Hey ihr Beneidenswerten,
ich bin mal wieder zurueck im Choas. Kam gestern aus Ruanda zurueck und weis jetzt, dass Afrika nicht gleich Afrika ist. Ruanda ist ja nur von mir 2h entfernt, aber es ist so ne vollkommen andere Welt. Wir(Johanna und ich) waren in einer Woche zuerst in Kigali, der Hauptstadt, dann in Kibuye, am Lake Kivu und abschliessend in Nyungwe National Forest. Kann ich jedem nur aufs Herz legen. Der See war sooo gigantisch. Keine Bilharziose Gefahr und so konnt ich mit einem genialen Insel-berg-panorama meine Bahnen ziehen. Das essen war auch einfach super: Karottensuppe mit Kaesebroetchen, Gemueseeintopf in ner Ananas...kann man nichts sagen....alerdings ist Ruanda auch so teuer wie schoen. Fuer den ganzen 1WochenTrip haben wir gemeinsam 400 Euro ausgegeben. Das sind fur einen Ziegenhirten keine Peanuts.
Als Auslandskorrespondent der SChwaebschen Zietung kann ich sagen, dass die Sicherheitslage im kongo deutlich besser ist als es in europaeischen Nachrichten gezeigt wird. Ich war fuer 3 Tage im kongolesichen Grenzgebiet und hab bis auf 4 Soldaten und einen Hubschrauber nichts von der Rebellengefahr mitbekommen. Auch das Touristenministerium hat uns versichert, dass ganz Ruanda rebellen frei sei. Das ist aus meinem Blickwinkel zwar schwer zu beurteilen, aber selbst ibei Koma(das wohl gefaehrlichste Gebiet), kenn ich ne Freiwillige, die versichert, dass es rel. sicher ist. Aber jetzt bin ich ja wieder zurueck und dass heisst, Mama, kannst wieder ausatmen.
Aber wieder Zurueck mi Busch, muss ich sagen, dass mir das Spiesser Ruanda doch besser gefallen hat. Am besten konnte man den Unterschied zwischen den beiden Laendern sehen, als wir hier der Grenze angehalten haben und dopppelt so viele Leute in den Bus geladen wurden, wie die Polizei eigtl erlaubt. Dann gings los auf beschissenen, loecheruebersaeten strassen. Einmal waeren wir fast umgekippt, weil der Busfahrer wie ein Verrueckter die Wiederstandsfaehigkeit seiner Stossdaempfer testen wollte. Sie haben nicht bestanden!
Aber nach einer kurzen hoechst professionellen Reperatur gings dann weiter.
Meine beste Freundin hat mir heute geschrieben, dass ich hier in der krassen WElt der Realitaet lebe. Ich kann dazu nur sagen, dass wenn das hier die Realitaet ist, dann moecht ich gern die augen schliessen und traeumen. ICh fuehl mich wie der Veraeter in dem Film MatrixI, der mit dem Agenten am Tisch sitzt und den fantastischen Lachs verspeist und sagt: Unwissenheit ist ein Segen!
Aber das ware jetz arg depressive Gedanken. Bin teilweise ja auch wieder froh daheim zu sein. Hier bin ich mein eigener Herr, ich kann kochen was ich will, kann meine Waesche machen wann ich will und kann chillen wann...ok, wenn uns niemand der freundlichen Leute besucht.
Ich habs immer noch nicht ganz abgestellt von geilen deutschen Dingen zu traeumen, aber "das bisschen Sehnsucht bringt mich nicht um".
Muss auch langsam mal ran und mir ne ernaerungsplan zusammenstellen. Falls irgendjemand ideen hat, wie ich am Tag so viel und so fetthaltig wie moeglich essen kann, bin ich fuer jeden Vorschlag dankbar. Hab naemlich immer noch nicht zugelegt. Fuehl mich einfach unwohl mit meinen 61kg, bin voll die Bohnenstange und selbst mein toller, knackiger Hintern hat an Reiz abgeommen.
Wie immer freu ich mich ueber alle Leute die mir schreiben und ende mit den Worten: Danke Gott fuer Erde, Wind und Wasser, aber auch fuer den Weizen, fuer die Shisha und das Schnitzel.
Dienstag, 18. November 2008
Donnerstag, 6. November 2008
3 Tage wach in Kasese
Peace oilder, fix oilder,
Ich will jetzt nicht schon wieder schreiben, dass es mir klasse geht, aber es stimmt einfach. Dabei kann ich nicht wirklich begruenden wiso. Ich lebe hier einfach vor mich her, versuche mich nicht mehr zu wundern, wenn mein Uebersetzer es einfach nicht schafft auf 10 zu zaehlen und verfolg auch sonst keine anspruchvollen geistigen Gedankengaenge. Vor einer halben Woche hatte ich mal mit Johanna eine tiefschuerfende Diskussion ueber den Sinn allen Strebens, oder bzw. den Unsinn allen Strebens. Das war das einzige Mal seit langem, dass meine verholzten Gehirnzellchen mal wieder schufften mussten....war ein geniales Gefuehl kann ich euch sagen...ich weiss gar nicht wie ich bei meiner derzeitigen geistigen Verfassung ins Studienleben reinkommen soll.
Ich bekam ausserdem viele Anfragen, ob ich hier schon eine schoene schwarze AIDS Frau gefunden haette. Dies kann ich gluecklicherweise mit NEIN beantworten. Wenn ich von -meiner frau- spreche, dann meine ich damit Johanna. Diese ist wie schon einmal erwaehnt meine Weggefaehrtin hier und meistens echt locker drauf. Wir sind auch weder verheiratet, noch verliebt, noch teilen wir ein Bett miteinander und ich fang garantiert nichts mit ihr an. Allein schon aus dem Grund, da hier ein bestimmter Muskel an meinem Koerper, aufgrund von Syphilis und Co irgendwie auf Standby geschalten ist.ICh nen sie nur meine Frau, weil das hier fuer die Leute verstaendlicher ist. Normale Freunde koennten ja unmoeglich im selben Zimmer schlafen!
Da wir gerade in Kasese sind, der naechst groessten Stadt bei uns (60.000), haben wir gestern die moeglichkeit wahrgenommen und sind abrocken gegangen. War ziemlich groovy. Hab in nem Club vor grossem Publikum Karaoke gesungen. Hab sogar stolze1700Ug Sh eingenommen (80Cent)...ohh, haette fast das Zitronenbombong vergessen:)
Am so gehts nach Ruanda. Trotz den Wahrnungen der Botschaft versuchen wir uns durch das kogolesische Ggrenzgebiet hindurchzuschlagen...ok, Mama...hab keine Angst. Die Miltitaerpresenz hier ist ziemlich hoch und die EInheimischen sagen alle, dass es wirklich kein Problem sei. Wenn nicht gibts ja immer noch die Blauhelme, die schon `94 ihr SChlagkraft demostriert haben.
Gesundheitlich gehts mir einigermassen. Hab staendig en Blaehbauch, aber ich weis nicht ob das nur von den Bohnen kommt und von unerwuenschten Mitbewohnern. Gestern hatte ich auch sum ersten mal einen blutigen Stuhlgang. Geh aber gleich am Sa zu unseren dt. Aerzten, die werden das wieder regeln.
Vielen Dank an alle die mir bis jetzt aus der Ferne geschrieben haben. Es erfuellt mich jedesmal unglaublich, wenn ich ein bisschen Vaterlandluft schnuppern darf.
Ich versuche langsam meine Sehnsuchtsvollen Gedanken an dt essen abzustellen und sende euch sonnige, verschwitze Gruesse aus Uganda.
Euer Timo
Ich will jetzt nicht schon wieder schreiben, dass es mir klasse geht, aber es stimmt einfach. Dabei kann ich nicht wirklich begruenden wiso. Ich lebe hier einfach vor mich her, versuche mich nicht mehr zu wundern, wenn mein Uebersetzer es einfach nicht schafft auf 10 zu zaehlen und verfolg auch sonst keine anspruchvollen geistigen Gedankengaenge. Vor einer halben Woche hatte ich mal mit Johanna eine tiefschuerfende Diskussion ueber den Sinn allen Strebens, oder bzw. den Unsinn allen Strebens. Das war das einzige Mal seit langem, dass meine verholzten Gehirnzellchen mal wieder schufften mussten....war ein geniales Gefuehl kann ich euch sagen...ich weiss gar nicht wie ich bei meiner derzeitigen geistigen Verfassung ins Studienleben reinkommen soll.
Ich bekam ausserdem viele Anfragen, ob ich hier schon eine schoene schwarze AIDS Frau gefunden haette. Dies kann ich gluecklicherweise mit NEIN beantworten. Wenn ich von -meiner frau- spreche, dann meine ich damit Johanna. Diese ist wie schon einmal erwaehnt meine Weggefaehrtin hier und meistens echt locker drauf. Wir sind auch weder verheiratet, noch verliebt, noch teilen wir ein Bett miteinander und ich fang garantiert nichts mit ihr an. Allein schon aus dem Grund, da hier ein bestimmter Muskel an meinem Koerper, aufgrund von Syphilis und Co irgendwie auf Standby geschalten ist.ICh nen sie nur meine Frau, weil das hier fuer die Leute verstaendlicher ist. Normale Freunde koennten ja unmoeglich im selben Zimmer schlafen!
Da wir gerade in Kasese sind, der naechst groessten Stadt bei uns (60.000), haben wir gestern die moeglichkeit wahrgenommen und sind abrocken gegangen. War ziemlich groovy. Hab in nem Club vor grossem Publikum Karaoke gesungen. Hab sogar stolze1700Ug Sh eingenommen (80Cent)...ohh, haette fast das Zitronenbombong vergessen:)
Am so gehts nach Ruanda. Trotz den Wahrnungen der Botschaft versuchen wir uns durch das kogolesische Ggrenzgebiet hindurchzuschlagen...ok, Mama...hab keine Angst. Die Miltitaerpresenz hier ist ziemlich hoch und die EInheimischen sagen alle, dass es wirklich kein Problem sei. Wenn nicht gibts ja immer noch die Blauhelme, die schon `94 ihr SChlagkraft demostriert haben.
Gesundheitlich gehts mir einigermassen. Hab staendig en Blaehbauch, aber ich weis nicht ob das nur von den Bohnen kommt und von unerwuenschten Mitbewohnern. Gestern hatte ich auch sum ersten mal einen blutigen Stuhlgang. Geh aber gleich am Sa zu unseren dt. Aerzten, die werden das wieder regeln.
Vielen Dank an alle die mir bis jetzt aus der Ferne geschrieben haben. Es erfuellt mich jedesmal unglaublich, wenn ich ein bisschen Vaterlandluft schnuppern darf.
Ich versuche langsam meine Sehnsuchtsvollen Gedanken an dt essen abzustellen und sende euch sonnige, verschwitze Gruesse aus Uganda.
Euer Timo
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