Timo geht Spazieren

Hallo ihr Lieben,

ich führe diesen Reiseblog seit 2008 und hab Spaß daran, auf diesem Wege über meine Reisen zu berichten. Über Kommentare und Nachrichten freue ich mich immer sehr.

Euer Timo

HeyHo Ihr Menschen...

Willkommen auf meinem "I'm still alive" - Blog..

Ich bin vom 14. August ab für 1 Jahr, 12 Monate, 356 Tage und 8544 Stunden in Uganda und das nicht unter Menschen sondern unter Ziegen und Schweinen. Ok, ganz stimmt dies nicht...ich darf auch Zweibeiner unterrichten, bsp.weise was der Bock und die Ziege falsch machen...

So jetzt habt ihr eine ungefähre Vorahnung, was ich solange machen werde und kann nur noch sagen, dass ich mich über ein paar Zeilen von euch wahnsinnig freuen würde.
Ich selbst schau auch so oft wie möglich rein und schreibe euch dann das wichtigste.

Carpe Diem, Timo

Donnerstag, 29. Juli 2010

Guatemala

Hola ihr Lieben,

eigtl sollte ich ziemlich gestresst sein, weil ich diesen Post jetzt schon zum 2.mal schreibe, da das letzte mal der Strom ausfiel....man, kenn ich irgendwie aus Uganda ;)
Doch, wer haette es gedacht, bin ich max. entspannt. DIes liegt daran, dass ich gerade ne h Ganzkoerpermasage hinter mir hab...und das nur fuer 10 euro. WIrklich brilliant!!!
So, nun kann ich endlich mal wieder Lebenszeichen von mir schicken. Ich bin am 12.7. nach Guatemala eingereist und ich muss jetzt schon vorweg nehmen, dass dieses Land alles bisher gesehene topt...natuerlich ausser Uganda! :)
Schon von Anfang an fuehlten Jan und ich mich sehr heimisch, weil alles wie im schoenen Allgaeu sehr bergig ist. Genauergesagt liegt Guate auf einer Durschschnittshoehe von 1200m ue. M. Anfangs waren die Guatemalteker zwar ein bisschen gewohnungsbeduerftig, aber legte sich dann auch bald. Wir hatten naemlich nur das Problem, das wir an der Grenze keinen offiziellen Touribis gefunden haben, der uns zu unserem naechsten Ziele Antigua bringen haette koennen. Deswegen mussten wir die eher gefaehrlichen lokalen Chicken-busse nehmen. Diese heissen so, weil die Insassen nicht menschenwuerdig zus.gepfaercht werden. Es ging fuer ein Mittelamerikaniches Land auch viel zu stressig zu. Kaum hatten wir unseren gewuenschten Reiseort genannt, wurden uns auch schon die Rucksaecke abgenommen und auf das Dach geschmissen. Und gleich darauf fuhr der Bus dann auch schon ab, ohne dass wir selbst drin sassen. Wir mussten also hinterher rennen und durch die Hintertuer des Busses (es handelt sich um ausrangierte Amerikanische SChulbusse)reinspringen. Man, das war echt krass!
Nach einer 7h Busfahrt, die mit dem Privatauto max. 3h gedauert haette, sind wir dann in Antigua angekommen, wo wir auch schon sogleich uns bei einer Spanischschule fuer die naechsten 2Wochen anmeldeten. Antigua und Guatemala an sich ist sehr beruehmt fuer seine Schulen, da sie billig sind und dennoch rel. gut. Fuer 5 Tage Unterricht á 4h zahlten wir 70 Euro und fuer eine Woche Vollpension bei einer Gastfamilie 45 Euro. Diese 2 Wochen waren wirklich sehr lehrreich und befluegelnd. Meine Lehrerin war 23, heiss und besass trotzdem einigermassen die noetige Strenge. Sie ging wunderbar auf mich ein und dachte, dass ich bereits in Deutschland UNterrichte genommen haette. Aber nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich in Spansisch voll ab gehe. Ich kann so gut wie alles erfragen und verlangen, was ich will, aber richtige Konversationen kann ich noch lang nicht fuehren. Das waere fuer letztendlich 8 Tage Unterricht, die ich nahm, auch zu viel verlangt.
Auf jeden Fall haben wir die Naechte durchgetanzt, die Vormittage durchgeschlafen und die Nachmittage gelernt....und das war auch gut so. Das Wochenende haben wir genutzt, um zum Lake Atitlan zu gehen. Das ist ein wunderschoener Vulkansee der ein Magnet fuer viele Althippies darstellt und deswegen gut war, um sich mal wieder von dem vielen Lernen zu erholen...man, wie soll ich das nur wieder im Studium machen? :/
Am Freitag, den 23.7. hatten wir dann die letzte Unterrichtseinheit, was echt traurig war. Ich und meine Lehrerin sind waehrrend den 2 Wochen gute Freunde geworden und so war der Abschied ziemlich scheisse. Aber auch das ging vorbei!
Denn als naechstes ging es nach Lanquin, das ca. im Zentrum des kleinen Landes liegt. Dort haben wir uns mal wieder einen Touritrip geleistet, der unter die Top 3 unserer bisherigen Trips fiel. Es ging morgens um 9 auf der Ladeflaeche eines Pickups los richtung Semuc Champey (das Versteckte Wasser unter den Terassen-Mayasprache). Nach einer wunderbar belebenden, kaotischen Fahrt haben wir uns Badesachen angezogen und sind in die Welt eines 12 km langen Hoehlensystems abgetaucht. Die Hoehlen waren groesstenteils unter Wasser und es machte irre Spass an den Hoehlenwaenden entlangzuklettern. Ich war so in meinem Element, dass die anderen Mittouris mich sogar fragen, ob ich hier geboren wurde. ;)
Aber es war auch einfach geil. Ich bin meistens meine eigenen Wege gegangen, unabhaengig durch meine Kopflampe, unter Wasserfaellen hindurch, durch Hoehlenseen und an Steilwaenden entlang....Man, das ist so geil, wenn alles dunkel ist und vom Wasser her laut rauscht und du weisst einfach nicht, was als naechstes kommt und du bist auch nicht durch Seile geschuetzt wie es ja ansonsten meistens bei solchen Touritrips ist. Ja, auf jeden Fall kam ich wieder heil raus....nur dass ich vom zuvielen Wasserfallbaden meine Brille verloren hatte. Zumindest neben meiner Schwimmbrille das einzige, das mir bisher abhanden gekommen ist. Ziemlich gut fuer mich :)!
Danach sind wir mit einem Schwimmreifen durch einen Fluss ueber Tage geschwommen und als wir wieder aus dem Wasser stiegen, sah ich eine riesige Schaukel haengen, die sicherlich 10m lange Seile hatte. Man, das war richtig geil sich wie Tarzan von der Schaukel ins Wasser zu schmeissen. Gerne wieder! Danach war chillem angesagt. Wir gingen zu den Kalkterassen von Semuc Champey. Man muss sich das so vorstellen: Ein riesiger Bergfluss donert ins Tal und tritt an einer best. Stelle in den felsigen Untergrund ein und kommt erst wieder nach 400m wieder ans Tageslicht. Darueber plaetschert das uebrige Wasser ueber Art natuerliche Schimmingpoole aus Kalk den Berg hinunter. Ein wahres Wunder der Natur!
Oh mein Gott, ich kann nicht mehr weiterschreiben. Ich sitz jetzt schon viel zu lange hier davor und sehe langsam die Buchstaben nicht mehr. Das liegt wohl vor allem daran, dass ich in letzter Zeit aus Geldmangel nur selten esse....was mir aber auch mal wieder gut tut!
Auf jeden bin ich gerade noch in Flores, bei Tikal und gehe morgen weiter nach Belize...und dann gehts auch schon am 5.8. von Cancun aus nach Deutschland. Ich geniess zwar jetzt noch die letzten Tage, ich kann aber nich verleugnen, dass ich mich schon wieder auf meine Family freue, meine Freunde und vor allem auf geiles, deutsches Essen!!!
Machts gut meine Amigos, besos y abrazos,
euer Timo

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