Himmel am nächsten fühlte. Falls ich mal heiraten sollte, ist es mir nun ein leichtes, einen geeigneten Ort für die Flitterwochen benennen zu können: Lake Bunyonyi, Island Amagara.
Der eigentliche Abschluss meines Jahres war dann am Freitag, den 10.7., als ich meine Abschiedsparty schmiss. Dazu wurden große Planen gespannt, als Sonnenschutz für die Besucher und Unmengen an Speis und Trank eingekauft. Sogar eine große Ziege wurde zu meinen Ehren geopfert. Dann wurden ganz nach ugandischer Art Reden geschwungen. Allerdings teilweise von hohen Politikern, die mich noch nie gesehen hatten, aber trotzdem meine große Bedeutung für die Region Kasese betonten. Gottseidank wurde das Ganze dann bald durch wilde Tänze aufgelockert, die bis spät in die Nacht gingen. Am Morgen danach musste ich mich dann von allen Freunden am Projekt verabschieden. Vor allem bei Morwena war es schwer, da ich sie nicht einfach küssen konnte, sondern nur streng ugandisch umarmen durfte. Sylvester, mein Direktor, fuhr Johanna und mich dann nach Kampala, in die Hauptstadt, wo ich mich von meinen Großstadtfreunden und von Johanna verabschiedete, die weiter nach Sansibar reiste. Der Abschied von Sylvester, meinem sog. ugandischen Vater, war auch sehr hart, weil er für mich bis heute eine großartige Persönlichkeit darstellt.
Ich hatte 8 Stunden Zwischenaufenthalt in Brüssel, welche ich nutzte, um die Stadt näher kennen zu lernen. Die Stadt kam mir zwar unglaublich schön vor, was sie auch wirklich ist, aber ich habe mich trotzdem irgendwie betrogen gefühlt. Anstatt beim ersten Pizzabiss in eine orgastische Ekstase auszubrechen, dachte ich nur, dass es doch etwas ganz Gewöhnliches ist, in der 1. Welt so etwas zu machen. Was ich auch noch sehr befremdend fand war, wie hochnäsig die ganzen Anzugträger herum liefen und ich fragte mich, was sie zu dieser Arroganz bemächtigte. Sie arbeiten zwar hart und mehr als die meisten Ugander, doch wenn man genauer hinschaut, dann hatten sie nur das Glück, im richtigen Land, im richtigen sozialen Umfeld mit einem gewissen Potential an Intelligenz, geboren zu sein und haben kaum etwas zu ihrem Status quo beigetragen. Und trotzdem bilden sie sich etwas auf ihre Errungenschaften ein und stellen sich höher als Bauern und Penner. Diese Art von Menschen trifft man in Uganda fast nicht an, weil fast allen klar ist, dass vor Gott alle gleich sind. Manchmal hat man mehr Glück, manchmal weniger. Die vom Glück weniger beseelten gehören aber trotzdem wie alle anderen auch zur Gemeinschaft und werden nicht ausgeschlossen. Diese und weitere Unterschiede wie der Verschwendungswahn machten mir am Anfang sehr zu schaffen und störten das Bild einer glücklichen Heimkehr in mir. Als ich dann endlich am Münchner Flughafen ankam und meine Familie sah, kamen dann aber doch Glücksgefühle in mir auf. Besonders war es schön meine Mutter nach einem Jahr Abstinenz wieder zu umarmen. Die Freude hielt aber nicht allzu lange an, als mir bewusst wurde wie wenig sich verändert hatte. Eigentlich, so kam es mir vor, gar nichts! Ich weiß nicht, ob das für Außenstehende nachvollziehbar ist, aber es ist echt deprimierend, wenn man nach einem solchen gigantischen und prägenden Jahr wieder zurück kommt und alles wie beim Alten ist: dein Zimmer, die Gespräche, die Umgangsformen. In Uganda war ich ziemlich auf mich allein gestellt und musste eigenverantwortlich handeln. Hier lebe ich allerdings in einer Welt, in der mir alles abgenommen wird und ich gar nicht die Möglichkeit habe, Situationen zu meistern oder an ihnen zu scheitern. Alles in allem kann man also sagen, dass ich einen ziemlich heftigen Kulturschock hatte, da mir die westliche Welt als so viel überschminkter und verfälschter vorkam als die ugandische. Mir wurde allerdings auch schnell klar, dass ich meine empfundene Arroganz gegenüber der westlichen Gesellschaft schnell ablegen musste, da ich sonst in ihr nicht leben könnte und vielleicht einige Freunde verlieren würde. So kam es, dass ich in der 1. Nacht daheim versuchte alles zu vergessen, was ich in Uganda erlebt und gedacht hatte, da ich begriff, dass es hier eine ganz andere Welt ist und nur wenige Dinge übertragbar sind. Dies stimmte mich am Anfang sehr traurig, da mir das ganze Jahr völlig umsonst schien. Es dauerte eine Weile bis ich begriff, dass alle Menschen auf dieser Welt im Grundwesen gleich sind. Es ist nur das Umfeld, die Lebensbedingungen, die sie anders machen. Deswegen kann man die Ugander nicht für ihre weniger zukunftsorientierte Lebenseinstellung verurteilen und genauso wenig die 1. Weltler für ihren Verschwendungswahn und Egoismus.
Die Tage darauf waren gekennzeichnet von einer inneren Leere und dem Wunsch wieder heim nach Uganda zu kehren. Ich vermisste und vermisse teilweise immer noch die strahlenden Menschen, die Lockerheit, die fantastische Natur, die vielen Babies überall, das Duschen nach einem heißen Tag, das Schätzen können von Alltäglichem, die Reisen nach Kampala, die Stadt mit Supermärkten, Kinos und Diskos, den Geruch von Kernseife und das schöne Gefühl von schaumüberzogenen Haaren beim Einschäumen, die Möglichkeit in 5 h mit wenig Geld an einem vollkommen anderen Ort zu sein, das Reisen auf der Ladefläche eine Pick-ups während man mit Fahrtwind im Gesicht den pink-grauen Sonnenuntergang bestaunen kann, die Unabhängigkeit auf „meiner eigenen“ Farm…Man muss dazu sagen, dass ich während dem 3. und 7. Monat wirklich das Gefühl hatte, dass deutsches Essen oder eine deutsche Duschen alles Glück der Welt bedeutet und ich habe mich wörtlich gekrümmt vor Sehnsucht. Aber gegen Ende hin wurde mir bewusst, wie viel mehr Reichtum ich hier in Uganda hatte. Besonders, da ich erst ab den letzten 3 Monaten das Gefühl hatte, wirklich angekommen zu sein und die Menschen und das alltägliche Leben verstand und wie man eine kleine Farm managt. „Jetzt fängt das Jahr an und jetzt könnte ich auch wirklich sinnvolle Dinge tun.“, so dachte ich damals. Als ich wieder zurück in Deutschland war, fühlte ich mich deswegen wie rausgerissen aus meiner Heimat und konnte mich nur schwer zurecht finden. Alles Handeln war so erzwungen. „Timo, du musst jetzt wieder Fuß fassen. Geh arbeiten und verdien dir nach einem Jahr Leben im Paradies mal wieder Geld!“: solche Gedanken hatte ich anfangs, bzw. noch immer. Sie kommen aber nicht vom Herzen, sondern von meinem Verstand, der mir vorgibt, wie ich mich als Deutscher nun wieder zu verhalten habe. Ich fing also wieder an auf dem Bau als Ferienarbeiter zu jobben, wo ich mich vor allem in Toleranz üben musste. Sprüche wie „ Hast du in Afrika das Schaffen verlernt?!“ oder „ Und, wie war’s bei den Negern?“ können einen schon auf die Palme bringen. Mein Wunsch, ein Medizinstudium zu beginnen, wurde leider bis auf weiteres zunichte gemacht, da mein 2,1 Abi nicht den Voraussetzungen dafür entspricht. So habe ich jetzt beim DRK ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) begonnen, das eine Ausbildung zum Rettungssanitäter beinhaltet. Dadurch und wenn ich noch einen Rettungsassistenten ran hänge, habe ich recht gute Chancen auf einen Studienplatz. Die Arbeit gefällt mir relativ gut, auch wenn ich als Neuling noch ziemlich der „Depp vom Dienst“ bin und auch so noch nicht mit Leib und Seele dabei bin.
Allgemein kann ich sagen, dass ich mich noch sehr zerrissen fühle. Mein Kopf ist in Uganda, meine Wunschvorstellungen und schönen Erinnerungen. Mein Herz ist in England und läuft dort, weil meine Freundin und ich uns seit Uganda „erst“ 2mal gesehen haben und das nicht reicht, ohne die Verbindung zum Körper langsam aus. Und mein Körper selbst ist in Deutschland, wo er sich ohne Kopf und Herz leer und teilnahmslos anfühlt und außerdem in sich gespalten ist, da sich nun mein 2. Wohnsitz bei meiner Arbeitsstelle am Bodensee befindet. Dort ist noch alles neu für mich und selbst wenn ich daheim bin, bin ich trotzdem allein, weil meine Freunde in Deutschland verstreut sind. Oh mein Gott, das alles klingt gerade ziemlich nach einem kleinen, weinerlichen Jungen. Meine Situation z.Z. ist zwar nicht zum Jauchzen, aber so pathetisch beschissen, wie ich es gerade aufgezogen habe, ist sie auch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade ziemlichen Liebeskummer habe und zu allem Überdruss noch krank bin. Nun gut, weiter im Text. Zusammenfassend kann man sagen, dass ich mich innerlich zerrissen und heimatlos fühle. Selbst mein Kopf kann sich nicht entscheiden, ob er in Englisch oder Deutsch denken soll, was echt verwirrend und nervig sein kann. Auf dem Nachbereitungsseminar auf dem ich erst war, hat man mir allerdings gesagt, dass diese Zerrissenheit ganz normal sei und bei manchen schon nach einem halben Jahr aufhört, bei manchen es aber auch 2 Jahre und mehr gehen kann. Ich muss mir selbst genau das eingestehen und nicht versuchen das „Ankommen der Seele“ zu erzwingen. Die Seele braucht mehr Zeit und die nimmt sie sich auch, denn sie kann nicht mit Flugzeugen reisen.
Dies soll jetzt aber nicht bedeuten, dass ich bereue das Jahr gemacht zu haben. Es war das beste Jahr meines bisherigen Lebens und ich würde es sofort wieder machen. Man sollte sich nur vorher auch darüber im Klaren sein, dass so ein Jahr einen ziemlich verändert und manche es nicht mehr schaffen sich in der alten Welt wieder zurechtzufinden. Ich habe auch langsam erkannt, dass das Jahr mich doch verändert hat, was meine Einstellung und Weltansicht anbelangt. So bin ich im Bezug auf Migranten viel toleranter geworden und bin froh, dass in diesem Land nicht alle urdeutsch sind. Ich bin auch geduldiger geworden und wenn ich mal im Stau stehe, dann drehe ich nicht durch, sondern das Radio an. Am wichtigsten finde ich aber, dass mir klar geworden ist wie dankbar ich sein kann, dass ich auf solch einem wunderschönen Planeten so ein schönes, glückliches Leben genießen kann. Mit dieser Erkenntnis und der Einsicht, dass alles empfundene Leid im Vergleich zum Leid anderer relativ gering ist, muss man theoretisch strahlend durch die Welt ziehen. In der Realität ist es aber ein ständiger Kampf sich daran zu erinnern, warum man allen Grund hat nicht griesgrämig dreinzublicken. Z.Z. sieht mein Wunschweg zumindest wie folgt aus: Rettungssanitäterausbildung, Medizinstudium, Facharzt, Arbeiten für mind. 3 Jahre in einer 3. Welt Klinik mit einer tollen Frau an meiner Seite, am besten in Uganda. Für manchen mag das klingen wie das Träumen eines kleinen idealistischen Jungen, doch dies ist es, was ich mir sehnlichst wünsche! Leider weiß ich auch, dass ich so schnell nicht mehr nach Uganda reisen werde. Ich bleibe aber weiterhin in Kontakt und schreibe besonders mit meinem Direktor Sylvester regelmäßig über Email. So bleibe ich immer noch auf dem neusten Stand und kann mich, wenn ich Zeit habe, auch aktiv in Deutschland für das Projekt „Schenke eine Ziege“ einsetzten und um Spenden werben für eine bessere Zukunft meiner neuen Freunde in Uganda.
Donnerstag, 19. November 2009
Sonntag, 31. Mai 2009
Zwischenbericht fuer die Projektleiter
Reflektionsbogen waehrend des Einsatzes
1. Alltag:
• Wohnsituation: Ich lebe auf unserem Projektgelaende in einem sauberen, massiven Haus, das nicht aus Lehm sondern aus Ziegelsteinen besteht. Mein 9 m² Zimmer ist zwar ein wenig eng, wenn man bedenkt, dass ich darin koche, esse, schlafe und all meine Sachen und Lebensmittel darin gebunkert sind. Abgesehen von meinen suessen Mitbewohnern, die aus 2 Ratten, 5 Eidechsen und sicherlich 30 Spinnen bestehen, gefaellt es mir aber sehr gut! Abends wenn die Sonne untergeht, mache ich Kerze und Kerosinlampe an und schnippel wild drauf los, sodass eine halbe Stunde spaeter ein grosser Topf voll mit Gemuese und Spaghettis vor mir steht. Meine menschlichen Mitbewohner auf dem Gelaende sind alles Ugander: ein Farm Manager, ein Field Assistant und ein Ziegenhirte.
So einmal in der Woche gehe ich in die naechst groessere Stadt nach Kasese, wo ich bei unserem Tierazt ganz luxerioes mit Strom, Kuehlschrank und Fernsehen schlafen und am Computer arbeiten und shoppen gehen kann.
• Sprache: In meinem Bezirk spricht man Luconjo. Das depremierende an dieser Sprache ist, dass man sie nur 40 km im Umkreis spricht, was heist, dass, wenn ich in eine andere groesse Stadt als Kasese gehe, mich keener mehr versteht. Dieser Faktor und die Tatsache, dass Luconjo selbst fuer Ugander sehr schwer ist und ich keinen Weissen kenne, der die Sprache besser als oberflaechlich beherrscht, haben mich dazu gebracht, die Sprach nicht zu erlernen. Natuerlich kann ich Begruessungsformeln und auch ein wenig darueber hinaus, aber es ist nicht mehr als Franzoesisch im 1. Jahr. Ich habe auf meinen Reisen auch ein wenig Swahili und Luganda gelernt, was beides deutlich einfacher ist, als Luconjo. Dafuer habe ich mein Englisch zur Perfektion gebracht, was daran liegt, dass ich hier eigtl fast nur englisch sprehe – mit Weissen sowie mit Ugandern.
• Gesundheit: An Anfang hatte ich ziemliche Probleme mich an das Wasser und das Essen zu gewoehnen, da ich und die erste Freiwillige, die 5 Monate mit mir am Projekt gearbeitet hat, viel bei Farmern eigeladen waren und das servierte Essen nicht immer den Gesundheitsverordnungen aus Bruessel entsprechen. Was heisst, dass man beim Beissen oft auf Sand und Erde stoesst, was dem Magen nicht sehr gefaellt. Mit dem Wasser hatte ich das Problem, dass ich keinen Bock hatte es ein Jahr lang abzukochen und das Projekt auch kein Geld hatte fuer einen Wasserfilter. So habe ich mich auf dubiose Studien verlassen und das Wasser in Flaschen abgefuellt und sie 2 Tage lang rausgestellt. Das war fuer die ersten 3 Monate nicht gut fuer meine Gesundheit, aber seit nun 4 Moanten katte ich keine groeberen Beschwerden mehr. Ich scheine resistent geworden zu sein.
Durch meine Reisen habe ich auch wieder so an Gewicht zugenommen, naemlich von 62 kg im ersten Monat zu 68 kg heute. Da sieht man mal, was schwimen, Steaks und ganz viel Bratoel alles bewirken koennen.
• Geld: In meinen bisherigen 9 Monaten habe ich schon 3000 Euro ausgegeben. Das meiste davon ging fuer Reisen drauf. Wenn ich nur am Projekt leben wuerde, dann wuerden sich die Kosten hoechstens auf 800 Euro belaufen, aber da ich immer wieder raus muss, da ich sonst am Projekt eingehen wuerde, brauche ich deutlich mehr. Diese Kosten stehen absolut nicht im Verhaeltnis zu meinem sozialem Umfeld, denn ein normaler Arbeiter verdient im Monat so um die 20 Euro. Wenn ich allerdings meine Ausgaben mit denen von Freiwilligen in Grossstaedten vergleich, dann liegen meine Ausgaben immer noch darunter, da bsp.weise in Kampala, der Hauptstadt, die Versuchung groesser ist ins Kino zu gehen oder abends auszugehen.
2. Arbeit – Projektpartner
• Arbeitsalltag: Ein normaler Arbeitstag sieht bei mir wie folgt aus. Ich stehe ca. um 8.30 Uhr auf, mache mir, wenn ich genuegend Zeit habe ein Spiegelei und esse dazu einen ungetosteten, gesuessten Toast. Danach rmache ich mich bereit fuer die Gruppen, die ich unterrichte. Mein Projekt hat bisher 8 Gruppen aufgenommen, welche ich fast taeglich besuche. Die Gruppen werden in verschiedenen Dingen unterrichtet wie Landwirtschaft, Finanzmanagement, Aidsprevention, Familienplanung, Englisch, Schreiben, usw. Die Unterrichtsinhalte zu denen ich etwas beitragen kann gestalte ich mit und ich bin auch verantwortlich fuer die Qualitaet und den Verkauf der Handfertigkeiten, welche die Farmer produzieren und bin Schatzmeister ueber die lokalen Beitraege der Mitgleider. An einem Tag mache ich bis zu 2 Gruppen und danach gehe ich noch Lebensmittel einkaufen. Die Gruppen erreiche ich meistens mit meinem Fahrrad. Ich habe allerdings vom Projekt auch ein Motorrad bekommen, das zwar staendig repariert werden muss, dafuer aber wehement meinen Schweisdruesen entlastet! Daheim nehme ich dann erstmal eine Dusche, obwohl ich weiss, dass ich eine Stunde wieder gleich aussehe. Aber wenn mal wieder kein Wasser im Tank ist, dann vermiss ich die taegliche Dusche schon sehr arg. Am Dienstag ist Farmtag. Da ist Zeit fuer alle moegliche anfallenden Arbeiten fuer die man sonst nicht genuegend Zeit hat. So wasche ich dienststags meistens meine Kleider, baue mir irgendwas (letzthins ein Regal) oder schreibe Tagebuch.
Abgesehen von diesen Arbeiten bin ich noch verantwortlich fuer unser Honigprojekt, kreiere Formulare am PC und bin in den woechendlichen Angestelltentreffen derjenige, der immer wieder nachhackt und versucht auf ugandischer Weise ein wenig das faule Schwein in jedem auszutreiben.
• Zusammenarbeit am Projekt: Die Zusammenarbeit mit den anderen Angestellten am Projekt ist ralativ gut. Da ich mit ihnen am Projekt zusammenlebe, kann ich aber auch schlecht ein autoritaeres “Bossverhaeltnis” zu ihnen aufbauen, was mich am Anfang eher gestoert hat. Besonders da mein deutscher Projektleiter das von mir erwartete. Als ich jedoch langsam mit den ugandischen Begebenheiten vertraut war, sah ich, dass in diesem Land nichts durch Zwang erreicht warden kann. So war bsp.weise vor mir schon einmal eine Freiwillige fuer 5 Wochen da und die hat ganz nach deutschem Grundsatz die Menschen per Stunde bezahlt und achtete sehr auf einen exakten Zeitplan. Dies ist hier aber schlicht weg undenkbar. Die Menschen hier lassen sich fuer alles mehr Zeit und wollen selbst entscheiden koennen wie lang sie fuer etwas brauchen. Wenn man ihnen dann noch etwas befiehlt, dann blocken die Menschen hier, die trotz aller Armut sehr wuerdevoll sind, voellig ab. Hier sagt man, dass man mit Angstellten in der selben Sprache sprechen muss. Was heisst, dass man nicht sagt: “Fege den Ziegenstall haeufiger!”, sodern: “Schau mal. Wenn der Ziegenstall zu dreckig ist, dann sammeln sich da leichter Floehe und Zecken an, welche unsere Ziegen befallen. Dann muessen wir die behandeln, oefters bespruehen und, und, und. Was denkst du wie wir dem entgehen koennen?!” Der Grundsatz, dass man Befehle gibt, klappt zwar in so fern, dass die meisten auch erfuellt werden, aber dafuer sind die Angestellten dann deutlich unzufriedener, misswirtschaften und kuendigen schneller. So hat bsp.weise mein Farmmanager gesagt, dass wir ihm das doppelte geben koennten. Wenn er dann aber zu etwas gezwungen wuerde, dann wuerde er sofort kuendigen.
So war ich wirklich positv ueberrascht, dass man auch ohne Befehle etwas voran bringen kann. Es geht zwar ein bisschen langsamer, aber dafuer waren die Arbeiter dann auch mit Herz bei der Sache und fuehlen sich nicht ausgebeutet oder in ihrer Ehre angekratzt. Ich habe auch von meinen Angestellten ein wirklich gutes Feedback bekommen, dass ich verstanden habe wie man in Uganda Boss spielt. Dies ist mir besonders wichtig, da ich ziemlich abhaengig bin von meinen Angestellten. Wenn ich ihnen nicht teilweise vertrauen koennte, dann muesste ich immer meine Tuer abschliessen, muesste auf mein Trinkwasser aufpassen, das vergiftet werden koennte, was hier leider oft passiert und, und, und.
• Gestaltungsmoeglichkeiten: Ich habe theoretisch ziemlich viel Gestaltungsfreiraum. Diesen kann ich aber nur begrenzt nutzen, da ich mit den Aufgaben, die mir zugeteilt werden, ziemlich gut ausgefuellt bin. Ich nutze ihn aber in so fern, dass ich kleine Sachen mir baue wie z.B. einen Ofen, ein Regal und bald ein kleines Vorzelt.
• Neigungen: Dieses Projekt entspricht nicht wirklich meinen Neigungen, da ich eher medizinisch interessiert bin. Diese Vorliebe kann ich allerdings nur bei gelegentlichen Kastrationen ausleben. Ansonsten macht es mir Spass die Farmer zu unterrichten, da einem bei den Workshops doch sehr viel Waerme entgegengebracht wird. Es waere aber uerbtrieben zu sagen, dass ich mich im Projekt selbst verwirklicht habe. Das ist ein zu hoher Anspruch. Unterrichten, managen, kochen, waschen und allgemein das einfache, aber glueckspendende Leben gefaellt mir sehr gut, aber meine Bestimmung habe ich hier nicht gefunden.
3. Beziehungen:
• Kontakte zu Einheimischen: Ich habe zwar durch meine Lebens- und Arbeitssituation schon einen engen Kontakt zur einheimischen Bevoelkerung, doch ein Treffen auf gleicher Ebene ist es deswegen noch lange nicht. Zum einen ist da das Fehlen einer gemeisamen Sprache, was bei den meisten Menschen hier doch sehr in’s Gewicht faellt, da die Bildungsrate sehr gering ist. Ein andere Huerde ist mein Geldbeutel. Es gibt zwar ein paar wenige Menschen, die mich einfach nur so als Menschen sehen, aber fuer die meisten bin ich eben eine Dollarnote. Deswegen sind ein paar meiner “Halbfreunde” reiche Afrikaner, die schon Auslandserfahrung haben und fuer die ich nicht vom Mond komme.
• Kontakte zu anderen weisshaeutigen Menschen in Afrika: Was dies betrifft habe ich fast nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Weisse, die man hier trifft sind beinahe ausnahmslos richtig nette Zeitgenossen. Wahrscheinlich sehe ich, dass aber auch durch eine rosa Brille, weil fernab der Heimat doch fruehere grosse Kulturunterschiede zur Unkenntlichkeit schrumpfen. So habe ich hier in Kasese, aber auch auf meinen Reisen durch Ruande, Kenia, Tansania und Sansibar so viele Freunde gefunden mit denen ich richtige Momente des Gluecks hatte. Es ist einfach so, dass man mit Weissen ueber viel mehr Dinge reden kann. Wenn ich mit Afrikanern rede, dann ist das meistens ueber Geld, das europaeische Leben, das Sexleben von Ostafrikanern oder ueber Preiserhoehungen der Lebensmittel. Eben fast ausnahmslos Dinge ueber die ich in Deutschland nie reden wuerde. Das mag jetzt fuer den einen oder anderen rassistisch klingen, aber wir denken einfach anders als die Leute hier. Der Kontakt zu anderen Weisshaeutigen haellt sich jedoch ziemlich in Grenzen, weil es bei mir einfach nicht so viele gibt und ich das auch nicht moegen wuerde, da man da schnell in eine Subkultur eintaucht, in der man der eigtl Welt entflieht. Dies ist z.B. in Kampala oder Kigali schnell der Fall.
Was ich auf meinen Reisen auch sehr verwunderlich fand war, dass ich als Deutscher ueberall gelobt wurde. Meine Freunde in Mombasa sagten, dass Deutsche immer auch mit Einheimischen reden, wohingegen Englaender mehr als Krokodilurlauber gelten-am Pool liegen und Mund zum Fressen aufreissen. Von weissen Travellors habe ich auch gehoert, dass Deutsche so offen, unkompliziert, verrueckt und trinkfest seien. Das gibt mir echt Mut, dass ich zurueck in Deutschland nicht nur auf Mallorca Leute treffe.
• Kontakte zu Familie, Freunden in Deutschland: Ich habe regelmaessigen Kontakt zu meinen Freunden in Deutschland auch wenn dieser nicht besonders intensiv ist. Es sind einfach Welten zwischen dieser Welt und der ihrigen. So schreibe ich zwar Briefe und Emails, in denen ich versuche sie an meinem Leben teilzuhaben, aber um es zu verstehen, muessten sie mich besuchen kommen. Dies haben auch meine Vater und meine zwei Brueder getan. Es war sehr wichtig fuer mich ihnen ein Stueck meines neuen Lebens zu zeigen, sodass sie mich besser verstehen koennen. Schlimm waere es nur, wenn sie mich nur vor einem Jahr kennen und dann nach einem Jahr. Da wuerden sie vll den Draht zu mir verlieren.
Mich einfach zu besuchen geht aber leider fuer meine Freunde nicht und so bleibt da nur der Kontakt ueber Telefon und Internet. Wenn ich hin und wieder mit meinen Freunden telephoniere, dann wird mir erschreckend klar wie sehr sich unsere Leben unterscheiden. In den Emails kommen nur sehr gesiebte Worte an, aber am Telephon ist man sich doch dann ploetzlich sehr nahe und realisiert erst, dass man sich ferner ist, als vorher in Deutschland. Aber ich hoffe sehr, dass sich das legt, wenn ich erstmal wieder in Deutschland bin. Und mit meinem ugandischen Optimismus bin ich mir sogar ziemlich sicher!
4. Begleitung vor Ort:
• Verhaeltnis zur Kontakperson vor Ort: Meine Kontaktperson vor Ort ist mein ugandischer Direktor Kule Sylvester. Er ist gleichzeitig Direktor an einer der besten Agrarschulen in Uganda und ist einfach mit einer der besten Menschen, die ich kenne. Es gibt zwar auch in Deutschland selbstlose Menschen, deren Glueck im Glueck anderer liegt, aber das in Uganda zu sehen, in dem sich die Menschen solche “emotionalen Ausrutscher” nicht erlauben duerfen, ist echt ein Wunder! Sylvester ist so einer. Er kann zwar nur 1-2mal im Monat zum Projekt kommen, da er sehr beschaeftigt ist, aber er leistet mir oft per Telephon emotionalen Beistand. So lobt er mich oft und dankt mir sehr herzlich fuer all die Arbeit, die ich hier geleistet habe und gibt mir einen Ansporn weiter zu machen. Die Meetings mit ihm gehoeren auch zu den besten. Man kann mit ihm einfach ueber Probleme reden, ohne, dass man dazu spezielle Zeremonien befolgen muss. Ausserdem wiederholt er sich nicht so oft und kann Dinge auf den Punkt bringen, was hier eine ziemliche Seltenheit ist. Ich mag ihn!
• Verhaeltnis zu Projektleiter in Deutschland: Zu meinen Projektleitern in Deutschland habe ich ein relativ freundschaftliches Verhaeltnis. Wir haben zwar immer wieder unterschiedliche Ansichten, was daran liegt, dass die ugandische Sicht der Dinge nicht immer mit der deutschen konvergent ist, aber wir koennen uns meistens einigen. Was ich sehr schaezte ist, dass sie mir sehr viel Mitbestimmungsrecht einraeumen und mir Freiheiten lassen. Verbesserungsfaehig ist allerdings der Informationsfluss von Seiten Deutschlands. Hier in Uganda ist es mir naemlich gelungen, dass ich einen grossen Einblick in die Finanz- und Managerwelt des Projektes habe. Leider kann ich dasselbe nicht ueber die deutsche Seite des Projektes sagen. Wenn ich fuer das Projekt voll arbeiten soll, dann wuerde ich auch gerne ueber die aktuelle finanzielle Situation des Projektes Bescheid wissen.
• Verhaelltnis zu Frweilligen des Kurses: Diese Beziehung ist leider ein wenig durch meine geringe Internetzeit auf Eis gelegt. So komme ich auch kaum dazu die Berichte der anderen zu lesen. Dies aendert aber nichts daran, dass ich auf den deutschen Seminaren solch wundervolle Menschen getroffen habe. So freue ich mich auch schon wahnsinnig auf das Rueckkehrseminar im November!
5. Kultur und Rolle des Freiwilligen:
5.1. Fragen an den Frweilligen:
• Begegnung mit der anderen Kultur und ihren Menschen: Wie ich schon mal frueher erwaehnt habe, kann ich durch meine Lebenssituation den Alltag der Einheimischen einigermassen nachfollziehen. So kommen Kommunikationsprobleme aufgrund von anderen Denksystemen relative selten vor. Aber ich muss sagen, dass ich nur bei ganz wenigen Leuten nahe haran komme. Bei den meisten verbleibe ich an der Oberflaeche. So faellt es mir leicht small zu talken, sie zum Lachen zu bringen oder Kontkate zu knuepfen. Viel schwerer hingegen ist es das Bild, das man als Weisser verkoerpert, zu brechen. So gebe ich mir grosse Muehe nicht dem Cliché eines weissen Mannes zu entsprechen, der Angestellte braucht, um zu ueberleben und sich nur in fetten Autos fortbewegen kann. Ein anderes anfaengliches Problem war auch, dass ich ein Mann bin und so sogleich eine Person, die man respektiert aber nicht unbedingt liebt. In dem ich mich aber in den Workshops immer wieder selbst verarscht habe, war diese Blockade auch bald ueberwunden. Und dann sind da auch noch Mentalitaetsunterschiede wie das Fehlen einer Privatsphaere und die Kulur des Teilens, welche einen Annaeherung schwer machen. Diese Unterschiede moechte ich spaeter noch genauer eroertern.
Eine Annaeherung der Kulturen geschieht aus meiner Sicht aber nur auf meiner Seite. Natuerlich konnte ich teilweise Vorurteile aus dem Weg schaffen, wie dass ein Weisser auch kochen kann und fuer sein Geld sehr hart arbeiten muss, aber eine wirkliche Annaeherung von der irigen Seite gibt es nicht und es waere auch utopisch es anzunehmen. Meine Annaeherung geschied in Form einer Adaption. So bin ich viel ruhiger geworden, reflektiere nicht mehr so viel uber Geschehenes und Zukuenftiges nach, sondern kann viel mehr das Jetzt und Hier geniessen.
• Eingewoehnungsphase: Ich bin am 14.8.08 so gegen 24 Uhr am Flughafen in Entebbe angekommen, wo auch schon einen andere Freiwillige wartete, die 2 h vor mir ankam. Zusammen haben wir ein Taxi nach Kmapala genommen und sind in einen Backpackers abgestiegen. Da wir noch von den neuen Eindruecken voller Adrenalin war, sind wir der Spur eines leisen Reaggaebaets gefolgt und haben so um 2 Uhr einen provisorisch umgebauten Friseursalon entdeckt, in dem wild afrikanisch getanzt wurde. Wir haben natuerlich gleich mitgetanzt und es gab bis auf eine Drohung eines Junkies keine Zwischenfaelle. So muss man sagen, dass meine Eingewoehnungsphase sehr kurz war und ich bereue absolut nicht den Sprung ins kalte Wasser! Am naechsten Tag wurden wir dann von unserm Direktor Sylvester abgeholt und verbrachten eine Woche bei ihm daheim, die auch sehr lehrreich war, weil wir so das Leben in einer afrikanischen Familie gleich mal schnuppern konnten. Danach wurde uns dann aber das staendige morgendliche Schreien der Kinder an unserem Fenster und die Fehlende Freiheit zu viel und wir sind zum Projekt umgezogen.
Ohne jetzt besonders anzugeben muss ich sagen, dass ich keinen wirklichen Kulturschock hatte und es mir von Anfang an sehr gefallen hat. Fuer die naechsten kommenden Freiwilligen kann ich allerdings empfehlen, dass sie eine ganze Woche in Kampala verbringen sollten, da diese Stadt westliche und afrikanische Elemente vereint. Wenn man naemlich gleich nach Kasese in den Busch geschmissen wird, dann kann das fuer manches deutsches Stadtkind doch schon ein ziemlicher Schock sein.
• Spenden: Mein Verhaeltnis zu Spenden hat sich in meiner Zeit hier doch sehr veraendert. Im Seminar wurde mir eigtl beigebracht, dass ich das unter keinen Umstaenden machen soll, aber hier habe ich einfach erkannt, dass Spenden ganz normal in der Kultur ist und man als wohlhabender Mensch praktisch assozial ist, wenn man es nicht tut. Anfangs habe ich nie Leuten, die auf der Strasse leben, Geld gegeben. Aber als ich dann gesehen habe, dass selbst aermlich aussehende Menschen ihnen Geld gegeben haben, habe ich meine Vorstellungenen vom Spenden neu ueberdacht. Natuerlich spende ich noch immer nicht Geld an bettelnde Strassenkinder, die sich davon nur Kleb kaufen wuerden, aber bei manchen Menschen werde ich schon schwach. So kann der verzweifelte und verhungerte Augenschlag eines alten Bettlers meinen Verstand ausschalten. Auch wenn das Laecheln eines bettelnden Kindes so voller Hoffnung und Glueckseligkeit ist, sodass man an das Gute in der Welt zu glauben beginnt und auf keinen Fall diesen Glauben daran zerstoeren will. Es ist doch eigtl wunderbar, dass ein wenig Geld die Welt eines Kindes erstrahlen kann und ein bisschen Waerme auch auf einen selbst ueber geht. Es gibt deutlich sinnlosere Investitionen! Grundsaetzlich ist es aber am besten Hilforganisationen zu spenden, weil das Geld deutlich gewinnbringender einsetzen koennen.
Auch meiner eigenen Organisation greife ich manchmal unter die Arme, wenn es wo klemmt. So habe ich bisher den Huehnerstall finanziert und auch sonst immer mal wieder Geld fuer Huehner, Werkzeug und Zement bereit gestellt. Dieses Geld kam entweder von meinen Eltern und von Freunden, die mich unterstuetzen.
• Mentalitaetsunterschiede und ihre Gruende: Wenn ich alle mir auffallenden Mentalitaetsunterschiede aufzeigen wuerde, dann wuerde dieser Bericht hier zu ner halben Diplomarbeit werden-nicht von der Qualitaet her, aber vom Umfang. Deswegen zaehle ich hier nur die markantesten auf:
In Uganda ist die Familie, bzw. der Stamm essentiell wichtig! Die Gemeinschaft gibt einem Schutz, sie hilft einem in Krisen, usw. Dies kann aber auch negative Folgen haben. So wirst du in Uganda selten Leute treffen, die voellig ehrlich, unverstellt und direkt zu dir sind. Als ich meinen deutschen Theaterleiter in Uganda getroffen habe, sagte er auch, dass die Ugander die besten Schaupieler sind, die er kennt. Wenn dich bsp.weise ein Ugander nicht leiden kann, dann wuerde er es dir normalerweise nie sagen. Es ist ja wichtig, dass die Gruppengemeinschaft nicht gestoert wird und es waere auch taktisch unklug jemanden zu hassen. Man weiss ja nie, ob man noch einmal seine Hilfe braucht. Wenn es fuer diese Antipathie allerdings kein Ventil gibt, dann staut sich der Hass auf und entlaedt sich dann urploetzlich, was bsp.weise in Form einer Vergiftung eines Familienmitgliedes geschied. Man sagt z.B., dass Muzeweni, der ugandische Praesident, nur nicht von seinem Amt abtreten will, weil dann seine jetzigen Freunde zu seinen aergsten Feinden werden. Dass die Gemeinschaft alles ist und du nichts hat bei mir den groessten Kulturschock verursacht. Ich als Eruropaeer lege doch schon sehr viel Wert auf meine Eigenstaendigkeit und Privatsphaere. Die hat man aber hier kaum. Staendig ist jemand da, der dich unterhalten will und wenn man mal krank ist, dann muss man dich erst recht besuchen. Fuer die Besucher dann aber im kranken Zustand kochen zu muessen, ist fuer den Krankheitsverlauf nicht sehr foerderlich.
Der 2. krasse Mentalitaetsunterschiede ist die sog. “afrikanische Lebensweise”. Die meisten Ugander sind ruhig, gelassen und faul. Wie ich denke liegt das vor allem daran, dass sie schon mit wenig zufrieden sind. Darueber hinaus kommt dazu, dass viele Maenner keine Arbeit haben und da sich nur wenige gegenueber geschwaeerten Frauen verantwortlich fuehlen, planen sie nicht fuer die Zukunft, sondern leben nur so in den Tag hinein. Wenn dann noch der Vater ein wenig Land und Geld besitzt, dann gibt es fuer viele keinen Grund mehr zu arbeiten. Was diesen Hang zum Faul sein noch kraeftig unterstuetzt ist die grosse Hoffnung, dass andere ihnen helfen. Und so beten sie fleissig jeden Sonntag fuer mindestens 2 h in der Kirche und bringen Gott Vater alle moeglichen Opfergabungen. Denn sie glauben, dass es mit Gott so wie mit einem reichen Freund ist. Wenn du ihm dienst, bzw. hilfst, dann wird auch dir geholfen werden. So beten sie dann instaendig, dass Gott ihr Leben veraendert und ihnen Wohlstand bringt. Dasselbe kann man ungefaehr auch ueber das Verhaeltnis zu Muzungus, Weissen, sagen. Da gilt naemlich: “Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Muzungu her!”. Diese eigene Tatenlosigkeit und die Hoffnung auf einen Retter sind es, die die Menschen davon abhaellt ihre eigene Staerken zu erkennen und fuer ihr Glueck zu arbeiten.
Der naechste Punkt, den ich hier gerne erwaehnen moechte ist, dass die Menschen hier sehr grossen Wert auf die aeussere Phasade legen. So gibt sich jeder besser als er in Wirklichkeit ist. Das faengt bei den fast nie weinenden Augen an, geht weiter ueber den laechelnden Mund, dem frisch gewaschenen, gebuegeltem Hemd, zu dem Handy in der Hand und endet bei den auf hochglanz polierten Schuhen. Rein aeusserlich wuerde man einen geschaeftstuechtigen Mann vermuten, aber die Realitaet sieht dann so aus, dass er am Mittag noch nichts zum Essen hatte, sein Abschluss zu gering ist, um eine Anstellung zu bekommen und er 5 Kinder ernaehren muss. Dass das so ist liegt meines Erachtens einfach an der grossen Wuerde, die die Menschen hier haben.
Der nachste Unterschied in den Kulturen ist die ugandische Ausdrucksweise. Dies faellt mir nach 9 Monaten immer noch schwer. Sie ist naemlich voll mit Methaphern, rhetorischen Fragen und Wiederholungen. Besonders in den Sitzungen bringt mich das oft zur Weissglut. Wenn man etwas diskutiert, dann reicht ein preziser Satz nicht aus. Man muss ihn mit Bsp. und ganz vielen Wiederholungen versehen. Dies ist der Grund, warum die Leute meine Vorschlaege gar nicht erst kapieren. Denn wenn ich hier nur einen Satz sage, der die Loesung des Problems darstellen kann, dann verpufft er einfach so im Raum. Und es ist dann ziemlich nerventoetend, wenn die Mitarbeiter, dann nach einer halben Stunde Diskussion auf dieselbe Idee stossen.
Was auch noch sehr interessant ist, ist die Definition von Freundschaft. In Deutschland zeigen wir jemandem unsere Freundschaft in dem wir ihm emotionalem Beistand geben. Hier in Uganda haben die Leute durch ihre sehr herzliche Kultur der Gemeinschaft genuegend davon. Ihnen fehlt es an essentielleren Dingen! Man beweisst anderen viel mehr seine Freundschaft, in dem man die Probleme des anderen zu seinen eigenen macht. Das ist generell ein Leitsatz hier. Das heisst im Klaren, dass du einem Freund in Noeten finanziell hilfst. Am Anfang dachte ich, dass mich “Freunde” um Geld fragen, nur weil ich ein Muzungu bin. In Wirklichkeit ist es aber ganz normal, dass man Freunden Geld gibt, um bsp.weise ihr Studium zu finanzieren. Dass man sich mit den Problemen des anderen verbunden fuehlt, zeigt sich auch in einer ganz bildlichen Form. So solltest du z.B. nie eine Wunde einem ugandischen Nichtdorktor zeigen, weil er dann in seiner grossen Verbundenheit voll rein langt und fragt ob es arg weh tut.
Wie ihr sieht gibt es schon eine grosse Anzahl an kulturellen Unterschieden. An manche habe ich mich gewoehnt und teilweise sogar uebernommen, aber andere wuerde ich sogar nach 10 Jahren noch nicht ausstehen koennen!
5.2. Fragen an den Projektpartner:
• Wie erleben Sie den Freiwilligen und wie waren ihre Erwartungen davor?: Der Freiwillige ist ein sehr sympathischer, offener und warmherziger Mensch, der sich gut in unser Leben eingelebt hat. Er legt grossen Wert darauf, dass er kulturelle Grenzen nicht ueberschreitet. So habe ich ihn noch fast nie oeffentlich mit kurzen Hosen gesehen und ich habe auch noch kein schlechtes Wort ueber ihn gehoert. Als Timo im Januar das Seminar in Nairobi besuchte, haben unsere Farmer viel nach ihm gefragt, was ein Beweiss fuer seine Beliebtheit bei ihnen ist. Auch dass er sich seiner Haare entledigte und die afrikanische Glatze bevorzugte, war fuer viele ein Beweis fuer seine enge Verbundenheit. Erstaunt waren sie auch, als sie sahen, dass ein Muzungu auch alleine kochen und waschen kann. Nur, dass er sich keine Angestellte haltet finden sie eigenartig. Da dies nur sozial waere, wenn er einer Frau Arbeit geben wuerde.
Sehr positiv hervor zu heben ist auch sein freundschaftlicher Umgang mit den Angestellten des Projektes. Er versteht es sie zur Arbeit zu motivieren ohne sie dazu zu zwingen wie man es vor allem von amerikanischen Freiwilligen gewohnt ist. Er versucht auch den Angestellten zu erklaeren, was der Grund ist, dass er sich ein T-shirt fuer 20 Euro kauft, aber dem Nachtwaechter nur 10 Euro zahlt.
Zu den Erwartungen kann ich nur sagen, dass er sie groesstenteils erfuellt hat. Er liefert den Projektpartnern in Deutschland staendig Berichte ueber die aktuelle Situation am Projekt, macht Werbung bei seinen zahlreichen Freunden, die er dann auch zum Projekt bringt und mit ihnen ausgelassen festet und hilft mit bei der Suche nach Loesungen. Ausserdem hoffen wir, dass er einen guten Ueberblick von der Situation vor Ort gewinnt, sodass er ihn nach Deutschland mitnehmen kann und andern Leuten von uns erzaehlt, um den nakten Zahlen ein bisschen Farbe zu geben.
Da Timo unser erster Freiwilliger fuer ein ganzes Jahr ist, koennen wir nur schwer Vergleiche aufstellen oder sagen, was sich veraendern sollte. Wir sind alles in allem sehr zufrieden mit ihm!
6. Meine Vorbereitung:
• Beurteilung der Vorbereitung: Vor meinem Jahr in Uganda habe ich drei Seminare des BDKJ besucht. Zwei davon waren zur Charakterstaerkung und Situationssensibilisierung des Freiwilligen und eins davon afrikaspezifisch. Im Nachhinein ist mir bewusst geworden wie extreme wichtig diese Seminare fuer mich waren. Es ist einfach so, dass es ziemlich schlecht ist, wenn man sich in diesem Land, in dem man des oefteren in Extremsituationen geraet, nicht selbst kennt und weiss wie man auf bestimmte Situationen reagiert. Besonders das 1. Seminar hat einem dabei sehr geholfen sich besser zu verstehen und mit seinen Schwaechen besser umgehen zu koennen. Es hat auch extreme mein Selbstbewusstsein gestaerkt was hier viel wichtiger ist als das Wissen ueber den Kleidercodex. Was mir allerdings bei den Seminaren gefehlt hat, waren praktische Bsp. ueber Konflikt- und Extremsituationen in dem entsprechenden Land. Es wurden viel zu viel theoretische Konfiktbewaeltigungsmodelle gezeigt, aber nie wirklich etwas konkretes.
Da ich die ersten 5 Monate mit einer anderen Freiwilligen am Projekt war, die keine Vorbeireitung hatte, wurde mir auch bewusst wie gut es war, dass man uns schon gesagt hatte, dass wir nicht glauben muessen, dass wir hier gross etwas veraendern koennen. Die anderen Freiwillige machte sich naemlich bis zum Ende ziemlich grosse Vorwuerfe, dass sie kaum was erreicht hat. Bei mir ist es anders, weil das Seminar mir schon alle Illusionen genommen hat. Aber ein bisschen haetten sie mir schon lassen koennen. Das Argument naemlich, dass der einzige, der entwickelt wird, ich selbst bin, verleitet schnell dazu eine Ausrede fuer die eigenen Tatenlosigkeit zu haben. Deswegen hier ein Apell an die Leiter der naechsten Seminare: “Bitte nehmt nicht alle Illusionen. Man kann etwas erreichen, wenn man sich auf die Kultur einlaesst und es auch wirklich will!”
• Eignungsgrat der Stelle fuer andere Freiwillige: Ich halte meine Einsatzstelle fuer sehr geeignet fuer Freiwillige! Ganz davon abgesehen, dass die Landschaft hier paradiesisch ist und der Platz dem Freiwilligen so viele Entfaltungsmoeglichkeiten gibt, ist ein europaeischer Arbeiter sehr von Nutzen. Zum einen fuer eine kontinuierliche Berichterstattung des Freiwilligen, was sehr wichtig ist, da sonst Vorstellungen der deutschen Spender und die afrikanische Realitaet schnell auseinander geht. Ausserdem ist machmal eine analytische und rationale Denkweise vor Ort sehr von Nutzen und jemand der die ueberall lauernde Faulheit ein bisschen fern haellt. Es gibt auch noch in meinem Gebiet eine sehr grosse Anzahl an Vorurteilen gegenueber Muzungus, die es durch eine andere Lebensweise des Freiwilligen zu veraendern gilt.
Im Vergleich zu machen anderen Stellen in Ostafrika kann ich auch ohne bedenken sagen, dass man hier auch noch wirklich gebraucht wird, weil das Projekt erst noch in der Entwicklungsphase steht. An anderen Orten, die ich besucht habe, sind nur Freiwillige da, um Geld rein zu bringen. Fuer genuegend Arbeit ist aber nicht gesorgt. Das ist gottseidank an meinem Projekt noch anders!
• Erwuenschte Veraenderungen: Das einzige, was mir am Projekt noch nicht gefaellt ist das Fehlen von Strom und einem eigenen Zimmer. Wenn ich naemlich Strom haette, dann muesste ich nicht immer zu Freunden fahren, um meine Sachen aufzuladen, koennte einen Ventilator und einen Wasserkocher kaufen und koennte auch nachts noch gut arbeiten. Das eigene Zimmer konnte ich fuer 4 Monate geniessen, weil die erste Freiwillige 5 Monate geblieben ist und jetzt wieder einen neue Freiwillige bis zum Ende da ist. Denn wer denkt, dass ein 9 m² Zimmer fuer zwei ausgewachsene Personen untschiedlichen Geschlechtes ausreicht, in dem alles bis auf ein Klo enthalten ist, der war zu lang in China.
Ausserdem wuerde ich mir wuenschen, dass irgendwann, wenn das Projekt ausreichend Geld hat, ein neues besseres Motorrad angeschafft wird, das schneller als 60 km/h faehrt und bei dem man nicht immer fuerchten muss, dass es nicht mehr anspringt.
7. Persoenliches:
• Persoenlichkeitsveraenderungen: Es ist sehr schwer es selbst zu bemerken, ob man sich veraendert hat. Deswegen war es gut, dass mich Menschen, wie meine Familie und mein bester Freund Simon, besucht haben, die mich noch aus Deutschland sehr gut kennen. Diese haben gesagt, dass es stimmt, dass ich mich veraendert habe. Ich bin ruhiger, ausgeglichener, entspannter und ein wenig selbstverliebter geworden. Zu dem letzten Punkt muss man dazu sagen, dass ich frueher ein ziemlicher Selbstkritiker war und gar nicht zufrieden mit mir war. Das hat sich jetzt gottseidank geaendert. Ich habe zwar keine 180º Drehung hingelegt, denn ich bin immer noch leicht vergesslich oder verplant, aber dafuer habe ich nicht mehr so wirre Gedanken und bin auch zuverlaesslicher geworden.
Ich habe nur Angst, dass ich vll gegenueber manchen Menschen in Deutschland ueberheblich geworden bin. Ich kann es einfach nicht mehr so verstehen, dass man sich von aeusseren Einfluessen wie Mode oder oberflaechliche Gefuehle schnell mitreissen lassen kann oder dass der Horizont nicht ueber die 40 Kanaele des Fernsehen hinausreicht.
Meine Ansicheten ueber mache Dinge haben sich auch veraendet. So bin ich mir sicher, dass ich mehrere Jahre ohne groesseres Heimweh an einem fremden Ort wohnen koennte, solange dort die Menschen nicht allzu verschlossen sind und es Srom und gutes Essen gibt.
Vor diesem Jahr wollte ich auch Umweltingenieur studieren. Doch seitdem ich hier lebe, wurde mir klar, dass ich Menschen um mich herum brauche und darin auch meine Staerke liegt. Deswegen habe ich mich in Deutschland nun fuer einen Medizin beworben, da ich dort Mensch und Wissenschaft am ehesten vereint sehe.
Auch wurde mir bewusst wie laecherlich wir uns in Deutschland anstellen. Natuerlich haben wir Probleme! Diese sind aber im Vergleich zu den Problemen von 70 Prozent der Weltbevoelkerung verschwindend gering. Auch fehlt uns Deutschen eine gewisse Lockerheit. Der Lebensinhalt kann doch nicht nur daraus bestehen, dass man sich nur durchs Leben boxt, um am Ende dann zu erkennen, dass man gar nicht wirklich gelebt hat und das schwarze Kind im Dreck breiter lacht.
• Plaene: Bis zu meinem Abschied moechte ich noch ein Vorzelt fuer mein Zimmer bauen, ein 2-woechiges Praktikum im nahen Krankenhaus machen und allen Leuten zurueckschreiben, die mich ueber das Jahr menthal und finanziell unterstuezt haben.Wenn ich dann wieder in Deutschland bin, moechte ich gerne den neuen Freiwilligen einweissen, der im August nach Uganda geht.
• Rueckkehr nach Deutschland: Bis jetzt habe ich noch nicht wirklich das Beduerfnis zurueckzukehren, aber ich glaube, dass das nur ein Selbstschutzmechanismus meines Gehirns ist. Denn wenn ich mir staendig das Leben in Deutschland vorstelle, dann wuerde ich verueckt werden. Abe rich denke, wenn ich erstmal wieder auf Heimatboden bin, dann darf ich durchdrehen. Verzeit meine Ausdrucksweise, aber ihr in Deutschland habt schon ein arschgeiles Leben!!! Es ist auch wunderschoen wie viele Leute sich nach mir erkundigen und fragen, wenn ich denn wieder nach Hause komme. Ein guter Freund hat mich schon gefragt, welche Barbecue Sauce ich bevorzuge…an alle Schweine von Deutschland: “Die Schweineseuche ist nichts im Gegensatz zu dem was ich mit euch vor hab’!”
Wer noch mehr ueber das Projekt wissen moechte oder was spenden will, der kann dies unter www.schenkeeineziege.de tun.
Wer noch mehr ueber mich wissen moechte, der kann auf meinen Blog schauen www.timoaufirrwegen.blogspot.com oder mir eine Mail schreiben timokussauer@yahoo.com. Ich freue mich ueber jede Nachricht!
1. Alltag:
• Wohnsituation: Ich lebe auf unserem Projektgelaende in einem sauberen, massiven Haus, das nicht aus Lehm sondern aus Ziegelsteinen besteht. Mein 9 m² Zimmer ist zwar ein wenig eng, wenn man bedenkt, dass ich darin koche, esse, schlafe und all meine Sachen und Lebensmittel darin gebunkert sind. Abgesehen von meinen suessen Mitbewohnern, die aus 2 Ratten, 5 Eidechsen und sicherlich 30 Spinnen bestehen, gefaellt es mir aber sehr gut! Abends wenn die Sonne untergeht, mache ich Kerze und Kerosinlampe an und schnippel wild drauf los, sodass eine halbe Stunde spaeter ein grosser Topf voll mit Gemuese und Spaghettis vor mir steht. Meine menschlichen Mitbewohner auf dem Gelaende sind alles Ugander: ein Farm Manager, ein Field Assistant und ein Ziegenhirte.
So einmal in der Woche gehe ich in die naechst groessere Stadt nach Kasese, wo ich bei unserem Tierazt ganz luxerioes mit Strom, Kuehlschrank und Fernsehen schlafen und am Computer arbeiten und shoppen gehen kann.
• Sprache: In meinem Bezirk spricht man Luconjo. Das depremierende an dieser Sprache ist, dass man sie nur 40 km im Umkreis spricht, was heist, dass, wenn ich in eine andere groesse Stadt als Kasese gehe, mich keener mehr versteht. Dieser Faktor und die Tatsache, dass Luconjo selbst fuer Ugander sehr schwer ist und ich keinen Weissen kenne, der die Sprache besser als oberflaechlich beherrscht, haben mich dazu gebracht, die Sprach nicht zu erlernen. Natuerlich kann ich Begruessungsformeln und auch ein wenig darueber hinaus, aber es ist nicht mehr als Franzoesisch im 1. Jahr. Ich habe auf meinen Reisen auch ein wenig Swahili und Luganda gelernt, was beides deutlich einfacher ist, als Luconjo. Dafuer habe ich mein Englisch zur Perfektion gebracht, was daran liegt, dass ich hier eigtl fast nur englisch sprehe – mit Weissen sowie mit Ugandern.
• Gesundheit: An Anfang hatte ich ziemliche Probleme mich an das Wasser und das Essen zu gewoehnen, da ich und die erste Freiwillige, die 5 Monate mit mir am Projekt gearbeitet hat, viel bei Farmern eigeladen waren und das servierte Essen nicht immer den Gesundheitsverordnungen aus Bruessel entsprechen. Was heisst, dass man beim Beissen oft auf Sand und Erde stoesst, was dem Magen nicht sehr gefaellt. Mit dem Wasser hatte ich das Problem, dass ich keinen Bock hatte es ein Jahr lang abzukochen und das Projekt auch kein Geld hatte fuer einen Wasserfilter. So habe ich mich auf dubiose Studien verlassen und das Wasser in Flaschen abgefuellt und sie 2 Tage lang rausgestellt. Das war fuer die ersten 3 Monate nicht gut fuer meine Gesundheit, aber seit nun 4 Moanten katte ich keine groeberen Beschwerden mehr. Ich scheine resistent geworden zu sein.
Durch meine Reisen habe ich auch wieder so an Gewicht zugenommen, naemlich von 62 kg im ersten Monat zu 68 kg heute. Da sieht man mal, was schwimen, Steaks und ganz viel Bratoel alles bewirken koennen.
• Geld: In meinen bisherigen 9 Monaten habe ich schon 3000 Euro ausgegeben. Das meiste davon ging fuer Reisen drauf. Wenn ich nur am Projekt leben wuerde, dann wuerden sich die Kosten hoechstens auf 800 Euro belaufen, aber da ich immer wieder raus muss, da ich sonst am Projekt eingehen wuerde, brauche ich deutlich mehr. Diese Kosten stehen absolut nicht im Verhaeltnis zu meinem sozialem Umfeld, denn ein normaler Arbeiter verdient im Monat so um die 20 Euro. Wenn ich allerdings meine Ausgaben mit denen von Freiwilligen in Grossstaedten vergleich, dann liegen meine Ausgaben immer noch darunter, da bsp.weise in Kampala, der Hauptstadt, die Versuchung groesser ist ins Kino zu gehen oder abends auszugehen.
2. Arbeit – Projektpartner
• Arbeitsalltag: Ein normaler Arbeitstag sieht bei mir wie folgt aus. Ich stehe ca. um 8.30 Uhr auf, mache mir, wenn ich genuegend Zeit habe ein Spiegelei und esse dazu einen ungetosteten, gesuessten Toast. Danach rmache ich mich bereit fuer die Gruppen, die ich unterrichte. Mein Projekt hat bisher 8 Gruppen aufgenommen, welche ich fast taeglich besuche. Die Gruppen werden in verschiedenen Dingen unterrichtet wie Landwirtschaft, Finanzmanagement, Aidsprevention, Familienplanung, Englisch, Schreiben, usw. Die Unterrichtsinhalte zu denen ich etwas beitragen kann gestalte ich mit und ich bin auch verantwortlich fuer die Qualitaet und den Verkauf der Handfertigkeiten, welche die Farmer produzieren und bin Schatzmeister ueber die lokalen Beitraege der Mitgleider. An einem Tag mache ich bis zu 2 Gruppen und danach gehe ich noch Lebensmittel einkaufen. Die Gruppen erreiche ich meistens mit meinem Fahrrad. Ich habe allerdings vom Projekt auch ein Motorrad bekommen, das zwar staendig repariert werden muss, dafuer aber wehement meinen Schweisdruesen entlastet! Daheim nehme ich dann erstmal eine Dusche, obwohl ich weiss, dass ich eine Stunde wieder gleich aussehe. Aber wenn mal wieder kein Wasser im Tank ist, dann vermiss ich die taegliche Dusche schon sehr arg. Am Dienstag ist Farmtag. Da ist Zeit fuer alle moegliche anfallenden Arbeiten fuer die man sonst nicht genuegend Zeit hat. So wasche ich dienststags meistens meine Kleider, baue mir irgendwas (letzthins ein Regal) oder schreibe Tagebuch.
Abgesehen von diesen Arbeiten bin ich noch verantwortlich fuer unser Honigprojekt, kreiere Formulare am PC und bin in den woechendlichen Angestelltentreffen derjenige, der immer wieder nachhackt und versucht auf ugandischer Weise ein wenig das faule Schwein in jedem auszutreiben.
• Zusammenarbeit am Projekt: Die Zusammenarbeit mit den anderen Angestellten am Projekt ist ralativ gut. Da ich mit ihnen am Projekt zusammenlebe, kann ich aber auch schlecht ein autoritaeres “Bossverhaeltnis” zu ihnen aufbauen, was mich am Anfang eher gestoert hat. Besonders da mein deutscher Projektleiter das von mir erwartete. Als ich jedoch langsam mit den ugandischen Begebenheiten vertraut war, sah ich, dass in diesem Land nichts durch Zwang erreicht warden kann. So war bsp.weise vor mir schon einmal eine Freiwillige fuer 5 Wochen da und die hat ganz nach deutschem Grundsatz die Menschen per Stunde bezahlt und achtete sehr auf einen exakten Zeitplan. Dies ist hier aber schlicht weg undenkbar. Die Menschen hier lassen sich fuer alles mehr Zeit und wollen selbst entscheiden koennen wie lang sie fuer etwas brauchen. Wenn man ihnen dann noch etwas befiehlt, dann blocken die Menschen hier, die trotz aller Armut sehr wuerdevoll sind, voellig ab. Hier sagt man, dass man mit Angstellten in der selben Sprache sprechen muss. Was heisst, dass man nicht sagt: “Fege den Ziegenstall haeufiger!”, sodern: “Schau mal. Wenn der Ziegenstall zu dreckig ist, dann sammeln sich da leichter Floehe und Zecken an, welche unsere Ziegen befallen. Dann muessen wir die behandeln, oefters bespruehen und, und, und. Was denkst du wie wir dem entgehen koennen?!” Der Grundsatz, dass man Befehle gibt, klappt zwar in so fern, dass die meisten auch erfuellt werden, aber dafuer sind die Angestellten dann deutlich unzufriedener, misswirtschaften und kuendigen schneller. So hat bsp.weise mein Farmmanager gesagt, dass wir ihm das doppelte geben koennten. Wenn er dann aber zu etwas gezwungen wuerde, dann wuerde er sofort kuendigen.
So war ich wirklich positv ueberrascht, dass man auch ohne Befehle etwas voran bringen kann. Es geht zwar ein bisschen langsamer, aber dafuer waren die Arbeiter dann auch mit Herz bei der Sache und fuehlen sich nicht ausgebeutet oder in ihrer Ehre angekratzt. Ich habe auch von meinen Angestellten ein wirklich gutes Feedback bekommen, dass ich verstanden habe wie man in Uganda Boss spielt. Dies ist mir besonders wichtig, da ich ziemlich abhaengig bin von meinen Angestellten. Wenn ich ihnen nicht teilweise vertrauen koennte, dann muesste ich immer meine Tuer abschliessen, muesste auf mein Trinkwasser aufpassen, das vergiftet werden koennte, was hier leider oft passiert und, und, und.
• Gestaltungsmoeglichkeiten: Ich habe theoretisch ziemlich viel Gestaltungsfreiraum. Diesen kann ich aber nur begrenzt nutzen, da ich mit den Aufgaben, die mir zugeteilt werden, ziemlich gut ausgefuellt bin. Ich nutze ihn aber in so fern, dass ich kleine Sachen mir baue wie z.B. einen Ofen, ein Regal und bald ein kleines Vorzelt.
• Neigungen: Dieses Projekt entspricht nicht wirklich meinen Neigungen, da ich eher medizinisch interessiert bin. Diese Vorliebe kann ich allerdings nur bei gelegentlichen Kastrationen ausleben. Ansonsten macht es mir Spass die Farmer zu unterrichten, da einem bei den Workshops doch sehr viel Waerme entgegengebracht wird. Es waere aber uerbtrieben zu sagen, dass ich mich im Projekt selbst verwirklicht habe. Das ist ein zu hoher Anspruch. Unterrichten, managen, kochen, waschen und allgemein das einfache, aber glueckspendende Leben gefaellt mir sehr gut, aber meine Bestimmung habe ich hier nicht gefunden.
3. Beziehungen:
• Kontakte zu Einheimischen: Ich habe zwar durch meine Lebens- und Arbeitssituation schon einen engen Kontakt zur einheimischen Bevoelkerung, doch ein Treffen auf gleicher Ebene ist es deswegen noch lange nicht. Zum einen ist da das Fehlen einer gemeisamen Sprache, was bei den meisten Menschen hier doch sehr in’s Gewicht faellt, da die Bildungsrate sehr gering ist. Ein andere Huerde ist mein Geldbeutel. Es gibt zwar ein paar wenige Menschen, die mich einfach nur so als Menschen sehen, aber fuer die meisten bin ich eben eine Dollarnote. Deswegen sind ein paar meiner “Halbfreunde” reiche Afrikaner, die schon Auslandserfahrung haben und fuer die ich nicht vom Mond komme.
• Kontakte zu anderen weisshaeutigen Menschen in Afrika: Was dies betrifft habe ich fast nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Weisse, die man hier trifft sind beinahe ausnahmslos richtig nette Zeitgenossen. Wahrscheinlich sehe ich, dass aber auch durch eine rosa Brille, weil fernab der Heimat doch fruehere grosse Kulturunterschiede zur Unkenntlichkeit schrumpfen. So habe ich hier in Kasese, aber auch auf meinen Reisen durch Ruande, Kenia, Tansania und Sansibar so viele Freunde gefunden mit denen ich richtige Momente des Gluecks hatte. Es ist einfach so, dass man mit Weissen ueber viel mehr Dinge reden kann. Wenn ich mit Afrikanern rede, dann ist das meistens ueber Geld, das europaeische Leben, das Sexleben von Ostafrikanern oder ueber Preiserhoehungen der Lebensmittel. Eben fast ausnahmslos Dinge ueber die ich in Deutschland nie reden wuerde. Das mag jetzt fuer den einen oder anderen rassistisch klingen, aber wir denken einfach anders als die Leute hier. Der Kontakt zu anderen Weisshaeutigen haellt sich jedoch ziemlich in Grenzen, weil es bei mir einfach nicht so viele gibt und ich das auch nicht moegen wuerde, da man da schnell in eine Subkultur eintaucht, in der man der eigtl Welt entflieht. Dies ist z.B. in Kampala oder Kigali schnell der Fall.
Was ich auf meinen Reisen auch sehr verwunderlich fand war, dass ich als Deutscher ueberall gelobt wurde. Meine Freunde in Mombasa sagten, dass Deutsche immer auch mit Einheimischen reden, wohingegen Englaender mehr als Krokodilurlauber gelten-am Pool liegen und Mund zum Fressen aufreissen. Von weissen Travellors habe ich auch gehoert, dass Deutsche so offen, unkompliziert, verrueckt und trinkfest seien. Das gibt mir echt Mut, dass ich zurueck in Deutschland nicht nur auf Mallorca Leute treffe.
• Kontakte zu Familie, Freunden in Deutschland: Ich habe regelmaessigen Kontakt zu meinen Freunden in Deutschland auch wenn dieser nicht besonders intensiv ist. Es sind einfach Welten zwischen dieser Welt und der ihrigen. So schreibe ich zwar Briefe und Emails, in denen ich versuche sie an meinem Leben teilzuhaben, aber um es zu verstehen, muessten sie mich besuchen kommen. Dies haben auch meine Vater und meine zwei Brueder getan. Es war sehr wichtig fuer mich ihnen ein Stueck meines neuen Lebens zu zeigen, sodass sie mich besser verstehen koennen. Schlimm waere es nur, wenn sie mich nur vor einem Jahr kennen und dann nach einem Jahr. Da wuerden sie vll den Draht zu mir verlieren.
Mich einfach zu besuchen geht aber leider fuer meine Freunde nicht und so bleibt da nur der Kontakt ueber Telefon und Internet. Wenn ich hin und wieder mit meinen Freunden telephoniere, dann wird mir erschreckend klar wie sehr sich unsere Leben unterscheiden. In den Emails kommen nur sehr gesiebte Worte an, aber am Telephon ist man sich doch dann ploetzlich sehr nahe und realisiert erst, dass man sich ferner ist, als vorher in Deutschland. Aber ich hoffe sehr, dass sich das legt, wenn ich erstmal wieder in Deutschland bin. Und mit meinem ugandischen Optimismus bin ich mir sogar ziemlich sicher!
4. Begleitung vor Ort:
• Verhaeltnis zur Kontakperson vor Ort: Meine Kontaktperson vor Ort ist mein ugandischer Direktor Kule Sylvester. Er ist gleichzeitig Direktor an einer der besten Agrarschulen in Uganda und ist einfach mit einer der besten Menschen, die ich kenne. Es gibt zwar auch in Deutschland selbstlose Menschen, deren Glueck im Glueck anderer liegt, aber das in Uganda zu sehen, in dem sich die Menschen solche “emotionalen Ausrutscher” nicht erlauben duerfen, ist echt ein Wunder! Sylvester ist so einer. Er kann zwar nur 1-2mal im Monat zum Projekt kommen, da er sehr beschaeftigt ist, aber er leistet mir oft per Telephon emotionalen Beistand. So lobt er mich oft und dankt mir sehr herzlich fuer all die Arbeit, die ich hier geleistet habe und gibt mir einen Ansporn weiter zu machen. Die Meetings mit ihm gehoeren auch zu den besten. Man kann mit ihm einfach ueber Probleme reden, ohne, dass man dazu spezielle Zeremonien befolgen muss. Ausserdem wiederholt er sich nicht so oft und kann Dinge auf den Punkt bringen, was hier eine ziemliche Seltenheit ist. Ich mag ihn!
• Verhaeltnis zu Projektleiter in Deutschland: Zu meinen Projektleitern in Deutschland habe ich ein relativ freundschaftliches Verhaeltnis. Wir haben zwar immer wieder unterschiedliche Ansichten, was daran liegt, dass die ugandische Sicht der Dinge nicht immer mit der deutschen konvergent ist, aber wir koennen uns meistens einigen. Was ich sehr schaezte ist, dass sie mir sehr viel Mitbestimmungsrecht einraeumen und mir Freiheiten lassen. Verbesserungsfaehig ist allerdings der Informationsfluss von Seiten Deutschlands. Hier in Uganda ist es mir naemlich gelungen, dass ich einen grossen Einblick in die Finanz- und Managerwelt des Projektes habe. Leider kann ich dasselbe nicht ueber die deutsche Seite des Projektes sagen. Wenn ich fuer das Projekt voll arbeiten soll, dann wuerde ich auch gerne ueber die aktuelle finanzielle Situation des Projektes Bescheid wissen.
• Verhaelltnis zu Frweilligen des Kurses: Diese Beziehung ist leider ein wenig durch meine geringe Internetzeit auf Eis gelegt. So komme ich auch kaum dazu die Berichte der anderen zu lesen. Dies aendert aber nichts daran, dass ich auf den deutschen Seminaren solch wundervolle Menschen getroffen habe. So freue ich mich auch schon wahnsinnig auf das Rueckkehrseminar im November!
5. Kultur und Rolle des Freiwilligen:
5.1. Fragen an den Frweilligen:
• Begegnung mit der anderen Kultur und ihren Menschen: Wie ich schon mal frueher erwaehnt habe, kann ich durch meine Lebenssituation den Alltag der Einheimischen einigermassen nachfollziehen. So kommen Kommunikationsprobleme aufgrund von anderen Denksystemen relative selten vor. Aber ich muss sagen, dass ich nur bei ganz wenigen Leuten nahe haran komme. Bei den meisten verbleibe ich an der Oberflaeche. So faellt es mir leicht small zu talken, sie zum Lachen zu bringen oder Kontkate zu knuepfen. Viel schwerer hingegen ist es das Bild, das man als Weisser verkoerpert, zu brechen. So gebe ich mir grosse Muehe nicht dem Cliché eines weissen Mannes zu entsprechen, der Angestellte braucht, um zu ueberleben und sich nur in fetten Autos fortbewegen kann. Ein anderes anfaengliches Problem war auch, dass ich ein Mann bin und so sogleich eine Person, die man respektiert aber nicht unbedingt liebt. In dem ich mich aber in den Workshops immer wieder selbst verarscht habe, war diese Blockade auch bald ueberwunden. Und dann sind da auch noch Mentalitaetsunterschiede wie das Fehlen einer Privatsphaere und die Kulur des Teilens, welche einen Annaeherung schwer machen. Diese Unterschiede moechte ich spaeter noch genauer eroertern.
Eine Annaeherung der Kulturen geschieht aus meiner Sicht aber nur auf meiner Seite. Natuerlich konnte ich teilweise Vorurteile aus dem Weg schaffen, wie dass ein Weisser auch kochen kann und fuer sein Geld sehr hart arbeiten muss, aber eine wirkliche Annaeherung von der irigen Seite gibt es nicht und es waere auch utopisch es anzunehmen. Meine Annaeherung geschied in Form einer Adaption. So bin ich viel ruhiger geworden, reflektiere nicht mehr so viel uber Geschehenes und Zukuenftiges nach, sondern kann viel mehr das Jetzt und Hier geniessen.
• Eingewoehnungsphase: Ich bin am 14.8.08 so gegen 24 Uhr am Flughafen in Entebbe angekommen, wo auch schon einen andere Freiwillige wartete, die 2 h vor mir ankam. Zusammen haben wir ein Taxi nach Kmapala genommen und sind in einen Backpackers abgestiegen. Da wir noch von den neuen Eindruecken voller Adrenalin war, sind wir der Spur eines leisen Reaggaebaets gefolgt und haben so um 2 Uhr einen provisorisch umgebauten Friseursalon entdeckt, in dem wild afrikanisch getanzt wurde. Wir haben natuerlich gleich mitgetanzt und es gab bis auf eine Drohung eines Junkies keine Zwischenfaelle. So muss man sagen, dass meine Eingewoehnungsphase sehr kurz war und ich bereue absolut nicht den Sprung ins kalte Wasser! Am naechsten Tag wurden wir dann von unserm Direktor Sylvester abgeholt und verbrachten eine Woche bei ihm daheim, die auch sehr lehrreich war, weil wir so das Leben in einer afrikanischen Familie gleich mal schnuppern konnten. Danach wurde uns dann aber das staendige morgendliche Schreien der Kinder an unserem Fenster und die Fehlende Freiheit zu viel und wir sind zum Projekt umgezogen.
Ohne jetzt besonders anzugeben muss ich sagen, dass ich keinen wirklichen Kulturschock hatte und es mir von Anfang an sehr gefallen hat. Fuer die naechsten kommenden Freiwilligen kann ich allerdings empfehlen, dass sie eine ganze Woche in Kampala verbringen sollten, da diese Stadt westliche und afrikanische Elemente vereint. Wenn man naemlich gleich nach Kasese in den Busch geschmissen wird, dann kann das fuer manches deutsches Stadtkind doch schon ein ziemlicher Schock sein.
• Spenden: Mein Verhaeltnis zu Spenden hat sich in meiner Zeit hier doch sehr veraendert. Im Seminar wurde mir eigtl beigebracht, dass ich das unter keinen Umstaenden machen soll, aber hier habe ich einfach erkannt, dass Spenden ganz normal in der Kultur ist und man als wohlhabender Mensch praktisch assozial ist, wenn man es nicht tut. Anfangs habe ich nie Leuten, die auf der Strasse leben, Geld gegeben. Aber als ich dann gesehen habe, dass selbst aermlich aussehende Menschen ihnen Geld gegeben haben, habe ich meine Vorstellungenen vom Spenden neu ueberdacht. Natuerlich spende ich noch immer nicht Geld an bettelnde Strassenkinder, die sich davon nur Kleb kaufen wuerden, aber bei manchen Menschen werde ich schon schwach. So kann der verzweifelte und verhungerte Augenschlag eines alten Bettlers meinen Verstand ausschalten. Auch wenn das Laecheln eines bettelnden Kindes so voller Hoffnung und Glueckseligkeit ist, sodass man an das Gute in der Welt zu glauben beginnt und auf keinen Fall diesen Glauben daran zerstoeren will. Es ist doch eigtl wunderbar, dass ein wenig Geld die Welt eines Kindes erstrahlen kann und ein bisschen Waerme auch auf einen selbst ueber geht. Es gibt deutlich sinnlosere Investitionen! Grundsaetzlich ist es aber am besten Hilforganisationen zu spenden, weil das Geld deutlich gewinnbringender einsetzen koennen.
Auch meiner eigenen Organisation greife ich manchmal unter die Arme, wenn es wo klemmt. So habe ich bisher den Huehnerstall finanziert und auch sonst immer mal wieder Geld fuer Huehner, Werkzeug und Zement bereit gestellt. Dieses Geld kam entweder von meinen Eltern und von Freunden, die mich unterstuetzen.
• Mentalitaetsunterschiede und ihre Gruende: Wenn ich alle mir auffallenden Mentalitaetsunterschiede aufzeigen wuerde, dann wuerde dieser Bericht hier zu ner halben Diplomarbeit werden-nicht von der Qualitaet her, aber vom Umfang. Deswegen zaehle ich hier nur die markantesten auf:
In Uganda ist die Familie, bzw. der Stamm essentiell wichtig! Die Gemeinschaft gibt einem Schutz, sie hilft einem in Krisen, usw. Dies kann aber auch negative Folgen haben. So wirst du in Uganda selten Leute treffen, die voellig ehrlich, unverstellt und direkt zu dir sind. Als ich meinen deutschen Theaterleiter in Uganda getroffen habe, sagte er auch, dass die Ugander die besten Schaupieler sind, die er kennt. Wenn dich bsp.weise ein Ugander nicht leiden kann, dann wuerde er es dir normalerweise nie sagen. Es ist ja wichtig, dass die Gruppengemeinschaft nicht gestoert wird und es waere auch taktisch unklug jemanden zu hassen. Man weiss ja nie, ob man noch einmal seine Hilfe braucht. Wenn es fuer diese Antipathie allerdings kein Ventil gibt, dann staut sich der Hass auf und entlaedt sich dann urploetzlich, was bsp.weise in Form einer Vergiftung eines Familienmitgliedes geschied. Man sagt z.B., dass Muzeweni, der ugandische Praesident, nur nicht von seinem Amt abtreten will, weil dann seine jetzigen Freunde zu seinen aergsten Feinden werden. Dass die Gemeinschaft alles ist und du nichts hat bei mir den groessten Kulturschock verursacht. Ich als Eruropaeer lege doch schon sehr viel Wert auf meine Eigenstaendigkeit und Privatsphaere. Die hat man aber hier kaum. Staendig ist jemand da, der dich unterhalten will und wenn man mal krank ist, dann muss man dich erst recht besuchen. Fuer die Besucher dann aber im kranken Zustand kochen zu muessen, ist fuer den Krankheitsverlauf nicht sehr foerderlich.
Der 2. krasse Mentalitaetsunterschiede ist die sog. “afrikanische Lebensweise”. Die meisten Ugander sind ruhig, gelassen und faul. Wie ich denke liegt das vor allem daran, dass sie schon mit wenig zufrieden sind. Darueber hinaus kommt dazu, dass viele Maenner keine Arbeit haben und da sich nur wenige gegenueber geschwaeerten Frauen verantwortlich fuehlen, planen sie nicht fuer die Zukunft, sondern leben nur so in den Tag hinein. Wenn dann noch der Vater ein wenig Land und Geld besitzt, dann gibt es fuer viele keinen Grund mehr zu arbeiten. Was diesen Hang zum Faul sein noch kraeftig unterstuetzt ist die grosse Hoffnung, dass andere ihnen helfen. Und so beten sie fleissig jeden Sonntag fuer mindestens 2 h in der Kirche und bringen Gott Vater alle moeglichen Opfergabungen. Denn sie glauben, dass es mit Gott so wie mit einem reichen Freund ist. Wenn du ihm dienst, bzw. hilfst, dann wird auch dir geholfen werden. So beten sie dann instaendig, dass Gott ihr Leben veraendert und ihnen Wohlstand bringt. Dasselbe kann man ungefaehr auch ueber das Verhaeltnis zu Muzungus, Weissen, sagen. Da gilt naemlich: “Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Muzungu her!”. Diese eigene Tatenlosigkeit und die Hoffnung auf einen Retter sind es, die die Menschen davon abhaellt ihre eigene Staerken zu erkennen und fuer ihr Glueck zu arbeiten.
Der naechste Punkt, den ich hier gerne erwaehnen moechte ist, dass die Menschen hier sehr grossen Wert auf die aeussere Phasade legen. So gibt sich jeder besser als er in Wirklichkeit ist. Das faengt bei den fast nie weinenden Augen an, geht weiter ueber den laechelnden Mund, dem frisch gewaschenen, gebuegeltem Hemd, zu dem Handy in der Hand und endet bei den auf hochglanz polierten Schuhen. Rein aeusserlich wuerde man einen geschaeftstuechtigen Mann vermuten, aber die Realitaet sieht dann so aus, dass er am Mittag noch nichts zum Essen hatte, sein Abschluss zu gering ist, um eine Anstellung zu bekommen und er 5 Kinder ernaehren muss. Dass das so ist liegt meines Erachtens einfach an der grossen Wuerde, die die Menschen hier haben.
Der nachste Unterschied in den Kulturen ist die ugandische Ausdrucksweise. Dies faellt mir nach 9 Monaten immer noch schwer. Sie ist naemlich voll mit Methaphern, rhetorischen Fragen und Wiederholungen. Besonders in den Sitzungen bringt mich das oft zur Weissglut. Wenn man etwas diskutiert, dann reicht ein preziser Satz nicht aus. Man muss ihn mit Bsp. und ganz vielen Wiederholungen versehen. Dies ist der Grund, warum die Leute meine Vorschlaege gar nicht erst kapieren. Denn wenn ich hier nur einen Satz sage, der die Loesung des Problems darstellen kann, dann verpufft er einfach so im Raum. Und es ist dann ziemlich nerventoetend, wenn die Mitarbeiter, dann nach einer halben Stunde Diskussion auf dieselbe Idee stossen.
Was auch noch sehr interessant ist, ist die Definition von Freundschaft. In Deutschland zeigen wir jemandem unsere Freundschaft in dem wir ihm emotionalem Beistand geben. Hier in Uganda haben die Leute durch ihre sehr herzliche Kultur der Gemeinschaft genuegend davon. Ihnen fehlt es an essentielleren Dingen! Man beweisst anderen viel mehr seine Freundschaft, in dem man die Probleme des anderen zu seinen eigenen macht. Das ist generell ein Leitsatz hier. Das heisst im Klaren, dass du einem Freund in Noeten finanziell hilfst. Am Anfang dachte ich, dass mich “Freunde” um Geld fragen, nur weil ich ein Muzungu bin. In Wirklichkeit ist es aber ganz normal, dass man Freunden Geld gibt, um bsp.weise ihr Studium zu finanzieren. Dass man sich mit den Problemen des anderen verbunden fuehlt, zeigt sich auch in einer ganz bildlichen Form. So solltest du z.B. nie eine Wunde einem ugandischen Nichtdorktor zeigen, weil er dann in seiner grossen Verbundenheit voll rein langt und fragt ob es arg weh tut.
Wie ihr sieht gibt es schon eine grosse Anzahl an kulturellen Unterschieden. An manche habe ich mich gewoehnt und teilweise sogar uebernommen, aber andere wuerde ich sogar nach 10 Jahren noch nicht ausstehen koennen!
5.2. Fragen an den Projektpartner:
• Wie erleben Sie den Freiwilligen und wie waren ihre Erwartungen davor?: Der Freiwillige ist ein sehr sympathischer, offener und warmherziger Mensch, der sich gut in unser Leben eingelebt hat. Er legt grossen Wert darauf, dass er kulturelle Grenzen nicht ueberschreitet. So habe ich ihn noch fast nie oeffentlich mit kurzen Hosen gesehen und ich habe auch noch kein schlechtes Wort ueber ihn gehoert. Als Timo im Januar das Seminar in Nairobi besuchte, haben unsere Farmer viel nach ihm gefragt, was ein Beweiss fuer seine Beliebtheit bei ihnen ist. Auch dass er sich seiner Haare entledigte und die afrikanische Glatze bevorzugte, war fuer viele ein Beweis fuer seine enge Verbundenheit. Erstaunt waren sie auch, als sie sahen, dass ein Muzungu auch alleine kochen und waschen kann. Nur, dass er sich keine Angestellte haltet finden sie eigenartig. Da dies nur sozial waere, wenn er einer Frau Arbeit geben wuerde.
Sehr positiv hervor zu heben ist auch sein freundschaftlicher Umgang mit den Angestellten des Projektes. Er versteht es sie zur Arbeit zu motivieren ohne sie dazu zu zwingen wie man es vor allem von amerikanischen Freiwilligen gewohnt ist. Er versucht auch den Angestellten zu erklaeren, was der Grund ist, dass er sich ein T-shirt fuer 20 Euro kauft, aber dem Nachtwaechter nur 10 Euro zahlt.
Zu den Erwartungen kann ich nur sagen, dass er sie groesstenteils erfuellt hat. Er liefert den Projektpartnern in Deutschland staendig Berichte ueber die aktuelle Situation am Projekt, macht Werbung bei seinen zahlreichen Freunden, die er dann auch zum Projekt bringt und mit ihnen ausgelassen festet und hilft mit bei der Suche nach Loesungen. Ausserdem hoffen wir, dass er einen guten Ueberblick von der Situation vor Ort gewinnt, sodass er ihn nach Deutschland mitnehmen kann und andern Leuten von uns erzaehlt, um den nakten Zahlen ein bisschen Farbe zu geben.
Da Timo unser erster Freiwilliger fuer ein ganzes Jahr ist, koennen wir nur schwer Vergleiche aufstellen oder sagen, was sich veraendern sollte. Wir sind alles in allem sehr zufrieden mit ihm!
6. Meine Vorbereitung:
• Beurteilung der Vorbereitung: Vor meinem Jahr in Uganda habe ich drei Seminare des BDKJ besucht. Zwei davon waren zur Charakterstaerkung und Situationssensibilisierung des Freiwilligen und eins davon afrikaspezifisch. Im Nachhinein ist mir bewusst geworden wie extreme wichtig diese Seminare fuer mich waren. Es ist einfach so, dass es ziemlich schlecht ist, wenn man sich in diesem Land, in dem man des oefteren in Extremsituationen geraet, nicht selbst kennt und weiss wie man auf bestimmte Situationen reagiert. Besonders das 1. Seminar hat einem dabei sehr geholfen sich besser zu verstehen und mit seinen Schwaechen besser umgehen zu koennen. Es hat auch extreme mein Selbstbewusstsein gestaerkt was hier viel wichtiger ist als das Wissen ueber den Kleidercodex. Was mir allerdings bei den Seminaren gefehlt hat, waren praktische Bsp. ueber Konflikt- und Extremsituationen in dem entsprechenden Land. Es wurden viel zu viel theoretische Konfiktbewaeltigungsmodelle gezeigt, aber nie wirklich etwas konkretes.
Da ich die ersten 5 Monate mit einer anderen Freiwilligen am Projekt war, die keine Vorbeireitung hatte, wurde mir auch bewusst wie gut es war, dass man uns schon gesagt hatte, dass wir nicht glauben muessen, dass wir hier gross etwas veraendern koennen. Die anderen Freiwillige machte sich naemlich bis zum Ende ziemlich grosse Vorwuerfe, dass sie kaum was erreicht hat. Bei mir ist es anders, weil das Seminar mir schon alle Illusionen genommen hat. Aber ein bisschen haetten sie mir schon lassen koennen. Das Argument naemlich, dass der einzige, der entwickelt wird, ich selbst bin, verleitet schnell dazu eine Ausrede fuer die eigenen Tatenlosigkeit zu haben. Deswegen hier ein Apell an die Leiter der naechsten Seminare: “Bitte nehmt nicht alle Illusionen. Man kann etwas erreichen, wenn man sich auf die Kultur einlaesst und es auch wirklich will!”
• Eignungsgrat der Stelle fuer andere Freiwillige: Ich halte meine Einsatzstelle fuer sehr geeignet fuer Freiwillige! Ganz davon abgesehen, dass die Landschaft hier paradiesisch ist und der Platz dem Freiwilligen so viele Entfaltungsmoeglichkeiten gibt, ist ein europaeischer Arbeiter sehr von Nutzen. Zum einen fuer eine kontinuierliche Berichterstattung des Freiwilligen, was sehr wichtig ist, da sonst Vorstellungen der deutschen Spender und die afrikanische Realitaet schnell auseinander geht. Ausserdem ist machmal eine analytische und rationale Denkweise vor Ort sehr von Nutzen und jemand der die ueberall lauernde Faulheit ein bisschen fern haellt. Es gibt auch noch in meinem Gebiet eine sehr grosse Anzahl an Vorurteilen gegenueber Muzungus, die es durch eine andere Lebensweise des Freiwilligen zu veraendern gilt.
Im Vergleich zu machen anderen Stellen in Ostafrika kann ich auch ohne bedenken sagen, dass man hier auch noch wirklich gebraucht wird, weil das Projekt erst noch in der Entwicklungsphase steht. An anderen Orten, die ich besucht habe, sind nur Freiwillige da, um Geld rein zu bringen. Fuer genuegend Arbeit ist aber nicht gesorgt. Das ist gottseidank an meinem Projekt noch anders!
• Erwuenschte Veraenderungen: Das einzige, was mir am Projekt noch nicht gefaellt ist das Fehlen von Strom und einem eigenen Zimmer. Wenn ich naemlich Strom haette, dann muesste ich nicht immer zu Freunden fahren, um meine Sachen aufzuladen, koennte einen Ventilator und einen Wasserkocher kaufen und koennte auch nachts noch gut arbeiten. Das eigene Zimmer konnte ich fuer 4 Monate geniessen, weil die erste Freiwillige 5 Monate geblieben ist und jetzt wieder einen neue Freiwillige bis zum Ende da ist. Denn wer denkt, dass ein 9 m² Zimmer fuer zwei ausgewachsene Personen untschiedlichen Geschlechtes ausreicht, in dem alles bis auf ein Klo enthalten ist, der war zu lang in China.
Ausserdem wuerde ich mir wuenschen, dass irgendwann, wenn das Projekt ausreichend Geld hat, ein neues besseres Motorrad angeschafft wird, das schneller als 60 km/h faehrt und bei dem man nicht immer fuerchten muss, dass es nicht mehr anspringt.
7. Persoenliches:
• Persoenlichkeitsveraenderungen: Es ist sehr schwer es selbst zu bemerken, ob man sich veraendert hat. Deswegen war es gut, dass mich Menschen, wie meine Familie und mein bester Freund Simon, besucht haben, die mich noch aus Deutschland sehr gut kennen. Diese haben gesagt, dass es stimmt, dass ich mich veraendert habe. Ich bin ruhiger, ausgeglichener, entspannter und ein wenig selbstverliebter geworden. Zu dem letzten Punkt muss man dazu sagen, dass ich frueher ein ziemlicher Selbstkritiker war und gar nicht zufrieden mit mir war. Das hat sich jetzt gottseidank geaendert. Ich habe zwar keine 180º Drehung hingelegt, denn ich bin immer noch leicht vergesslich oder verplant, aber dafuer habe ich nicht mehr so wirre Gedanken und bin auch zuverlaesslicher geworden.
Ich habe nur Angst, dass ich vll gegenueber manchen Menschen in Deutschland ueberheblich geworden bin. Ich kann es einfach nicht mehr so verstehen, dass man sich von aeusseren Einfluessen wie Mode oder oberflaechliche Gefuehle schnell mitreissen lassen kann oder dass der Horizont nicht ueber die 40 Kanaele des Fernsehen hinausreicht.
Meine Ansicheten ueber mache Dinge haben sich auch veraendet. So bin ich mir sicher, dass ich mehrere Jahre ohne groesseres Heimweh an einem fremden Ort wohnen koennte, solange dort die Menschen nicht allzu verschlossen sind und es Srom und gutes Essen gibt.
Vor diesem Jahr wollte ich auch Umweltingenieur studieren. Doch seitdem ich hier lebe, wurde mir klar, dass ich Menschen um mich herum brauche und darin auch meine Staerke liegt. Deswegen habe ich mich in Deutschland nun fuer einen Medizin beworben, da ich dort Mensch und Wissenschaft am ehesten vereint sehe.
Auch wurde mir bewusst wie laecherlich wir uns in Deutschland anstellen. Natuerlich haben wir Probleme! Diese sind aber im Vergleich zu den Problemen von 70 Prozent der Weltbevoelkerung verschwindend gering. Auch fehlt uns Deutschen eine gewisse Lockerheit. Der Lebensinhalt kann doch nicht nur daraus bestehen, dass man sich nur durchs Leben boxt, um am Ende dann zu erkennen, dass man gar nicht wirklich gelebt hat und das schwarze Kind im Dreck breiter lacht.
• Plaene: Bis zu meinem Abschied moechte ich noch ein Vorzelt fuer mein Zimmer bauen, ein 2-woechiges Praktikum im nahen Krankenhaus machen und allen Leuten zurueckschreiben, die mich ueber das Jahr menthal und finanziell unterstuezt haben.Wenn ich dann wieder in Deutschland bin, moechte ich gerne den neuen Freiwilligen einweissen, der im August nach Uganda geht.
• Rueckkehr nach Deutschland: Bis jetzt habe ich noch nicht wirklich das Beduerfnis zurueckzukehren, aber ich glaube, dass das nur ein Selbstschutzmechanismus meines Gehirns ist. Denn wenn ich mir staendig das Leben in Deutschland vorstelle, dann wuerde ich verueckt werden. Abe rich denke, wenn ich erstmal wieder auf Heimatboden bin, dann darf ich durchdrehen. Verzeit meine Ausdrucksweise, aber ihr in Deutschland habt schon ein arschgeiles Leben!!! Es ist auch wunderschoen wie viele Leute sich nach mir erkundigen und fragen, wenn ich denn wieder nach Hause komme. Ein guter Freund hat mich schon gefragt, welche Barbecue Sauce ich bevorzuge…an alle Schweine von Deutschland: “Die Schweineseuche ist nichts im Gegensatz zu dem was ich mit euch vor hab’!”
Wer noch mehr ueber das Projekt wissen moechte oder was spenden will, der kann dies unter www.schenkeeineziege.de tun.
Wer noch mehr ueber mich wissen moechte, der kann auf meinen Blog schauen www.timoaufirrwegen.blogspot.com oder mir eine Mail schreiben timokussauer@yahoo.com. Ich freue mich ueber jede Nachricht!
Sonntag, 24. Mai 2009
Johanna 2 ist da!
Hallo ihr Lieben,
So…bin nach meinem 3 Wochen im Paradies wieder zureck auf der staubigen Erde von Kasese gelandet. Aber dafuer bin ich jetzt nicht mehr allein….die neue heisst wie die erste Johanna und ist ganz in Ordnung! Sie labert zwar ziemlich viel in Superlativen und lacht wie mein Bruder Simon, aber dafuer kann sie kochen!
Ich habs auch wieder mal am Anfang versucht meine ugandischen mitbrueder davon zu ueberzeugen, dass ich mir keine 2. Frau angeschafft hab, aber das ist einfach soo tief in der Kultur drin, dass sies mir nicht glauben. So haben sie am Di gefragt, warum ich denn immer noch mein Zeug waschen wuerde, wenn ich doch jetzt eine Frau hab, die solche dinge fuer mich erledigen kann.
Na egal, die erste Woche wurde sie dann den Gruppen vorgestellt und ich bekam von jeder Gruppe zu hoeren, dass ich auf meiner Reise fett geworden bin, was hier allerdings ein nett gemeintes Kompliment ist..:)
Vor der Vorstellungswoche war ich noch uebers WOchenende in Fort Portal, was 1,5h noerdlich von Kasese liegt. Das ist mal ne geile Stadt kann ich euch sagen…das klima ist wie im sommerlichen Allgaeu und man dort gleichzeitig in der westlichen und der afrikanischen Welt leben….wir haben dort bei ner Freundin von mir gepennt und ne fedde, fedde Party gemacht. Am naechsten Tag hatten wir dann so einen Kater, dass wir das Fruehstueck nicht selbst machen wollten und so zum naechsten Hotel um die ecke gelaufen sind und dort vom Pool aus das Fruehstueck bestellt haben….das hatte mal was! Dort hat auch jeder Muzungu ein eigenes Haus mit risen Garten. Einer von denen hat uns auch fuer einen Film eingeladen….damn, das war einer der besten fiulme die ich je gesehen hab!!! Ein balkanfilm…heiss Black Cats, White Cats….vom sleben Produzenten gibts auch Underground. Kann ich echt jedem emphehlen!!!
Bevor wir nun morgen wieder mit einem neuen Workshop in Water Filtration durchstarten relaccen wir hier noch uebrs WE in Kasese…Party, Shoppen, Inet!
Was gibts so noch ultra spannendes aus meinem Leben….ach ja..am Fr sind wir zu 3. zu unserem honigprojekt auf den Berg gefahren…leider war der Feldweg so matschig und rutischig, sodas ich einen kleinen Unfall hatte, wobei ich aber mite in paar kleinen Schurfwunden und einer kleinen Baenderzerrung davon kam. Ich hoffe, dass es bis zu meinem Ende dabei bleibt….reisen mit oeffentlichen Mitteln ist hier einfach die haeufigste Todesursache in Ug!
Was meine Zukunftsplanung anbelangt habe ich mich jetzt fuer Med bei der ZVS beworben…1.Ortspreafernenz Dresschden….wenns nicht klappt, was bei meinen 2,1 gut moeglich waere, versuche ich vll eine Rettungsassistenten ausbildung zu mcahen….mal schauen!
So, mehr hab ich leider heute ncht zu berichten….keine Drogenexzesse und kein Kampf mit Loewen…vll ein andermal;)
Machts gut und bis in 7 Wochen, euer Timo
So…bin nach meinem 3 Wochen im Paradies wieder zureck auf der staubigen Erde von Kasese gelandet. Aber dafuer bin ich jetzt nicht mehr allein….die neue heisst wie die erste Johanna und ist ganz in Ordnung! Sie labert zwar ziemlich viel in Superlativen und lacht wie mein Bruder Simon, aber dafuer kann sie kochen!
Ich habs auch wieder mal am Anfang versucht meine ugandischen mitbrueder davon zu ueberzeugen, dass ich mir keine 2. Frau angeschafft hab, aber das ist einfach soo tief in der Kultur drin, dass sies mir nicht glauben. So haben sie am Di gefragt, warum ich denn immer noch mein Zeug waschen wuerde, wenn ich doch jetzt eine Frau hab, die solche dinge fuer mich erledigen kann.
Na egal, die erste Woche wurde sie dann den Gruppen vorgestellt und ich bekam von jeder Gruppe zu hoeren, dass ich auf meiner Reise fett geworden bin, was hier allerdings ein nett gemeintes Kompliment ist..:)
Vor der Vorstellungswoche war ich noch uebers WOchenende in Fort Portal, was 1,5h noerdlich von Kasese liegt. Das ist mal ne geile Stadt kann ich euch sagen…das klima ist wie im sommerlichen Allgaeu und man dort gleichzeitig in der westlichen und der afrikanischen Welt leben….wir haben dort bei ner Freundin von mir gepennt und ne fedde, fedde Party gemacht. Am naechsten Tag hatten wir dann so einen Kater, dass wir das Fruehstueck nicht selbst machen wollten und so zum naechsten Hotel um die ecke gelaufen sind und dort vom Pool aus das Fruehstueck bestellt haben….das hatte mal was! Dort hat auch jeder Muzungu ein eigenes Haus mit risen Garten. Einer von denen hat uns auch fuer einen Film eingeladen….damn, das war einer der besten fiulme die ich je gesehen hab!!! Ein balkanfilm…heiss Black Cats, White Cats….vom sleben Produzenten gibts auch Underground. Kann ich echt jedem emphehlen!!!
Bevor wir nun morgen wieder mit einem neuen Workshop in Water Filtration durchstarten relaccen wir hier noch uebrs WE in Kasese…Party, Shoppen, Inet!
Was gibts so noch ultra spannendes aus meinem Leben….ach ja..am Fr sind wir zu 3. zu unserem honigprojekt auf den Berg gefahren…leider war der Feldweg so matschig und rutischig, sodas ich einen kleinen Unfall hatte, wobei ich aber mite in paar kleinen Schurfwunden und einer kleinen Baenderzerrung davon kam. Ich hoffe, dass es bis zu meinem Ende dabei bleibt….reisen mit oeffentlichen Mitteln ist hier einfach die haeufigste Todesursache in Ug!
Was meine Zukunftsplanung anbelangt habe ich mich jetzt fuer Med bei der ZVS beworben…1.Ortspreafernenz Dresschden….wenns nicht klappt, was bei meinen 2,1 gut moeglich waere, versuche ich vll eine Rettungsassistenten ausbildung zu mcahen….mal schauen!
So, mehr hab ich leider heute ncht zu berichten….keine Drogenexzesse und kein Kampf mit Loewen…vll ein andermal;)
Machts gut und bis in 7 Wochen, euer Timo
Freitag, 1. Mai 2009
2. Grosse Reise
Hey ihr alle,
heute bin ich wieder zurueck auf sicherem Boden in Kampala. Davor hab ich meine 2. grosse Reise in ostafrika gemacht. Dismal gings zuerst wieder nach Mombasa/kenia. hab wiedrer super mit meinen Beachboys fisch gegessen und wuerzligen Kaffee getrunken...war super schoen und super intekrativ. Danach gings fuer wTage auf die Wasini island wo ich einen Touri DelphinTour gemacht hab. War bis auf das nichtvorhandensein von delphinen echt geil. super seafood(krabben,fische) und echt schoene korallen mit bunten fischen. uebernachtet habe ich und ein Freund aus Belgien, der in der Naehe meines Projektes wohnt, in einem teehaus, in dem wir die einzigsten geast waren und ich hatte mein bis jetzt geistreicheste Konversation mit einer schwarzen. Es war e8infach soo geil mit einer Frau zu reden, die intelligent und selbstbewusst allen maenner den aller weaertesten zuwendet...sehr geil!!!
Danach hab ich mich von Stijn, dem Belgier, getrennt :(...und bin alleine weiter nach Dar Es sallam. Dort hatte ich dann aber auch sogleich neue Bekanntschaft mit einerm Belgier und einem Deutschen. Der Deutsche(25) war ein echtes unikat. Der hat ein Jahr in Suedamerika gewohnt, war dann 5 Tage wieder daheim in Dt und hat dann im betrunkenen Zustand ein one way ticket nach Afrika gebucht. Und so reisst er jetzt seit gut einem Jahr in Afrika rum und laesst sich die Sonne auf den Bauch scheinen. ...hoffentlich ende ich mal nicht so!
Am abend sind wir und der Belgier dann gemeinsma einen Saufen gegangen und es war einfach unbeschrieblich geil mal wieder ueber die wichtige dinge des lebens zu labern:Bier, Sex und ihr wisst was noch alles...wundergeil
Am naechsten Tag sind wir dann mit dem belgier aufs Boot mit, das er fuer 4 Tage fuer ne Taucherausbildung gemietet hat.Mussten nur 5dollar fuer fahrt zahlen und schnorchelausruecstung hatte den Dt so dabei und die schmuggelten wir dann einfach an der Besatzung vorbei...eiglt kostets dann 35.
Diese bootsfahrt und das schnorcheln war einfach genial!!! Auf dem gepolsterten Dach des bootes liegen und einen blauen himmel, ein tuerkisenes Meer vor einem und dann noch eine ziemlich einsame insel mit weissen Strand vor einem, war einfach sooo was von genial. Ich bin dann zur insel geschwommen und hab ich ein paar minuten auf den heissen sand gelegt und mir vorgestellt und sei grad eben gestrandet und muesste hier 1 Jahr mich nur von Kokosnuessen und Rum ernaehren....ein gar nicht so erschrekcneder Gedanke;)!
So..sorry , muss aufhoeren. Das naechste mal erzaehl ich noch von mienem Besuch bei Simon Bongard und die naechtlichen Exzesse:)
Alles,alles liebe an alle,
bis bald, Timo
heute bin ich wieder zurueck auf sicherem Boden in Kampala. Davor hab ich meine 2. grosse Reise in ostafrika gemacht. Dismal gings zuerst wieder nach Mombasa/kenia. hab wiedrer super mit meinen Beachboys fisch gegessen und wuerzligen Kaffee getrunken...war super schoen und super intekrativ. Danach gings fuer wTage auf die Wasini island wo ich einen Touri DelphinTour gemacht hab. War bis auf das nichtvorhandensein von delphinen echt geil. super seafood(krabben,fische) und echt schoene korallen mit bunten fischen. uebernachtet habe ich und ein Freund aus Belgien, der in der Naehe meines Projektes wohnt, in einem teehaus, in dem wir die einzigsten geast waren und ich hatte mein bis jetzt geistreicheste Konversation mit einer schwarzen. Es war e8infach soo geil mit einer Frau zu reden, die intelligent und selbstbewusst allen maenner den aller weaertesten zuwendet...sehr geil!!!
Danach hab ich mich von Stijn, dem Belgier, getrennt :(...und bin alleine weiter nach Dar Es sallam. Dort hatte ich dann aber auch sogleich neue Bekanntschaft mit einerm Belgier und einem Deutschen. Der Deutsche(25) war ein echtes unikat. Der hat ein Jahr in Suedamerika gewohnt, war dann 5 Tage wieder daheim in Dt und hat dann im betrunkenen Zustand ein one way ticket nach Afrika gebucht. Und so reisst er jetzt seit gut einem Jahr in Afrika rum und laesst sich die Sonne auf den Bauch scheinen. ...hoffentlich ende ich mal nicht so!
Am abend sind wir und der Belgier dann gemeinsma einen Saufen gegangen und es war einfach unbeschrieblich geil mal wieder ueber die wichtige dinge des lebens zu labern:Bier, Sex und ihr wisst was noch alles...wundergeil
Am naechsten Tag sind wir dann mit dem belgier aufs Boot mit, das er fuer 4 Tage fuer ne Taucherausbildung gemietet hat.Mussten nur 5dollar fuer fahrt zahlen und schnorchelausruecstung hatte den Dt so dabei und die schmuggelten wir dann einfach an der Besatzung vorbei...eiglt kostets dann 35.
Diese bootsfahrt und das schnorcheln war einfach genial!!! Auf dem gepolsterten Dach des bootes liegen und einen blauen himmel, ein tuerkisenes Meer vor einem und dann noch eine ziemlich einsame insel mit weissen Strand vor einem, war einfach sooo was von genial. Ich bin dann zur insel geschwommen und hab ich ein paar minuten auf den heissen sand gelegt und mir vorgestellt und sei grad eben gestrandet und muesste hier 1 Jahr mich nur von Kokosnuessen und Rum ernaehren....ein gar nicht so erschrekcneder Gedanke;)!
So..sorry , muss aufhoeren. Das naechste mal erzaehl ich noch von mienem Besuch bei Simon Bongard und die naechtlichen Exzesse:)
Alles,alles liebe an alle,
bis bald, Timo
Sonntag, 5. April 2009
Samstag, 4. April 2009
Das Leben geht weiter
Hallo maine Freunde,
ich schaffs endlich mal wieder ein paar Zeilen ueber mein Leben zu schreiben. In letzter Zeit wars mir des oefteren ein bisschen langweilig, was allerdings hauptsaechlihc daran lag, dass ich leicht depressiv war, weil so viele meiner guten Freunde mich verlassen haben. Zum einen war da eine belgische Biologiestudentin mit der man echt spass haben konnte...was heisst, dass sie dem Feuerwasser nich so abgneigt war, wie viele andere hier. Dann noch ein Amiehepaar, bei dem ich meine Bilder immeer von der Cam downloden konnte ;) und jetzt auch noch ein dt Ehepaar aus Koeln, die total jung und total laessig drauf waren. :(
Im Vorbereitungsseminar hab ich gelernt, dass man in den ersten Monaten ein Gemuetstief haben kann, das allerdings nie wirklich bei mir kam. Erst seitdem meine Family wieder weg ist und so viele Freunde hat es sich breitgemacht. Aber keine Bange! Ich bin noch kein Drogenkind, denn ich hab wieder neue Freuden des Lebens gefunden....so gehe ich jetzt in 1h SChnitzelessen in einem oestreichischen Restaurant, das ich erst vor kurzem hier in Kasese entdeckt hab. Die Besitzerin ist zwar immer voll zu und labert alle "Mitbrueder" an, aber dafuer kann ihr mann gut kochen!
Da ich vor meiner Heimreise, die am 15.7.ist, noch gerne ein Praktikum im Krankenhaus machen wuerde, musste ich mit mienem dt Chef einen Deal eingehen. Ich darf die Erfahrung sammeln, aber nur, wenn ich davor kraeftig fuers Projekt was mache. Jetzt hab ich mir einen kroben Plan zusammen geschrieben von allem was ich noch machen moechte und da habe ich gesehen, dass ich einfach nicht genug zeit habe fuer Langeweile. :)..ein schoner Gedanke!
Was mache ich sonst so? Gestern habe ich mir Holz gekauft, damit ich mir ein kleines Regal basteln kann fuer mein viel zu kleines Zimmer und auch so habe ich bis zum Ende noch einiges zu erledigen: Schweinezucht voranbringen, Honig ernten, Tabellen anfertigen....
Machts gut und geniesst den Fruehling, den ich hier schon ein wenig vermisse...hier gibt es ja nur Regen und Nicht Regen...klasse ...troet!
Lasst mal wieder was von euch hoeren.
P.S.: Hier moechte ich noch einen kleinen Aufruf loswerden: Mein Projekt ist ja gerade dabei ein Land fuer ne Schuele zu kaufen. Leider will der Besitzer dafuer eine irre Summe und das auch noch bald, da die Preise hier monatlich hoher steigen und er sonst einen anderen Abnehmer findet. Wer also von euch gerade sowieso Geld an eine grosse Organisation spenden wollte, die es fuer den naechsten Betriebsausflug ausgeben wuerden, der kann es ja nun auch an mein Projekt spenden. Ich kann euch versichern, dass es sehr vorsichtig und ausserst nuetzlich ausgegeben wird...wie bei jeder Organisation, die nicht genug Geld hat ;)
Es wuerde mich und die Menschen hier sehr freuen.
Die Kontodaten findet ihr auf der Homepage schenkeeineziege.de.
Danke!
ich schaffs endlich mal wieder ein paar Zeilen ueber mein Leben zu schreiben. In letzter Zeit wars mir des oefteren ein bisschen langweilig, was allerdings hauptsaechlihc daran lag, dass ich leicht depressiv war, weil so viele meiner guten Freunde mich verlassen haben. Zum einen war da eine belgische Biologiestudentin mit der man echt spass haben konnte...was heisst, dass sie dem Feuerwasser nich so abgneigt war, wie viele andere hier. Dann noch ein Amiehepaar, bei dem ich meine Bilder immeer von der Cam downloden konnte ;) und jetzt auch noch ein dt Ehepaar aus Koeln, die total jung und total laessig drauf waren. :(
Im Vorbereitungsseminar hab ich gelernt, dass man in den ersten Monaten ein Gemuetstief haben kann, das allerdings nie wirklich bei mir kam. Erst seitdem meine Family wieder weg ist und so viele Freunde hat es sich breitgemacht. Aber keine Bange! Ich bin noch kein Drogenkind, denn ich hab wieder neue Freuden des Lebens gefunden....so gehe ich jetzt in 1h SChnitzelessen in einem oestreichischen Restaurant, das ich erst vor kurzem hier in Kasese entdeckt hab. Die Besitzerin ist zwar immer voll zu und labert alle "Mitbrueder" an, aber dafuer kann ihr mann gut kochen!
Da ich vor meiner Heimreise, die am 15.7.ist, noch gerne ein Praktikum im Krankenhaus machen wuerde, musste ich mit mienem dt Chef einen Deal eingehen. Ich darf die Erfahrung sammeln, aber nur, wenn ich davor kraeftig fuers Projekt was mache. Jetzt hab ich mir einen kroben Plan zusammen geschrieben von allem was ich noch machen moechte und da habe ich gesehen, dass ich einfach nicht genug zeit habe fuer Langeweile. :)..ein schoner Gedanke!
Was mache ich sonst so? Gestern habe ich mir Holz gekauft, damit ich mir ein kleines Regal basteln kann fuer mein viel zu kleines Zimmer und auch so habe ich bis zum Ende noch einiges zu erledigen: Schweinezucht voranbringen, Honig ernten, Tabellen anfertigen....
Machts gut und geniesst den Fruehling, den ich hier schon ein wenig vermisse...hier gibt es ja nur Regen und Nicht Regen...klasse ...troet!
Lasst mal wieder was von euch hoeren.
P.S.: Hier moechte ich noch einen kleinen Aufruf loswerden: Mein Projekt ist ja gerade dabei ein Land fuer ne Schuele zu kaufen. Leider will der Besitzer dafuer eine irre Summe und das auch noch bald, da die Preise hier monatlich hoher steigen und er sonst einen anderen Abnehmer findet. Wer also von euch gerade sowieso Geld an eine grosse Organisation spenden wollte, die es fuer den naechsten Betriebsausflug ausgeben wuerden, der kann es ja nun auch an mein Projekt spenden. Ich kann euch versichern, dass es sehr vorsichtig und ausserst nuetzlich ausgegeben wird...wie bei jeder Organisation, die nicht genug Geld hat ;)
Es wuerde mich und die Menschen hier sehr freuen.
Die Kontodaten findet ihr auf der Homepage schenkeeineziege.de.
Danke!
Besuch der Family 21./22.02
So war es dann auch! Am naechsten Tag war sonnenschein angsagt und das einzige ueber das sich Papa beschwert hat, war, dass es “nicht einmal einen Zahnputzbecher” im “Bad” gibt. Nachdem wir am Vormittag alle Lebensmittel ins Regal eingeordnet haben, musste Dad sein technisches Wissen unter Beweis stellen. So musste er die Flussgeschw eines Flusses berechnen, in dem er einen Stock ins Wasser schmiss und dann eine Strecke von 30m ablief, wobei seine Schrittlaenge wahrscheinlich nicht optimal geeicht war ;). Am Abend konnten wir dann noch schoen gechillt auf meinem Felsen eine rauchen und en Bierchen trinken.
Der Sonntag wurde natuerlich durch eine Messe im Parish eingeleitet, was Dad ganz arg wichtig war. Nur als es darum ging, dass er eine Rede halten sollte, war er nicht mehr so begeistert. Das hat dann auch der Sylvester fuer ihn uebernommen. Danach sind wir 4 alleine auf den Berg hinter der Kirch gestapft und durch den Fluss gewatet bis wir dann am Wasserfall ankamen. Die Kulisse war wieder unglaublich schoen und wir konnten auch ein bisschen baden. Nur die kleinen Dreckskinder…sorry…die uns von anfang an begleitet haben waren stressig. Anfangs fanden meine Brueder sie ja ganz suess, aber wenn man einfach nichts allein lassen kann und sie einen staendig wegen irgendwas anbetteln, ist das einfach nicht so toll. Erst als Moritz und dann die Respektsperson Franz ihnen mit dem Zeigefinger drohten, hoerten sie auf(diese Gestik bedeutet hier: Hoer auf ode rich schlag dich;). Ich hatte gehofft, dass Papa nun das ewige Verteilen von Suessigkeiten sein laesst, aber das tat er nicht, weswegen ich jetzt immer noch mit Invasionen von frechen Kindern zu kaempfen habe. Noch am selben Tag sind wir dann in den NP gefahren und konnten da auch ne relative guenstige Uebernachtung fuer 40$das Doppelzimmer zahlen. Den Guide fuer den naechsten Tag haben wir auch schon klar gemacht, wobei das im Nachhinein ein Fehler war, da Sylvester fuer uns 2 einheimische Taxis organisiert hat, in denen schon ein lokaler Fuehrer sass. Das ganze haben wir fuer 55$ bekommen. Echt spott guenstig wenn man vergleicht, dass man das als Einzelperson in nem Cheap zahlt. Den Abend haben wir dann noch gut deutsch mit Fleisch und Bier und einem Panorama genossen, bei dem dir die Luft wegbleibt.
Der Sonntag wurde natuerlich durch eine Messe im Parish eingeleitet, was Dad ganz arg wichtig war. Nur als es darum ging, dass er eine Rede halten sollte, war er nicht mehr so begeistert. Das hat dann auch der Sylvester fuer ihn uebernommen. Danach sind wir 4 alleine auf den Berg hinter der Kirch gestapft und durch den Fluss gewatet bis wir dann am Wasserfall ankamen. Die Kulisse war wieder unglaublich schoen und wir konnten auch ein bisschen baden. Nur die kleinen Dreckskinder…sorry…die uns von anfang an begleitet haben waren stressig. Anfangs fanden meine Brueder sie ja ganz suess, aber wenn man einfach nichts allein lassen kann und sie einen staendig wegen irgendwas anbetteln, ist das einfach nicht so toll. Erst als Moritz und dann die Respektsperson Franz ihnen mit dem Zeigefinger drohten, hoerten sie auf(diese Gestik bedeutet hier: Hoer auf ode rich schlag dich;). Ich hatte gehofft, dass Papa nun das ewige Verteilen von Suessigkeiten sein laesst, aber das tat er nicht, weswegen ich jetzt immer noch mit Invasionen von frechen Kindern zu kaempfen habe. Noch am selben Tag sind wir dann in den NP gefahren und konnten da auch ne relative guenstige Uebernachtung fuer 40$das Doppelzimmer zahlen. Den Guide fuer den naechsten Tag haben wir auch schon klar gemacht, wobei das im Nachhinein ein Fehler war, da Sylvester fuer uns 2 einheimische Taxis organisiert hat, in denen schon ein lokaler Fuehrer sass. Das ganze haben wir fuer 55$ bekommen. Echt spott guenstig wenn man vergleicht, dass man das als Einzelperson in nem Cheap zahlt. Den Abend haben wir dann noch gut deutsch mit Fleisch und Bier und einem Panorama genossen, bei dem dir die Luft wegbleibt.
Sonntag, 1. März 2009
Familienbesuch(1.und 2.Tag)
Hallo meine Lieben,
heute um 5.10 Uhr ist meine Familie wieder nach Hause geflogen. Volle 11Tage haben sies, also Papa, Simon, Moritz, bei mir ausgehalten. Am 19.2. hab ich und Sylvester, der Direktor des Projekts, sie von Entebbe vom Flughafen abgeholt und sind dann gleich schwer bepackt ins Packpackers gafahren, wo gleich mal die ersten Kronkorken geflogen sind. Sie waren gleich hin und weg von der Landschaft...der unterschied zwischen 10Cminus im 1m hohen Schnee und 30C in 4m hohen Bananenplantagen ist schon krass!
Papa hat auch gleich Kontakt zu der Bevoelkerung geschlossen, was mir ein bisschen gegen den Strich ging, weil de Papa einfach zu nett fuer mache gerissene Menschen ist.
Aber ihm hats gefallen....strahlend hat er bei der Rueckfahrt an der Fensterscheibe geklebt und konnte sich einfach nicht an den unterschiedelichen eindruccken(4Bananenstauden auf nem fahrrad, Dominaz der Farbe Gruen,Frauen mit Babies auf Ruecken und Holz aufm kopf) satt sehen. Meinen Brueder gings es genau so..auch wenn spaetestens nach 5h die Knieschmerzen die Oberhand ergriffen! Nach 8/9h fahrt waren wir dann am Projekt angekommen...davor gabs noch einen kleinen Abstecher su meinen Aertzte freunden, deren Kuehlschrank bereitwillig meinen kaese aufgenommen hat!
Am Projektgelaende selbst war mal wieder alles top organiesiert, was heisst, dass die Matraztzen die einzigen Gegenstaende waren, die bereit standen. Die Bettueberzuege mussten ddann noch mitten in der NAcht von unserem Farmmanager geholt werden und de Papa musste selbst noch das Mosquitonetz installieren....und das obwohl schon alle ziemlich generbt von der Fahrt waren....das letzte stueck zum Projekt ist naemlich eigtl nur fuer Helikopter zugaenglich...der Bodenweg ist teoretisch unpassabel...Slvester hats trotzdem gemacht...freak!sag ich nur!
Mit der Hoffnung dass am naechsten Tag alles etwas schoner sein wird, schliefen wir ein.
heute um 5.10 Uhr ist meine Familie wieder nach Hause geflogen. Volle 11Tage haben sies, also Papa, Simon, Moritz, bei mir ausgehalten. Am 19.2. hab ich und Sylvester, der Direktor des Projekts, sie von Entebbe vom Flughafen abgeholt und sind dann gleich schwer bepackt ins Packpackers gafahren, wo gleich mal die ersten Kronkorken geflogen sind. Sie waren gleich hin und weg von der Landschaft...der unterschied zwischen 10Cminus im 1m hohen Schnee und 30C in 4m hohen Bananenplantagen ist schon krass!
Papa hat auch gleich Kontakt zu der Bevoelkerung geschlossen, was mir ein bisschen gegen den Strich ging, weil de Papa einfach zu nett fuer mache gerissene Menschen ist.
Aber ihm hats gefallen....strahlend hat er bei der Rueckfahrt an der Fensterscheibe geklebt und konnte sich einfach nicht an den unterschiedelichen eindruccken(4Bananenstauden auf nem fahrrad, Dominaz der Farbe Gruen,Frauen mit Babies auf Ruecken und Holz aufm kopf) satt sehen. Meinen Brueder gings es genau so..auch wenn spaetestens nach 5h die Knieschmerzen die Oberhand ergriffen! Nach 8/9h fahrt waren wir dann am Projekt angekommen...davor gabs noch einen kleinen Abstecher su meinen Aertzte freunden, deren Kuehlschrank bereitwillig meinen kaese aufgenommen hat!
Am Projektgelaende selbst war mal wieder alles top organiesiert, was heisst, dass die Matraztzen die einzigen Gegenstaende waren, die bereit standen. Die Bettueberzuege mussten ddann noch mitten in der NAcht von unserem Farmmanager geholt werden und de Papa musste selbst noch das Mosquitonetz installieren....und das obwohl schon alle ziemlich generbt von der Fahrt waren....das letzte stueck zum Projekt ist naemlich eigtl nur fuer Helikopter zugaenglich...der Bodenweg ist teoretisch unpassabel...Slvester hats trotzdem gemacht...freak!sag ich nur!
Mit der Hoffnung dass am naechsten Tag alles etwas schoner sein wird, schliefen wir ein.
Montag, 2. Februar 2009
Fischen und Ofenbau
Hab noch was vergessen zu berichten:
Zusammen mit em Simon bin ich noch fischen genagen...so richtig abseits jeglichen Tourismuses in ein Fischerdorf gefahren und mit lokalen Fischermaenner aufm Lake Georg fischen gegangen....die haben echt ne coole Technik...die werden ein Netz im Halbkreis aus und fahren dann den Reis zu ende und hauen dabei mit einem art Toillettenstopfer ins Wasser was den Boden aufwirbelt und die Fische ins Netz treibt...war echt cool..haben sogar Hippos gesehen, was echt gefaehrlich sein kann..die schweine sind viel gefaehrlicher als Loewen und Krokodiele zusammen....und sogar einen Elephanten konnte wir bestaunen!echt schoen
Dann haben ich und Simon noch einen kleinen Ofen aus Backsteinen und dunkler Erde gebaut...rote Erde gabs nicht, was bedeuten kann, dass der Ofen ziemlich schnell in die Brueche geht, was bei unseren Baufaehigkeiten schon waehrend dem Bauen fast passiert waere!hab ihn dann am So frueh morgens um 5:30 an ne Bushaltestelle geafhren...und das mit meinem maladen Mottorad, das unbedingt mal ne Generalueberholung braucht!
So das wars eigtl...hab heute ne Nacht mal wieder bei meinen schottischen Missionaren in KAsese verbracht, die mir meine Waesche mit der Waschmaschine gewaschen habe, wobei sie nicht wussten, ob man weisse waescha auch heisser als 60grad wacshen darf...omg
aber ich konnte die 2 Narnia filme schauen...Herr der Ringe fuer Unterbelichtete, sag ich nur...aber es war ein Film!!!
dann machts gut, Timo
Zusammen mit em Simon bin ich noch fischen genagen...so richtig abseits jeglichen Tourismuses in ein Fischerdorf gefahren und mit lokalen Fischermaenner aufm Lake Georg fischen gegangen....die haben echt ne coole Technik...die werden ein Netz im Halbkreis aus und fahren dann den Reis zu ende und hauen dabei mit einem art Toillettenstopfer ins Wasser was den Boden aufwirbelt und die Fische ins Netz treibt...war echt cool..haben sogar Hippos gesehen, was echt gefaehrlich sein kann..die schweine sind viel gefaehrlicher als Loewen und Krokodiele zusammen....und sogar einen Elephanten konnte wir bestaunen!echt schoen
Dann haben ich und Simon noch einen kleinen Ofen aus Backsteinen und dunkler Erde gebaut...rote Erde gabs nicht, was bedeuten kann, dass der Ofen ziemlich schnell in die Brueche geht, was bei unseren Baufaehigkeiten schon waehrend dem Bauen fast passiert waere!hab ihn dann am So frueh morgens um 5:30 an ne Bushaltestelle geafhren...und das mit meinem maladen Mottorad, das unbedingt mal ne Generalueberholung braucht!
So das wars eigtl...hab heute ne Nacht mal wieder bei meinen schottischen Missionaren in KAsese verbracht, die mir meine Waesche mit der Waschmaschine gewaschen habe, wobei sie nicht wussten, ob man weisse waescha auch heisser als 60grad wacshen darf...omg
aber ich konnte die 2 Narnia filme schauen...Herr der Ringe fuer Unterbelichtete, sag ich nur...aber es war ein Film!!!
dann machts gut, Timo
Zurueck aus Kenia
Hey ihr Dollen,
bin zurueck aus Kenai...war echt der Hammer...von Fischen, die mir aus dem Mund gegessen haben,bzw mir an den Nippeln gelutscht haben, und Zungenkuessen mit Giraffen war alles dabei. Und das war jetzt keine Spur uebertrieben!!!wirklich nicht, es gibt beweisfotos...bis auf den Ueberraschungsangriff auf meinen Nippel wurde alles von einem freundlcihem Phillipienen aus den USA festgehalten...der hat sie auch gleich in Grossformat zu meiner Family nach Hause geschickt! Dafuer musste ich aber auch eine Nacht in seinem Hotelzimmer verbringen...am Anfang hat sich das ja echt geschickt ergeben...ich musste noch einen Tag auf meinen Bus nach Nairobi warten und er hat mir angeboten, dass ich doch bei ihm pennen koennte....als er allerdings 3mal fragt, ob ich denn nicht in seinem Doppelbett unter derselben Bettdecke schlafen wolle(gottseidank gabs 3 Betten im Zimmer) und er sagte, dass blode Skindinavier echt sexy aussehen, wenn ihre Haut durch die Sonne so guelden schimmert, wurde mir das ganze allerdings ein bisschen unangenehm....aber sonst war er voll in Ordnung..hat mir sogar seine weisse kurze Hose vermacht! Ich bin halt doch kaeuflich...
In Nairobi war ich dann auf dem weltwaertssemiar, dem ich allerdings nur 3 Tage beiwohnen konnte, da ich irgendeine bakterielle Infektion hatte.
Aber die Naechte waren sehr aufschlussrteich...da sassen wir dann in irendeinem Zimmer und haben viel mehr Diskutiert als tagsueber...so wies halt auf jedem Semiar bisher war
Danach bin ich mit den Wangenern Maedels noch zu Freunden in Nairobi gezogen...die hatten vlll mal ne WG am Start..so mit Mixer, haufenweise italienischem Kaese und Backofen...voll die aersche! war aber echt geil./.sind mit denen acuh zum besagten Giraffenpark gegenagen...der Speichel ist ausserdem antiseptisch...also ist bei denen Zungenkuessen sozusagen gesundheisfoerdernd...
Danach bin ich zurueck nach Kasese, wobei sie an der Grenze ein bisschen rumgestresst haben...sie glauben mir einfach langsma nicht mehr, dass ich als Touri von Uganda einfach noch nicht genuegend gesehen habe... war dann ne Woche allein am Projekt und dann kamen Vreni Rupp und Simon Bongard (Tansania) mich besuchen...sie fuer 2Tage und er fuer eine Woche...war soooooooo schoen...habe mich die ganze Zeit nur Beneidet wie schoen ich es doch haette....sie haben mir echt wieder begebracht mein Jahr hier als grossen Ausflug ins Paradies zu erleben...haben mitten auf nem Berg in einem verwunschenen art Regenwald einen Wsserfall gefunden, den ich unbedingt mit meiner Family ausprobieren muss...
apopro FAmilie...die kommen am 19.2. das wird ne geile Zeit..allgemein gehts mir zz besonders gut...kann noch gar nicht sagen, wie es jetzt so ist alleine ohne Johanna zu leben, die am 13.1. gegangen ist.....uhhhhhhhhhh...ich freu mich so auf meine 2 Brueder und auf meinen Dada. Wird super...besonders die 46Kg die jeder von ihnen mitbringen kann!
So das wars jetzt mal wieder, wie stehts eigtl mit Deutschland? Werden in Frankfuert schon Bananen gehandelt?
Machts gut, wer von euch faulen, 16000BitWLAN Zivis Zeit hat kann mir gern mal schreiben.
Bis bald, euer Timo
bin zurueck aus Kenai...war echt der Hammer...von Fischen, die mir aus dem Mund gegessen haben,bzw mir an den Nippeln gelutscht haben, und Zungenkuessen mit Giraffen war alles dabei. Und das war jetzt keine Spur uebertrieben!!!wirklich nicht, es gibt beweisfotos...bis auf den Ueberraschungsangriff auf meinen Nippel wurde alles von einem freundlcihem Phillipienen aus den USA festgehalten...der hat sie auch gleich in Grossformat zu meiner Family nach Hause geschickt! Dafuer musste ich aber auch eine Nacht in seinem Hotelzimmer verbringen...am Anfang hat sich das ja echt geschickt ergeben...ich musste noch einen Tag auf meinen Bus nach Nairobi warten und er hat mir angeboten, dass ich doch bei ihm pennen koennte....als er allerdings 3mal fragt, ob ich denn nicht in seinem Doppelbett unter derselben Bettdecke schlafen wolle(gottseidank gabs 3 Betten im Zimmer) und er sagte, dass blode Skindinavier echt sexy aussehen, wenn ihre Haut durch die Sonne so guelden schimmert, wurde mir das ganze allerdings ein bisschen unangenehm....aber sonst war er voll in Ordnung..hat mir sogar seine weisse kurze Hose vermacht! Ich bin halt doch kaeuflich...
In Nairobi war ich dann auf dem weltwaertssemiar, dem ich allerdings nur 3 Tage beiwohnen konnte, da ich irgendeine bakterielle Infektion hatte.
Aber die Naechte waren sehr aufschlussrteich...da sassen wir dann in irendeinem Zimmer und haben viel mehr Diskutiert als tagsueber...so wies halt auf jedem Semiar bisher war
Danach bin ich mit den Wangenern Maedels noch zu Freunden in Nairobi gezogen...die hatten vlll mal ne WG am Start..so mit Mixer, haufenweise italienischem Kaese und Backofen...voll die aersche! war aber echt geil./.sind mit denen acuh zum besagten Giraffenpark gegenagen...der Speichel ist ausserdem antiseptisch...also ist bei denen Zungenkuessen sozusagen gesundheisfoerdernd...
Danach bin ich zurueck nach Kasese, wobei sie an der Grenze ein bisschen rumgestresst haben...sie glauben mir einfach langsma nicht mehr, dass ich als Touri von Uganda einfach noch nicht genuegend gesehen habe... war dann ne Woche allein am Projekt und dann kamen Vreni Rupp und Simon Bongard (Tansania) mich besuchen...sie fuer 2Tage und er fuer eine Woche...war soooooooo schoen...habe mich die ganze Zeit nur Beneidet wie schoen ich es doch haette....sie haben mir echt wieder begebracht mein Jahr hier als grossen Ausflug ins Paradies zu erleben...haben mitten auf nem Berg in einem verwunschenen art Regenwald einen Wsserfall gefunden, den ich unbedingt mit meiner Family ausprobieren muss...
apopro FAmilie...die kommen am 19.2. das wird ne geile Zeit..allgemein gehts mir zz besonders gut...kann noch gar nicht sagen, wie es jetzt so ist alleine ohne Johanna zu leben, die am 13.1. gegangen ist.....uhhhhhhhhhh...ich freu mich so auf meine 2 Brueder und auf meinen Dada. Wird super...besonders die 46Kg die jeder von ihnen mitbringen kann!
So das wars jetzt mal wieder, wie stehts eigtl mit Deutschland? Werden in Frankfuert schon Bananen gehandelt?
Machts gut, wer von euch faulen, 16000BitWLAN Zivis Zeit hat kann mir gern mal schreiben.
Bis bald, euer Timo
Sonntag, 4. Januar 2009
Mombasa
Hey Dudes,
ich schreibe euch von Mombasa, der groessten Stadt an der kenianischen Kueste.
Ich habe meinen Geb zusammen mit Lisa, Johanna, Sabse und Sarah auf einem Bett in einem Guest house gefeiert...es war eine richtig gemuetliche, deutsche Runde...Kartenspielen und Bier...gottseidank haben die Maedels noch weniger alk vertragen, sonst haette ich mich echt geschaemt;)
Sylvester waren wir dann in einem groesseren hotel und hatten sogar ein Feuerwerk...aber die Leute da waren leider alles so langweilige Businessmans, die alle einen Made in Germany Eichenholzstock im Allerwertesten hatten.
Deswegen musste ich einfach nachts in de Pool springen, um die Stimmung ein wenig aufzuheitern!
Am 1.1. gings dann nach Kampala, wo ich dem Uganda-Ruanda Football Spiel beiwohnen konnte...war echt cool..4:0 fuer Uganda! Das ganze habe ich zusammen mit 2 neuen Freunden aus Deutschland gemacht, die hier auch mit WEltwaerts sind...danach gingen wir noch gut einen Heben.
Am naechsten Tag bin ich dann auf nach Mombasa wobei ich gluecklicherweise einen Bus direkt nach Mombasa gefunden habe, sodass ich nicht in der, nach Meinung des lonely Planet, gefaehrlichsten Stadt Afrikas pennen musste!
Hier ist es echt gemuetlich...es ist zwar so alleine ein bisschen oede, denn ich habe mich von Johanna getrennt...hart, oder?! Nach 5monaten treuer Liebe gings einfach nicht mehr...nein Spass!
Sie ist nur auf die chilligen Sesse Illands vom Victoria gegangen und danch verabschiedet sie sich noch eine Woche lang von den Gruppen und dann fliegt sie am 13.1. auch schon nach Hause...da ich am 11.1. ein Seminar in Nairobi habe, mussten wir uns schon vor ihrer Abreise trennen....echt ein bisschen schade!
Aber jetzt bin ich ja wieder 'singel' und sowas kann jua auch spass machen!
Hab auch schon waehrrend der 21h fahrt 3coole Leute getroffen: einen ug Diplomart, der fuer 3jahre in Dt studiert hat, eine witzige Kenianische Schuelerin und eine jap. Entw.helferin!
Und jetzt sitzte ich mit einem kenianischen Studenten im Inet caffe, der mir das Nachtleben von Mombasa zeigen will...keine angst mum...Mombasa ist lang nicht so gefaehrlich wie Nairobi...der Typ hat mir gesagt, dass vor seit 2Jahren ruhe ist, da die Einwohner alle Diebe bei lebendigem Leben verbracnnt haben und seitdem sit ruhe..die Diebe hier freuen sich also wwenn sie von der polizei geschnappt werden...echt krass..wie vor 500 jahren im schwaerzesten Mittelalter!
und fuer alle Faelle geh ich hier nie ohne einen Pfefferspray aus dem Haus!
Morgen geh ich dann Korallen tauchen und wenn alles klappt auch bald billig nach Delphinen...
Bald kommt mich de Simon Bongard besuchen, mein bester Freund aus Dt...und danch kommt auch schon die Family...es koennte nicht schoener sein!
Ganz liebe Gruesse, Timo
ich schreibe euch von Mombasa, der groessten Stadt an der kenianischen Kueste.
Ich habe meinen Geb zusammen mit Lisa, Johanna, Sabse und Sarah auf einem Bett in einem Guest house gefeiert...es war eine richtig gemuetliche, deutsche Runde...Kartenspielen und Bier...gottseidank haben die Maedels noch weniger alk vertragen, sonst haette ich mich echt geschaemt;)
Sylvester waren wir dann in einem groesseren hotel und hatten sogar ein Feuerwerk...aber die Leute da waren leider alles so langweilige Businessmans, die alle einen Made in Germany Eichenholzstock im Allerwertesten hatten.
Deswegen musste ich einfach nachts in de Pool springen, um die Stimmung ein wenig aufzuheitern!
Am 1.1. gings dann nach Kampala, wo ich dem Uganda-Ruanda Football Spiel beiwohnen konnte...war echt cool..4:0 fuer Uganda! Das ganze habe ich zusammen mit 2 neuen Freunden aus Deutschland gemacht, die hier auch mit WEltwaerts sind...danach gingen wir noch gut einen Heben.
Am naechsten Tag bin ich dann auf nach Mombasa wobei ich gluecklicherweise einen Bus direkt nach Mombasa gefunden habe, sodass ich nicht in der, nach Meinung des lonely Planet, gefaehrlichsten Stadt Afrikas pennen musste!
Hier ist es echt gemuetlich...es ist zwar so alleine ein bisschen oede, denn ich habe mich von Johanna getrennt...hart, oder?! Nach 5monaten treuer Liebe gings einfach nicht mehr...nein Spass!
Sie ist nur auf die chilligen Sesse Illands vom Victoria gegangen und danch verabschiedet sie sich noch eine Woche lang von den Gruppen und dann fliegt sie am 13.1. auch schon nach Hause...da ich am 11.1. ein Seminar in Nairobi habe, mussten wir uns schon vor ihrer Abreise trennen....echt ein bisschen schade!
Aber jetzt bin ich ja wieder 'singel' und sowas kann jua auch spass machen!
Hab auch schon waehrrend der 21h fahrt 3coole Leute getroffen: einen ug Diplomart, der fuer 3jahre in Dt studiert hat, eine witzige Kenianische Schuelerin und eine jap. Entw.helferin!
Und jetzt sitzte ich mit einem kenianischen Studenten im Inet caffe, der mir das Nachtleben von Mombasa zeigen will...keine angst mum...Mombasa ist lang nicht so gefaehrlich wie Nairobi...der Typ hat mir gesagt, dass vor seit 2Jahren ruhe ist, da die Einwohner alle Diebe bei lebendigem Leben verbracnnt haben und seitdem sit ruhe..die Diebe hier freuen sich also wwenn sie von der polizei geschnappt werden...echt krass..wie vor 500 jahren im schwaerzesten Mittelalter!
und fuer alle Faelle geh ich hier nie ohne einen Pfefferspray aus dem Haus!
Morgen geh ich dann Korallen tauchen und wenn alles klappt auch bald billig nach Delphinen...
Bald kommt mich de Simon Bongard besuchen, mein bester Freund aus Dt...und danch kommt auch schon die Family...es koennte nicht schoener sein!
Ganz liebe Gruesse, Timo
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