Hi ihr Lieben,
so..endlich schaff ichs mal wieder mich vom Paradies abzuwenden. um mich vorn Pc zu zwaengen. Dies liegt daran, dass es hier seit 4 Tagen endzeithaft regnet. Und das ist kein Nieselregen wie in Deutschland. Man lauft auf den Strassen nur barfuss rum, weil die Schuhe eh nicht mehr trocken werden, die Taxifahrer haben sich Aussenboarder anmotiert, usw. ;)
Auf jeden fall kann ich jetzt endlich mal von Kuba berichten, zumindest bis das Mexico- Argentinien Spiel anfaengt. :)
Jan und ich waren 9 Tage in Kuba. Angekommen sind wir in Varadero, wo wir 2 Tage in einem illegalen Casa Particulares uebernachtet haben. War ziemlich witzig, weil wir uns immer vor dem Verlassen des Hauses vergewissern mussten, dass niemand draussen wartet. Am morgen des 2. Tages standen auch schon 3 Handwerker im Haus, die das Wohnzimmer unserer "Big Mama" verschoenerten---mit unserem Geld versteht sich :). Die Straende hier waren besonders schoen. Allesamt aus weissem Korallensand, mit vielen kleinen Muscheln darin. Doch da wir schon gehoert hatten, dass Varadero nicht Kuba ist, sondern nur fuer die faulen Touris, die nicht mehr als ein Fussmarsch vom Flughafen entfernt sein wollen, sind wir richtung Matansas weitergezogen. Auf dem Weg dort hin, haben wir ne ultra nette Deutsche kennegelernt, mit der wir noch einen Fluss per Drehtboot unsicher machten. In Matansas selbst fuehlten wir uns zum ersten mal richtig kubanisch. Schon an der Bushaltestelle lernten wir einen Elektroingenieur kennen, der uns 2 Tage lang die Hinterzimmer seiner Heimat zeigte. So assen wir zum 1. Mal kubanische Pizza (ein Gemisch aus unfertig gebackenem Teig, Ziegenkaese..glaub ich mal...und nichts) fuer die wir auch noch ne halbe h anstehen mussten. Dafuer kostete sie uns auch nur 40 Cent, was fuer das ansonsten teure Kuba echt guenstig ist.
Abends ging ich, unser Freund und seine Freundin dann auf ein Konzert, das einer einzigen, grossen Orgie glich. Reggea tongue hiesst hier die am meisten gehoerte Musikrichtung unter Jugendlichen und dabei wird sehr koerperbetont getanzt. Frau baeugt sich nach vorne und der Mann hat dann von hinten seinen Spass....man, wie ich unseren Walzer vermisst habe ;)
Allgemein ist in Kuba Musik extrem wichtig. Ueber wird man damit beschallt...ob durch Folklore in Restaurants, oder Salsa am Strand....die Musik schwingt ueberall mit. Dennoch muss ich gestehen, dass ich bisher noch kein Salsa gelernt habe. Sowas koennen die Leute hier mir glaub auch nicht beibringen. Fuer die ist das so simpel wie spanisch sprechen. Selbst Jan als Schlagzeuger kann darin kein Schema entdecken, an dem man sich orientieren kann. Ich hab mir allerdings geschworen, dass ich erst wieder nach Kuba gehe, wenn ich 1. Spanisch kann und 2. Salsa. Dann fuehlt man sich in Kuba wie ein Pan in der Playboy VIP Lounge.
Ganz besonders war dies deutlich, als wir nach Habana gekommen sind. Dort gibt es naemlich so etwas wie ein Kozerthaus, genannt Casa de la musica, in dem zuerst eine Tanzshow aufgefuehrt wird und danach ist die Flaeche fuer alle offen. Ich bin ja wirklich jemand, der sich fuer nichts zu schade ist und gerne abdanct, egal wie es auch ausschaun mag, aber da bin ich einfach nur dagessen und hab mich wie ein Querschnutzgelaehmter bei einem Stepcontest gefuehlt!!! Was da fuer Frauen rumliefen ist unbeschreiblich!
Ich wuerde mal sagen, dass in Deutschland ca. ...der Frauen ne gute Figur haben und davon ...% auch noch ein bildhuebsches Gesicht (die genauen %Angaben hab ich aus taktischen Gruenden gestrichen). Und in Kuba sage ich nach eigenen Angaben und nach Angaben vieler anderer Befragter, dass ca. 70 % ne gute Figur haben, davon 50 % noch en huebsches Gesicht haben und 20% einfach nur goettlich sind. Ihr meint jetzt sicherlich, dass ich uebertreibe und schon zu lange keine Freundin mehr gehabt haette, aber wenn ihr mir nicht glaubt, dann schaut sie euch selbst an. Hollywood, Bollywood oder GNT kann einfach einpacken! Wenn ich mit 60 immer noch Single sein sollte, dann werde ich meine Moral im Alkohol ertraenken und hier heiraten. :)
So, jetzt hab ich aber genug ueber die Schoenheit der Menschen palabert. Die Schoenheit der kubanischen Natur steht dem naemlich in fast nichts nach.
Nach Habana sind wir naemlich nach Viñales. Das liegt im Suedwesten Kubas und ist Hauptanbaugebiet von Tabak. Landschaftlich ist Viñales ein Traum und ist mit den gruenen Huegel Suedchinas vergleichbar. Ueberall gibt es Hoehlen und Unterwasserseen, von denen ich auch welche bekuntschaftet habe. Ist wirklich ein irres Gefuehl in eine dunkle Hoehle zu steigen, deren Pfad weder beleuchtet ist, noch mit Seilen gesichert. Im Innern befand sich ein See mit kleinen Stalagmiteninseln. Darin im Dunkeln zu schwimmen war wirklich ein Nervenkitzel der besonderen Art!
Leider konnten wir in Viñales nur 3 Tage bleiben, da unser Flug nach MExico am 17.6. ging. Zum Abschied hab ich unserem Fremdenfuehrer und Reitlehrer in Viñales noch mein Tshirt vermacht. Dies ist fuer alle zukuenftigen Reisenden das Beste Geschenk, das man einem Kubaner machen kann. Naemlich alles importierte ist in Kuba, wegen dem verhaengten Embargo, extrem teuer.
Fuer die politsch Interessierten unter euch kann ich noch sagen, dass fast alle Kubaner auf den Sturz der Regierung und damit des kommunistischen Regimes warten. Fuer Kinder ist Kuba zwar ein Paradies, da die Bildung und das Gesundheitswesen fuer ein so armes Land wie Kuba, ausgezeichnet ist, fuer Businessleute allerdings nicht. Auch ist der Poliziestaat ueberall spuehrbar. Alle Checkins muessen in den Hotels akribisch notiert werden und ueberall hat die Regierung ihre Spaeher. Dies sind Menschen in der Bev, die neben einer normalen Berufsausbildung noch 3 Jahre eine Spezialausbildung genossen haben. Und wenn sich Menschen sich das System negativ aeussern oder zu wenig Steuern an das Land entrichten, dann kommen diese in das grosse Hotel, wie der Knast hier genannt wird. Die allg Meinugn ist allerdings, dass in 10 Jahren der grossteil der revolutionaeren tot sein wird und es raum gibt fuer eine neue Machtordnung. Es bleibt nur zu hoffen, dass diese neue Regierung nicht blindlinks dem Kapitalismus vertraut und menschliche Grundbeduerfnisse nicht mehr befriedigen kann, was heute noch einigermassen der Fall ist.
So, das wars von Kuba. Hab zwar verdammt viel nicht erzaehlen koennen, aber ausserdem faengt das Spiel jetzt an und alles braucht ihr ja auch nicht wissen.
Bin jetzt seit dem 17.6. in Mexico, genauergesagt Tulum. Mir gehts bis auf die nassen Kleider super und bin gluecklich, dass wir die roten teufel besiegt haben.
Machts gut, wuerde mich freuen, mal wieder was aus Deutscheland zu hoeren.
Liebe Gruesse, Timo
Sonntag, 27. Juni 2010
Samstag, 19. Juni 2010
Karibik life is beautiful
Hallo zusammen,
ich hab endlich mal ein inet cafe gefunden, in dem man wg der Geschw. nicht wahnsinnig wird...und ich dachte schon, dass Ugandandische Netze weltweit fuehrend sind ;).
Bin jetzt schon 2 Wochen auf Reisen und ich muss sagen, dass es mir schon wie eine halbe Ewigleit vorkommt. Hoffe, dass ich vll nach ner Weile noch arbeit finde, dass ich wenigstens ein bisschen ein geregeltes Leben hab. Hatte bisher naemlich zwar nur geile aber auch viel zu stresssige Tage. Kuba war wirklich der Hammer. Es war zwar verdammt heiss und schwuel aber die Leute waren einfach klasse. Hier kann man naemlich in sogenannten Casas Particulares absteigen. Das sind einfach nur Zimmer in Privathaeusern, die von den Eigentuemern billig vermietet werden. Leider ist das meistens eine recht illegale Lsg, weswegen wir nicht immer aus dem Haus durften, wenn wir auch wollten.
Damn, muss los, kostet mich sonstwieder mehr. Bald mehr von mir.
Bis bald, Timo
ich hab endlich mal ein inet cafe gefunden, in dem man wg der Geschw. nicht wahnsinnig wird...und ich dachte schon, dass Ugandandische Netze weltweit fuehrend sind ;).
Bin jetzt schon 2 Wochen auf Reisen und ich muss sagen, dass es mir schon wie eine halbe Ewigleit vorkommt. Hoffe, dass ich vll nach ner Weile noch arbeit finde, dass ich wenigstens ein bisschen ein geregeltes Leben hab. Hatte bisher naemlich zwar nur geile aber auch viel zu stresssige Tage. Kuba war wirklich der Hammer. Es war zwar verdammt heiss und schwuel aber die Leute waren einfach klasse. Hier kann man naemlich in sogenannten Casas Particulares absteigen. Das sind einfach nur Zimmer in Privathaeusern, die von den Eigentuemern billig vermietet werden. Leider ist das meistens eine recht illegale Lsg, weswegen wir nicht immer aus dem Haus durften, wenn wir auch wollten.
Damn, muss los, kostet mich sonstwieder mehr. Bald mehr von mir.
Bis bald, Timo
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