Hola amigos,
wieder einmal sitz ich gezwungener Massen in nem inet cafe fest, weil ich grad unter ner saudummen Trommelfellentzuendung leide. Deswegen kann ich grad nicht einmal in den pacific ozean, weil die wellen hier viel zu hoch sind...im Durchschnitt 2m.
Eigtl optimal zum surfen, aber das trau ich mich erst, wenn die schmerzen einigermassen nachlassen. Bis dahin sitze ich jetzt wehleidig im Cafe fest und kann euch endlich ueber die vergangenen Tage in Mexico berichten.
Am 17.6. sind wir in Cancun gelandet und haben uns erstmal gemeutlich auf ne Wiese geplanzt und ne Zigarre geraucht und Rum getrunken, um uns sogleich ein wenig heimisch zu fuehlen ;). Mit dem Bus ging es dann in die Stadt, wobei wir uns ein Hostel in der Innenstadt gesucht haben, da die Straende von Cancun mit betrunkenen Amis uerbsaet ist, was im nachhinein ein guter schachzug war. Denn gleich neben unserer Unterkunft gab es ein grosses Konzertgelaende, wo taeglich die unteschiedlichsten Bands spielten: alles von Jazz, ueber Heavy Metal, bis hin zu hip hop! Hier gab es nur Mex. Touristen, die alle ultra nett waren. Am morgen sind wir dann zu der Zona Hoteliera gegangen, um mal zu schauen, ob die Berichte der am. Exzesse wirklich wahr sind....und ja, sie sind es! Was fuer die Dt Malle ist, ist fuer die Amis Cancun! Die Straende waren aber aucht ziemlich schoen und die vielen all-inclusive hotels fuer treiste Menschen wie mich ein gefundenes Fressen ;)
Musikalisch war Canun allerdings unser bisheriger Hoehepunkt. Die Mexicaner koennen zwar nicht so gut tanzen wie die Kubaner, aber dafuer gehen sie in Improvisationsmusik wie Jazz ab wie kein anderer. Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu spiessig und erwachsen, aber die Wahl zwischen Wettsaufen in den Clubs Von Cancun fuer 50$ und das Baden in den Farben von Jazz, fiel uns leicht... Haben jetzt schon 3 CDs von Musikern gekauft, die einfach genial waren.
Weiter gings dann nach Playa del Carmen, was groesstenteil nur von Europaern heimgesucht wird. Es geht allerdings deutlich ruhiger und unspektakulaerer zu. Hier war es optimal um abends wegzugehen. Fanden gleich am ersten abend einen kleinen Pub, den ein junger Franzose bertrieb. Das Bier kostet da nur einen Euro und so konnten wir uns dort immer gut warm trinken und danach in die Clubs, wobei der Eintritt sogar frei war. Ein Strandclub bleibt uns unvergessen. Er lag direkt am Strand und es gab nachts eine Feuershow die wirklich atembaeruabend war. Es war so gut wie alles dunkel und man sah nur junge Taenzer, die wie in exztase feuerbaelle, um sich rumschleuderten! Sah geigantisch aus! Spaeter hat es angefange zu regnen, was die Exztase noch versstaerkt hat. Bei 25 Grad nachts am Strand im Regen zu tanzen und junge Halbnackte Menschen um sich rumzuhaben, ist einfach Leben in Reinstform! ....ok, nicht, dass ihr jetzt denkt....man,was hat der fuer drogen genommen...denn bisher bin ich nur auf Schmerzmittel und Antibiotika, auch wenns die mischung echt macht! :)
Dorgen sind aber in Mexico ein echt heftiges Thema. Es ist zwar hoechst illegal etwas zu besitzen, aber wohin man auch geht, werden einem stanedig eine bunte Bandbreite an Drogen angeboten....und dabei sind Hasch, Koks und Magic mushrooms noch die leichteren.
Dies wurde in Tulum, unserem naechsten Reiseziel bestaetigt. Dort sind wir naemlich in ner Hippiecommunity am Strand gelandet, die mehrere Cabañas am Strand betrieben.
Dort traf ich die bisher beeindruckensten Menschen unserer Reise....auch wenn manche ein wenig zuviel "Reisen" unternommen hatten. Die aufgeweckteste der Angestellten hiess Tanja und war 28 Jahre alt und Kuenstlerin! Gleich beim Check-in hat sie mich gefragt, ob ich meinen Nippel fuer kuenstlerische Zwecke zur Verfuegung stellen moechte, was ich natuerlich gleich tat :D. Dabei kamen wir gut ins Gespraech und sie erzaehlte mir, welche "Flugtickets" sie bisher am besten fand. Man, es ist wirklich ein Wunder, das diese Frau noch sprechen kann! Sie hat mir besonders DMT, oder so was ans Herz gelegt, weil das ein koerpereigenes Psychopharma sein soll, das nur zum zeitpunkt des Todes ausgeschuettet wird...voll krank, oder?! Habt aber keine Angst, dass ich mir jetzt so en scheiss reinpfeifen sollte. Fand es aber trotztdem interessant von solchen Dingen zu erfahren. Die Frau selbst war erstaunlicherweise noch ziemlich fit, da sie selbst meinte, dass man Drogen nur aus Interesse ausprobieren sollte, da man dabei spirituell reifen kann, aber nicht Gehaeuft, um den Alltag zu verschoenern. Das hab ich ihr auch abgenommen. Abends bin ich dann mit eine paar anderen Leuten zusammen gahockt und hab echt klasse Gespraeche gefuehrt, die bis tief in die Nacht gingen. Dort Ort war naemlich echt irgendwie magisch! Es war Vollmond, da ich eh nicht schalfen, und dann war da der staendige, starke Wind und das laute Rauschen der Brandung, was einem echt irgendwie Energie gegeben hat. Ich hab die 3 Naechte die wir da waren, ca. 10 h geschlafen, was ich sonst nicht einmal auf Festivals schaffe :)!
Ausser den Mayaruinen von Tulum haben wir noch 2 Orten in der Gegend besucht. Der erste war ein Strand, genannt Acumal und der zweite eine Hoehle, die man mit Schnorchel und Maske erkunden konnte. Acumal ist ein beliebter Ort fuer Schildkroeten, um Eier zu legen und auch waehrrend des gesamten Jahres gibt es hier viele von ihenen. Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefuehl so nah mit ihnen zu sein und sie sogar zu beruehren. Die groessten Exemplare waren ueber einen Meter gross und glitten unbekuemmert im Wasser rum. Einer von ihnen bin ich ueber ne halbe h gefolgt und sie war wie ein Fremdenfueherer fuer mich, da wir an allen moeglichen Korallen mit Fischen und Rochen vorbei kamen. Die Hoehlen hiessen Dos Ochos (die 2 Augen) und waren, meiner Meinung nach, noch atemberaubender. Sie waren fast komplett unter Wasser, wobei trotzdem genuegend Licht vorhanden war, sodass man nirgends im Dunkeln schnorchelte. Gottseidanke, haben Jan und ich uns davor ne Unterwasserkamera gekauft, die jetzt zum einsazt kam. Es war wie das Entdecken einer verborgenen Welt, wenn man immer tiefer in die Hoehlen eindrang und es austestete, wie weit man ohne Luft zu der naechsten Hoehle tauchen konnte. Ich weiss nicht ob es das Adrenalin war, oder ein gluecklicher Zufall, denn ich konnte geschaetzte 5m tief tauchen, was bei meinem kaputten Trommelfell eigtl nie moeglich ist. Aber diesmal ging es...zumindest eine Zeit lang. Irgendwann hat es allerdings einen kleinen Knall in meinem Ohr gegeben und fuehlte sich an, als ob Wasser eingesaugt wird. So...und nun sitzte ich hier und mach mir Gedanken darueber, ob ich mir ein neues Trommelfell einverleiben sollte (fachkundige Ratschlaege sind erwuenscht!).
So, ich hab zwar noch nicht alles bis zum heutigen Tag erzwahlen koennen, aber ich dneke, ihr seit mein Geschwafel langsam auch muede.
Deswegen noch nen sonnigen Tag auch wenn euer Herz wg gestern noch weinen mag :/
Machs gut, euer Timo
Donnerstag, 8. Juli 2010
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